Alt-Studenten droht kein Hinauswurf
Magister- und Diplom-Studenten können an den heimischen Universitäten ihre Studiengänge innerhalb bestimmter Fristen beenden.

Vor einigen Tagen hatte „Spiegel.Online“ berichtet, dass Hochschulen mit Verweis auf die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge Tausende Alt-Studenten hinauskomplimentierten. Allein an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen habe es im vergangenen Wintersemester 250 solcher Fälle gegeben.

An der Universität Bielefeld gelten für die 1819 Alt-Studenten großzügige Fristen – beispielsweise im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft. Hier war laut Uni-Pressesprecherin Sandra Sieraad zum Sommersemester 2008 letztmalig eine Einschreibung möglich. Bis zum 31. März 2017 müssen Studierende dieser Fachrichtung ihre Diplomprüfung ablegen. Sie haben also neun Jahre Zeit.

Die Uni Münster gewährt den 3600 Magister- und Diplom-Studenten Fristen, die mindestens vier Semester über der Regelstudienzeit liegen. Außerdem wurden alle Alt-Studenten frühzeitig über den Zeitpunkt des Auslaufens ihrer Studiengänge informiert.  Zwangsexmatrikulationen, so Uni-Sprecher Peter Wichmann, habe es bislang nicht gegeben.

An der Universität Paderborn verfolgt man das Ziel, Alt-Studenten auch bei der Überschreitung von Fristen durch individuelle Beratung zu einem Abschluss zu verhelfen, sagt Uni-Sprecher Tibor Werner Szolnoki. „Das kann gegebenenfalls auch den Wechsel des Studiengangs bedeuten.“ Zwangsexmatrikulationen seien nur in Ausnahmefällen erfolgt.

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