Ethiker: Konfrontationen bei der Sterbehilfe abbauen

Münster (dpa) - Freiwillige aktive Sterbehilfe muss nach Meinung des Ethikers Michael Quante in der Medizin entkriminalisiert werden. In der Diskussion um eine Gesetzesreform, die der Bundestag bis 2015 auf den Weg bringen will, rät der Professor für Praktische Philosophie der Uni Münster neben der freiwilligen aktiven Sterbehilfe zum Ausbau von Hospizen und der Palliativmedizin. Er warnt vor einer falschen Konfrontation in der Diskussion. «Eine Gesellschaft, die eine freiwillige aktive Sterbehilfe anbietet, muss gleichzeitig Hospize ausbauen, die Sterbende begleiten, so dass möglichst viele Menschen die Chance haben, keine Sterbehilfe verlangen zu müssen, weil sie eine humane Begleitung haben», sagte Quant der Nachrichtenagentur dpa.

Infos zu Prof. Dr. Michael Quante

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