Lanxess erreicht Jahresziel

Leverkusen (dpa) - Nachfrageschwächen bringen den Dax-Neuling Lanxess nach guten Geschäftsergebnissen in 2012 zunehmend unter Druck. Um dieser Entwicklung zu begegnen, werde das Unternehmen in den kommenden Wochen Produktionsanlagen in Belgien und den USA zeitweise herunterfahren, kündigte der Spezialchemiekonzern am Donnerstag in Leverkusen an. Die Börse reagierte nervös auf die Ankündigung. Das Papier war am Nachmittag mit einem Minus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vortag der klare Verlierer im DAX. Nach weiteren Einschätzungen des Unternehmens soll die Nachfrage im Verlauf des Jahres aber wieder an Dynamik gewinnen.

Trotz dieser Schwächen sieht sich das Unternehmen, das voraussichtlich Mitte dieses Jahres von Leverkusen nach Köln umziehen wird, auf Kurs. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte 2012 um 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen in der Mitte des angegebenen Zielkorridors von 5 bis 10 Prozent. Bei einem Umsatzplus von 4 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro verblieb unter dem Strich ein Nettoergebnis von 514 Millionen Euro, rund 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Am mittelfristigen Ergebnisziel von 1,4 Milliarden Euro Ebitda im Jahr 2014 hält Lanxess weiter fest. Bis 2018 soll der Betrag weiter auf 1,8 Milliarden Euro anwachsen. Der Chemiespezialist stellt vor allem Kunststoffe, Zwischenprodukte und Kautschuke für die Auto- und Reifenindustrie her. Das Unternehmen war im vergangenen September als Nachfolger des Handelsriesen Metro in den Dax aufgestiegen. Endgültige Zahlen will Lanxess am 21. März vorlegen.

Pressemitteilung Lanxess

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