Thema: Bevölkerung verarmt |
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Heinz Felderhoff aus Gütersloh schreibt:
Für die Wahlprüfsteine machen Sie die Kurzarbeit zum Thema. Das Einkommen reicht in vielen Fällen sicherlich nicht für den Unterhalt der Familie, selbst wenn der Stundenlohn angemessen ist.
Wer als Zeitarbeiter leben muss, erhält nur etwa den halben Stundenlohn und muss im Krankheitsfall mit der sofortigen Kündigung rechnen.
Wer nach der Lehre von seinem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wird, kann bei einem Zeitarbeitsunternehmen anfangen und dann bei seinem Ausbildungsbetrieb zum halben Lohn arbeiten. Da klingt es wie Hohn, wenn Politiker empfehlen, mehr für die Ausbildung zu tun. Die Zeitarbeit wird als Chance für eine mögliche Übernahme gepriesen. Dazu wird erzählt, dass bei einer Übernahme Ablösebeträge für die Arbeitnehmer verlangt würden.
Seit Jahren wird kontinuierlich der Lohn durch die rapide Zunahme der Zeitarbeit gedrückt. Wie wirkt sich das auf die soziale Situation in unserer Gesellschaft aus?
Wer wenig verdient, zahlt entsprechend wenig in die Krankenkasse und die Rentenversicherung ein. Diese Kassen müssen schon jetzt mit Steuergeldern gestützt werden.
Ist die drohende Verarmung der Bevölkerung den Politikern bewusst?
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Thema: Wahlprüfsteine 2009 |
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In der gedruckten Ausgabe der „Glocke“ konfrontiert die Redaktion die Bewerber um ein Bundestagsmandat derzeit mit einer Reportage über einen Menschen, der sehr direkt die Auswirkung einer politischen Entscheidung auf sein Leben schildert. Die Redaktion stellt den Kandidaten von CDU, SPD, FDP, Grünen und der Linken diese Reportage jeweils vorab zur Verfügung und bittet sie, der Person einen Brief zu schreiben. In diesen von uns abgedruckten Briefen sollen die Politiker deutlich machen, welche Weichen sie gemeinsam mit ihrer Partei stellen wollen, um den in der Reportage geschilderten Sachverhalt zu ändern.
Zu dieser Aktion hat „Die Glocke“ hier ein Leserforum eingerichtet. Wenn Sie die Vorschläge der Bewerber bewerten wollen, beteiligen sich hier an der Diskussion.
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Thema: Dr.Wennemar Schweer, Rheda-Wiedenbrück, zur europäischen Flüchtlingspolitik |
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In der „Glocke“ vom 08. 05. war eine kurze Meldung erschienen mit der Überschrift „Marine versenkt Schlauchboot“. Wie aus dem Text hervorgeht, hat Ende April ein marokkanisches Marineboot ein Schlauchboot mit schwarzafrikanischen Flüchtlingen, die nach Spanien wollten, zerstochen und zum Sinken gebracht. Das haben Überlebende berichtet.
Dies Ereignis wirft ein Schlaglicht auf die Tragödien, die an den Grenzen der „Festung Europa“ an der Tagesordnung sind. Man überlässt Männer, Frauen und Kinder, die in hochseeuntauglichen Booten Europa erreichen wollen, ihrem grausigen Schicksal, unterlässt nicht nur lebensrettende Hilfe, sondern behindert noch die, die helfen wollen ( Cap Anamur) , und behandelt Flüchtlinge, die trotz allem europäischen Boden erreichen, wie Kriminelle. Darum schreibt Jean Ziegler, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung,: „Die Heuchelei der Kommissare in Brüssel ist abscheulich. Einerseits organisieren sie die Hungersnot in Afrika, auf der anderen Seite kriminalisieren sie die Hungerflüchtlinge“.
Die EU hat Mitschuld am Hunger in Afrika, weil durch subventionierte Agrarexporte die einheimische Agrarproduktion zerstört wird. Unter dem Druck hoher Schuldrückzahlungen verkaufen afrikanische Meer-Anrainerstaaten ihre Fischfangrechte an ausländische Fangflotten mit der Folge, dass die eigenen örtlichen Fischereibetriebe in den Ruin getrieben und die Fischereiboote zu Flüchtlingsschiffen umfunktioniert werden.
Die EU hätte die Verpflichtung, ihre verhängnisvolle Politik zu ändern, Flüchtlinge in Seenot zu retten und ihnen in ihrer Heimat eine angemessene Existenzgrundlage zu ermöglichen.
Was dagegen an Europas Außengrenzen geschieht, spricht den Werten Hohn, für die Europa eigentlich steht. Unser Ziel muss ein Europa sein, das nicht nur einen starken Wirtschaftsraum bildet, sondern auch stark ist an Humanität und Mitmenschlichkeit.
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Thema: Heinrich Bernhard Meier aus Warendorf zu der Diätenerhöhung für die Abgeordneten im Deutschen Bundes |
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Nach der vergangenen Rentendebatte und der Beschuldigung der Rentner, sie würden auf Kosten der Jüngeren leben und sie ausplündern, wo es um Beträge von 1,1 Prozent nach drei Nullrunden ging, die dann in einer künftigen Katastrophe enden könnten, gibt es jetzt eine ganz andere Variante über Bezüge und Zuwendungen. Jetzt sind die Staatsdiener nicht mehr so sparbewusst. Vor allem bei den jungen Volksvertretern, die gerne für sich in Anspruch nehmen, genügend Lebens- und Berufserfahrung zu haben, sind Töne von Untergangsszenarien verstummt. Wie bemerkte Anne Will doch treffend in ihrer gleichnamigen Sendung in der ARD am 27. April: Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal. Ohne Zweifel eine grandiose Karriere. Still ist es geworden und vor allem kein Wort der Kritik. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages genehmigten sich eine kräftige Erhöhung ihrer Diäten. Nach einer Aufstockung von neun Prozent vor vier Monaten noch einmal einen Nachschlag von sechs Prozent. Begründung der ersten Zuteilung waren die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Für den Normalverdienenden anscheinend nicht. Die zweite Begründung bei den jetzigen sechs Prozent ist die Lohnanpassung im öffentlichen Dienst. Auch das alles andere als zutreffend und überzeugend.
Satte 15 Prozent beziehen unsere Volksvertreter. Dazu kommen folgende Vergünstigungen – einmal abgesehen von schon immer gewährten Pauschalbeträgen im Jahr für Mitarbeiter, Büro- und Arbeitsmaterial –, 3000 Euro steuerfreie Pauschale für Autofahrten, Freiflüge bei den Fluglinien, Freifahrten bei der Deutschen Bahn AG, erster Klasse selbstverständlich. Dazu kommt noch ein Rentenanspruch nach nur einem Jahr Zugehörigkeit im Deutschen Bundestag. So kommen schon mal plus/minus 1700 Euro zusammen. Dies ist Fakt und so weit, so gut.
Fakt ist aber auch, es sind die gleichen Bundestagsabgeordneten, die sich jetzt eine 15-prozentige Erhöhung genehmigen, andauernd dem Bürger ans Herz legen, den Gürtel enger zu schnallen, die den Gewerkschaften immer wieder predigen, Lohnzurückhaltung zu üben, die den Arbeitnehmern die Pendlerpauschale gekürzt haben, die die Eigenheimzulage gestrichen haben und vieles mehr.
Es sind die gleichen Volksvertreter, die dabei zusehen, wie in Deutschland einer Studie zufolge über 1,5 Millionen Kinder in Armut leben. Es sind die gleichen Abgeordneten, die dabei zusehen, dass in Deutschland fast drei Millionen Menschen von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe leben. Es sind die gleichen Politiker, die tatenlos zusehen, wenn im Lande der Mittelstand abbricht und damit die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderdriftet. Es sind die gleichen Abgeordneten, die mit ansehen, wie leistungsunfähige Manager Unternehmen und auch Banken zugrunde richten, Arbeitnehmer dadurch in die Arbeitslosigkeit entlassen und dafür noch millionenschwere Abfindungsgeschenke bekommen. Es sind die gleichen Abgeordneten, die dabei zusehen, wenn nicht gerade wenige Konzernchefs ihre Millionenbeträge ins Ausland schaffen und damit dem Staat Steuern vorenthalten. Übrigens eine kriminelle Handlung. Es sind die gleichen Volksvertreter, die zusehen, wenn in einst renommierten Konzernen Korruption im großen Stil in alle Richtungen betrieben wird. Es sind die gleichen Politiker, die tatenlos zusehen, wie die vier großen Energieriesen schamlos mehrmals im Jahr ohne Grund und Angabe die Preise für Strom und Gas erhöhen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob es die meisten Menschen in naher Zukunft, selbst bei ehrgeizigem Sparpotential, überhaupt noch bezahlen können. Es sind die gleichen Politiker, die dabei zusehen, wenn in Deutschland die Suppenküchen und die Essenstafeln erschreckend ansteigen. Es sind die gleichen Volksvertreter, die bei der Bildung nächster Generationen den finanziellen Spielraum sehr eng halten. Oder wie erklärt es sich, dass beispielsweise in Köln zwölf Hörsäle geschlossen werden müssen, weil sie marode sind. Die Mandatsträger haben sich selbst einen schlechten Dienst erwiesen und sich gedankenlos eingereiht mit einigen Managern in eine Koalition der Maßlosigkeit und der Unersättlichkeit.
Es möge nun tunlichst der gebetsmühlenartige Hinweis auf die Neiddiskussion unterbleiben, die ja immer wieder gerne von denjenigen ins Spiel gebracht wird, die nach der Devise leben, „über Geld spricht man nicht, Geld hat man“. Neid ist nun wirklich nicht angebracht. In der Öffentlichkeit und den Medien war unlängst die Rede von den wirklich „Asozialen“. Vom Standpunkt der Moral und der sozialen Gerechtigkeit aus befindet sich Deutschland in einem sehr schlechten Zustand. Beschämend ist nur, dass dieser Tatbestand offensichtlich von einigen, die glauben, Gott ersetzen zu können, forciert wird.
Über diese nochmalige sechsprozentige Erhöhung der Diäten gibt es innerhalb der Opposition noch Widerstand, aber wenn sich die anfängliche Aufregung gelegt hat, wird die Freude groß sein. Angesichts dieses zynischen Beschlusses bleibt die Frage, wie lange noch schauen sich die Menschen das an. In einem Punkt aber gibt es eine konsequente Klärung. Dem Rentner hat man in aller Deutlichkeit klar gemacht, die 1,1-prozentige Erhöhung nach drei Nullrunden bringe unseren Staat in eine bedrohliche Schieflage. Niemand im Lande verwehrt den Vertretern im Deutschen Bundestag eine gerechte und angemessene Vergütung, diese Diätenerhöhung, die vor dem Gesetz rechtens sein mag, aber nach dieser Vorgehensweise und vor allem zu diesem Zeitpunkt ist moralisch verwerflich.
Ein Blick zurück in die preußische Geschichte. König Friedrich Wilhelm III., der Sohn von Friedrich dem Großen, setzte neben der Militärreform nach der verlorenen Schlacht bei Jena gegen Napoleon besonders eine Beamten-, Stände-, Bürger- und Gesellschaftsreform in Gang. Da ging es um ein besseres Leben der Menschen im Preußenstaat. In einer Epoche, wo noch Fürsten, Grafen und Großgrundbesitzer herrschten, hatte der König weitaus mehr Verständnis für seine gemeinen Untertanen, als die augenblicklichen Regierenden. Dieser Vergleich ist zwar provokant, muss aber erlaubt sein.
Die Eidesformel im Deutschen Bundestag beinhaltet unter anderem: „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“. In einer Gegenwart, wo anscheinend nur noch Macht, Reichtum, Geld und nochmals Geld zählen, kann man froh sein, wenn immer mehr Politiker beim Eid auf die Verfassung und das Grundgesetz auf den Zusatz „So wahr mir Gott helfe“ verzichten. Die Diätenerhöhung hat das traurige Ergebnis: Das von den Menschen gewählte und gewollte Mandat ist beschädigt und es bewahrheitet sich: Die gewählten Damen und Herren für den Deutschen Bundestag haben sich weit von der Basis entfernt. Der Kommentar im Westdeutschen Rundfunk zur Diätenerhöhung von Hubert Maaßen am 6. Mai traf genau ins Schwarze, bezugnehmend auf die Inschrift des Reichstages, nicht „Dem Deutschen Volk“, sondern „Vom Deutschen Volk“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, aber auch gar nichts.
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Thema: Matthias Hartmann aus Herzebrock-Clarholz außert sich zu den steigenden Lebensmittelpreisen: |
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Offenbar fordert die aktuelle Klimapolitik immer mehr Opfer der Vernunft im Volk.
Die Strategie der Klimahysterie geht ja gerade dann auf, wenn sich die Bevölkerung im Namen des Klimaschutzes immer mehr melken und abkassieren lässt. Vielleicht werden wir demnächst schon für jeden Atemzug und CO-2-Ausstoß direkt besteuert? Denn als das grundlegende Übel wird uns immer wieder die Menschheit selbst vor Augen gestellt, bis wir es schließlich glauben und uns willig reduzieren lassen. Nur die multinationalen Großkonzerne und die Hochfinanz dürfen sich weiter aufblähen und ihr Unwesen in aller Welt treiben.
So weichen auch die Anbauflächen von Nahrungsmitteln zunehmend der Bio-Sprit-Produktion, während gleichzeitig das schöne Bild von weltweiten Hungerrevolten getrübt wird. Die Energie- und Ölkonzerne befinden sich also bereits auf dem von Herrn Burg geforderten Kurs, das Bevölkerungswachstum zu stoppen- und dies mit gigantischer Gewinnmaximierung. Solch traurige Weltanschauung steht jedoch dem Evangelium Gottes diametral entgegen, das die Kinder Gottes als Brüder bezeichnet und keine Klassifizierung menschlichen Lebens in höher- oder minderwertig kennt.
Menschenfreundlicher sieht da schon das interessante Rechenspiel aus, nachdem die gesamte Weltbevölkerung auf einer Fläche so groß wie Alaska Platz hätte – und jeder hätte noch seinen eigenen kleinen Acker vor dem Haus dazu.
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Thema: Reinhard Häusler auch Warendorf schreibt zum Thema Reformpolitik: |
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Die „führenden Wirtschaftsleute“ fordern – wie nicht anders zu erwarten war – wieder einmal ein „Festhalten an der Reformpolitik“. Sie bemängeln, dass durch die Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für ältere Arbeitnehmer die Bereitschaft gesunken sei, eine Beschäftigung aufzunehmen. Im Klartext wollen die hohen Damen und Herren der Wirtschaftsinstitute damit nichts anderes sagen, als dass diese zurzeit beschäftigungslosen Arbeitnehmer nur zu faul sind, sich wieder eine Arbeit zu suchen.
Wie viel Arrogranz und soziale Kälte offenbaren sich in solchen Denkansätzen und Aussagen! Oder ist es nur Dummheit? In jedem Fall ist die pauschale Diskriminierung von arbeitslosen Menschen – gleich welchen Alters – eine Unverschämtheit. Offensichtlich glauben diese von der Wirtschaft gesponserten „Weisen aus dem Morgenland“, dass für ältere Arbeitnehmer die Arbeitsplätze nur so darauf warten, von ihnen endlich besetzt zu werden.
Schon für jüngere Arbeitslose ist es zumeist sehr belastend und frustierend, Dutzende von Bewerbungen zu schreiben und immer wieder nur Absagen zu erhalten. Je älter der Arbeitssuchende wird, desto schwieriger ist es für ihn, nach der Arbeitslosigkeit zu anständigen Bedingungen wieder in Lohn und Brot zu kommen. So ist es, und die Weisen haben offensichtlich diese Binsenweisheit übersehen.
Glauben diese selber wohlbetuchten „Fachleute“ allen Ernstes, es lasse sich gut und auskömmlich vom Arbeitslosengeld und sogar von Hartz IV leben, so dass Arbeitslose gerne arbeitslos sind und bleiben möchten? Diese Damen und Herren möchten doch bitte schön einmal von ihren hohen Rössern hinabsteigen in die oftmals bedrückende Wirklichkeit der Menschen, über die sie sprechen.
Gerade ältere Arbeitslose haben es schwer. Und es ist einfach eine Frage der Gerechtigkeit, wenn wenigstens ihnen ein paar Monate länger das Arbeitslosengeld I zugestanden wird. Es ist nur eine kleine Korrektur an dem unmenschlichen rot-grünen Machwerk „Hartz IV“. Anständige Menschen sollten auf solche Gutachter pfeifen.
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Thema: FDP will 30000 Euro für Pop-Konzert |
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Für die Jusos in Oelde bewertet deren Vorsitzender Florian Umlauf das Abstimmungsergebnis der Ratssitzung wie folgt:
Wer auf der Ratssitzung am Montag dabei war, wie die Haushaltsreden gehalten wurden, konnte mit erstaunen feststellen, wie kurzlebig Gedächtnisse sein können. Vor allem die CDU schien beim Thema Zuschuss für ein Popkonzert darunter zu leiden. Hatte sie noch genau eine Woche zuvor einstimmig zugestimmt, „eine Veranstaltung mit Kosten von maximal 30.000 Euro stattfinden zu lassen“, wollte sie davon eine Woche später nichts mehr wissen. Lediglich von einer Verlustabdeckung sei die Rede gewesen, versuchte der CDU Fraktionsvorsitzende Heinrich Gresshoff in seiner Haushaltsrede eine Woche später das Abgestimmte zu relativieren.
Wollte man wirklich dem Forum 30.000 Euro mehr Verlustabdeckung bereitstellen, so sollte man dies auch so nennen und nicht versuchen dies unter dem Deckmantel der Jugendförderung betreiben.
Umso verwunderlicher ist, dass die CDU Oelde auf ihrer eigenen Homepage immer noch die Frage stellt, ob es sinnvoll sei, mit einen städtischen Zuschuss ein Pop-Konzert zu unterstützen, damit die Eintrittspreise erschwinglich bleiben. Ist dies bloß noch das Geschwätz von gestern, oder doch das eigentliche Interesse der CDU?
Wir, die Jusos sind zusammen mit der SPD Oelde uneingeschränkt dafür, dass mehr für die Jugendlichen in unserer Stadt mehr getan werden muss. Doch das geht auch anders. Geben wir die doch unsere eigenen musikalischen Nachwuchstalenten mal die Chance auf einem Sommerfestival auf der Waldbühne aufzutreten oder lassen sie uns zusehen, dass wir die Oelder Schullandschaft im Interesse unserer Jugendlichen zu einer der besten Machen in der Umgebung machen. Musiker nach Oelde für einen Tag einzukaufen, halte ich im Gegensatz dazu für keine gelungene Interessensvertretung.
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Thema: FDP will 30000 Euro für Pop-Konzert |
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Für den Männerchor Oelde schreibt Joseph Vennewald aus Oelde folgendes:
Der Männerchor Oelde ist sehr verwundert, daß der Rat der Stadt Oelde eine solche Summe, nach dem "Gießkannenprinzip" mal so eben behandelt und ausgeben will.
Begründung: In 2006 beschloß der Rat die Jahreszuschüsse an die Kulturträger, (500 €) bei den Gesangvereinen die keine Jugendförderung betreiben, ersatzlos zu streichen; dazu die Nutzung des Probenraumes im TMG für unseren Chor mit 20 € je Abend in Rechnung zu stellen. Begründung: Man will mit diesen Einsparungen und Einnahmen die Jugendfördung unterstützen. Wir fragen uns: Wie soll ein Männerchor Jugendfördernd tätig werden? Soll er einen Kinder- oder Jugendchor gründen?
Wir haben nichts gegen die finanzielle Unterstützung der Jugend, jedoch sollte man dabei nicht die Kulturarbeit der Älteren abwürgen. Uns scheint, daß diejenigen Ratsmitglieder die diese Ausgabe von 30.000 € befürworten, die Förderung der Jugend arg übertreiben und dabei wohl nicht bedenken, daß auch die älteren Bürger ihre Wähler sind, ja sogar der Großteil dieser Klientel ausmachen.
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Thema: FDP will 30000 Euro für Pop-Konzert |
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Die FDP in Oelde hat sich in den Etatberatungen mit ihrer eindeutigen Forderung durchgesetzt, 30 000 Euro für die Durchführung eines Pop-Konzertes auf der Sparkassen-Waldbühne im Vier-Jahreszeiten-Park bereitzustellen. Gerade für junge Leute, so die FDP, werde zu wenig geboten. CDU, FWG und Grüne unterstützten den Vorschlag, die SPD nicht. Wie ist Ihre Meinung. Ist es in Ordnung, wenn eine Kommune nicht nur Kulturangebote wie Theateraufführungen oder Ausstellungen fördert, sondern auch an junge Leute denkt? Und wenn es dann so ist: Was für ein Konzert wünschen sich die, für die sich die FDP eingesetzt hat? Diskutieren Sie mit uns.
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Thema: Computer-Sucht bei Kindern |
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Wer seine Kinder vor Computer-Sucht schützen will, sollte sich darauf besinnen, dass Liebe und eine gewisse Ordnung unabdingbare Voraussetzungen für eine gute Erziehung sind. Darauf hat jetzt in Oelde der Kinderpsychologe Dr. Wolfgang Bergmann hingewiesen. Die Zahl ist erschreckend: Nach Schätzungen von Experten sind in Deutschland etwa 600 000 Kinder, in den meisten Fällen Jungen, vom Computer abhängig. Sie verbringen einen Großteil ihrer Freizeit in einer virtuellen Welt. „Diese Kinder sind nicht mehr in der Lage, sich den Anforderungen der Realität zu stellen. Sie flüchten“, berichtete Bergmann aus neuesten Studien.
Ist die Realität wirklich so? Oder hängt der Experte längst vergangenen Zeiten nach? Diskutieren Sie mit uns.
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Thema: Gewaltspiele im Internet |
baldus
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29.11.2006 08:37 |
Forum: Oelde |
Zur Diskussion über Computerspiele und deren Folfen für Jugendliche äußert sich Mechtild Neesen, Schulleiterin der Norbertschule (Grundschule) in Lette:
"Niemand kann voraussehen, welches Kind oder welcher Erwachsene einmal gefährdet sein oder einsam sein wird oder als „Verlierer“ dasteht.
Der Abschiedsbrief von Sebastian au Emsdetten ist aufrüttelnd - zu schnell aus dem Internet verschwunden.
Es gibt immer wieder Schüler, die schwierig sind. Sie werden ausgegrenzt, werden gedemütigt, haben dann nur noch wenig Selbstvertrauen, Lebensfreude oder Zukunftshoffnung - in Erfurt erlebte ich diese Stimmung wieder einmal kürzlich im Oktober.
Ihnen müssen wir (auch als Lehrer) helfen.
Doch dafür müssen wir in der Gesellschaft auch erst einmal merken, dass etwas nicht stimmt, um daraufhin aktiv zu werden. Und wenn, dann reicht es nicht, den Eltern zu sagen; gehen Sie einmal zum Schulpsychologen, nein, vor Ort gilt es, allen Kindern erfahrbar zu machen, dass sie etwas wert sind. Pädagogen müssen (auch den Mitschülerinnen und Mitschülern) die Türchen öffnen und gemeinsam dem Kind zeigen: Hey, du bist mit nicht gleichgültig, ich würde mich freuen, wenn es dir gut geht. Und dann: „Vielleicht können wir darüber reden“. Dafür braucht es Zeit, Zeit, Zeit und Ruhepole im Schulalltag, die leider nur den wenigsten Lehrerinnen und Lehrern vergönnt sind in der Dichte des Stundenplanes.
Einfühlung und keine psychologische Ausbildung, kein Gütesiegel für organisatorische Konzepte, sondern das dialogische Prinzip - vor Ort! Und letztlich: Keine Noten, sondern Anerkennung des Lernfortschritts für jedes Menschenkind, das etwa von 30 auf 20 „Fehler“ sich verbessert, und somit nicht der Looser ist (auch wenn unter dem Diktat noch immer das „ungenügend“ steht- stehen muss?), sondern der „Gewinner“ bei aller Anstrengung im individuellen Rahmen.
Als Schulleiterin bin ich überzeugt davon, dass nicht kulturpessimistisch kontrolliertes Verbot von PC-Spielen verhindern kann, dass junge Menschenkinder die Erfahrung machen, in der Gesellschaft „überflüssig zu sein“ , wie Sebastian es bekundet hat. Viele PC-Spiele sind, wie es zahlreiche Untersuchungen nachweisen, förderlich für das Verhalten und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und - wie viele Clans auch im Positiven beweisen - sehr kommunikativ und gemeinschaftsfördernd.
Linkhinweis für pädagogisch Interessierte zum Thema „Counterstrike“ :http://www.medieninfo.bayern.de/index.as...TNav=1&ThID=269"
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Thema: Gewaltspiele im Internet |
baldus
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27.11.2006 18:19 |
Forum: Oelde |
Dr. Thomas Kröger, Schulleiter des Oelder Gymnasiums, äußert sich zur Thematik wie folgt:
„Es ist eine ausgesprochen unerfreuliche Situation, dass die Schule in diesem Kontext erwähnt und hier einbezogen wird. Das kann in dieser Form nicht geduldet werden. Nach meinem Kenntnisstand sind auch weitere Schulen im Kreis betroffen, von denen es Pläne im Internet gibt. Beunruhigend ist, dass die Pläne vom TMG schon seit drei Jahren im Netz stehen und wir davon nichts wussten.
Ein weiteres Problem ist es, dass diese Gewaltdarstellungen ohne jegliches Unrechtsbewusstsein von Seiten der Schüler registriert werden, dass es zur Normalität geworden zu sein scheint und dass das Spiel als Sport betrieben wird.
Der Schulträger handelt die rechtliche Seite ab, wir als Schule werden pädagogisch reagieren, weil eine Veränderung, das heißt ein Verzicht auf diese Spiele, nur über den Kopf, über den Verstand zu erreichen ist. Wir werden dies im Unterricht entsprechend thematisieren.
Wichtig, vielleicht wichtiger ist, dass wir verstärkt die Elternschaft ansprechen, informieren und einbeziehen. Die Eltern müssen hier mehr Kontrolle ausüben, ihren Kindern im häuslichen Bereich über die Schulter sehen, was gespielt wird. Sie sollten hierüber mit den Kindern reden und die Spiele vom PC verdammen.
Dieses alles muss zwischen Kindern und Eltern gemeinsam geschehen, um Wirkung zu erzielen. Ansonsten wird beim Freund weitergespielt.
In dieser Woche haben wir eine Schulpflegschaftssitzung, auf der ich die Eltern genauer informieren werde.
Mein Ziel ist es, in einem gemeinsamen Schreiben von Schulpflegschaft und Schule alle Eltern anzusprechen und die Gefahren – nicht nur bezogen auf diesen Fall – zu verdeutlichen. Wenn hier Konsens herrscht und alle entsprechend auf die Kinder, die Schüler einwirken, dann lässt sich eine Veränderung erreichen.
Wenn man sieht, was für Spiele auf dem Markt sind und wie einfach sie herunterzuladen sind, dann scheint die Gewaltdarstellung kaum noch Grenzen zu haben. Gelingt hier durch eine intensive Diskussion mit den Jugendlichen eine Veränderung, so ist viel gewonnen. Ein schlichtes Verbot wird nur einen nicht kontrollierbaren Markt erzeugen.
Überzeugung gelingt nur über den Verstand. Und da werden wir jetzt und in der Zukunft in Elternhaus und Schule viel Überzeugungsarbeit leisten müssen."
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Thema: Gewaltspiele im Internet |
baldus
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27.11.2006 18:17 |
Forum: Oelde |
Zur Diskussion über Gewaltspiele im Internet und Spielpläne, die das Oelder Gymnasium nachbilden, hat die Stadt Oelde eine Stellungnahme verfasst. Der Erste Beigeordnete Michael Jathe schreibt:
"Die Stadt Oelde als Schulträger wird die Verwendung realer örtlicher Gegebenheiten – egal ob Schulgebäude oder sonstiger öffentlicher Einrichtungen – als Gegenstand für gewaltverherrlichende Darstellungen und Spiele nicht dulden und den notwendigen rechtlichen Handlungsrahmen für ein Vorgehen hiergegen ausschöpfen. Dabei ist bei Verdacht strafbarer Handlungen oder aus Gründen der Gefahrenabwehr auch die Einschaltung von Polizei und Staatsanwaltschaft mit in Erwägung zu ziehen. Nach hiesigem Kenntnisstand sind die jetzt in das Licht der öffentlichen Diskussion gerückten Darstellungen schon vor einigen Jahren – damals gedankenlos und vielleicht auch ohne böse Absicht und Hintergedanken – ins Netz gestellt worden. Das derartige Bilder aber im Laufe der Zeit eine andere Aussagekraft erhalten können, ist uns allen nach den bedauerlichen Vorfällen in Emsdetten heute deutlicher denn je.
Vorfälle in den vergangenen Wochen zeigen, dass mehr Sensibilität aller Beteiligten gefordert wird, und zwar der oft jugendlichen Spieler (vorwiegend im Schulalter), der Eltern wie auch der Lehrer. Aber erfreulicher Weise belegen die vielen Anrufe und Hinweise auf die Thematik bei mir aus den vergangenen Stunden, dass diese Sensibilität auch wirklich gegeben ist.
Die Bemühungen der Schule, das Thema „Gewalt im Internet“ im Unterricht zu thematisieren werden von der Stadt Oelde mit Nachdruck unterstützt und gefördert.
Der Vorgang belegt, das im Internet mit seiner unüberschaubaren Datenvielfalt „Licht und Schatten“ sehr eng beisammen sind. Nicht nur, dass einerseits das Internet eine stets zugängliche und unverzichtbare tägliche Informationsquelle ist, es schafft auch die Basis für eine Gefährdung unserer Jugend dadurch, dass Gewalt und Sexualität zu einer „virtuellen Spielewelt“ werden.
Erschreckend ist, wie gering das Unrechtsbewusstsein vieler Jugendlicher in dieser Thematik ist. Aber auch Eltern und Schule stehen dem Thema, vielfach durch Unkenntnis der Chatrooms und Foren, oft hilflos gegenüber.
Hier sehe ich ein wichtiges gesellschaftliches Aufgabenfeld von Pädagogen und Jugendarbeit (erzieherischer Kinder- und Jugendschutz) - Motto: Information zum Zweck der Prävention. Eine Tabuisierung und ein verschweigen dieses Themas wäre die falsche Reaktion. Andererseits darf aber auch die Öffentlichkeitswirksamkeit, die einem Menschen zuteil wird, der solche abartige Szenarien erstellt, nicht wachsen. Wie sie Sehen, eine Gradwanderung in der Thematik.
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Thema: Gewaltspiele im Internet |
baldus
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Im Internet gab es für das Gewaltspiel "Counter-Strike" eine Software, die wilde Schießereien in das Gebäude des Oelder Thomas-Morus-Gymnasiums verlegt. Wenige Tage nach dem Amoklauf in Emsdetten diskutieren vor allem Eltern und Lehrer darüber, ob derartige Spiele die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
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Thema: Bekenntnisgrundschulen in Oelde |
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Zur Diskussion über die Bekenntnisgrundschulen erreichte uns ein Leserbrief von Edgar Gutjahr, Schückingstraße 17 in Stromberg. Er schreibt:
"Hier macht es sich die Politik wieder sehr leicht. Sie legt etwas fest, aber die Umsetzung muss der Bürger allein organisieren. Das Ergebnis liegt schon vor, die ersten Schüler können nicht wohnortnah zur Schule gehen, sondern sie müssen sich in einem anderen Ort eine Bleibe suchen. Es ist wohl Aufgabe der Politik, dass von ihr festgelegte Maßnahmen auch von ihr umgesetzt werden. Warum sieht Herr Jathe als Verantwortlicher der Stadt Oelde nicht die Möglichkeit, diesen Prozess in Gang zu bringen?
Es gibt bei uns eine eindeutige Trennung von Staat und Religion, deshalb muss der Staat dafür sorgen, dass jedes Kind, unabhängig seiner Religionszugehörigkeit, wohnungsnah zur Schule gehen kann. Allein die Aufhebung der Schulbezirke durch die Landesregierung zeigt, welcher Weg in NRW in der Bildung gegangen wird, Kleinstaaterei, Ausgrenzung von finanziell schlecht dastehenden Bürgern, Bildung von Eliten. Die Bildungsminister aller EU-Staaten haben erst jetzt das rückschrittliche Bildungssystem in Deutschland scharf kritisiert. Was macht Herr Recker, bildungspolitischer Sprecher der CDU? Er fordert einen weiteren Ausbau des dreigliedrigen Schulsystems, als ob die letzten Pisastudien nicht genau das Gegenteil gefordert hätten."
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Thema: Bekenntnisgrundschulen in Oelde |
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Die Stadt Oelde hat sieben kirchliche Bekenntnisgrundschulen und keine Gemeinschaftsgrundschule. Diese in Nordrhein-Westfalen seltene Situation führt dazu, dass vor allem konfessionslose Kinder oder Kinder aus einer nicht-christlichen Religion bei der Schulwahl vor einem Problem stehen. Das neue Schulgesetz, das eine Auflösung der Schulbezirke mit sich gebracht hat, verschärft diese Situation.
Was ist Ihre Meinung? Ist die derzeitige Situation in Oelde richtig? Oder wäre es sinnvoll, die Bekenntnisschulen - wie in vielen anderen Fällen in NRW - in Gemeinschaftsgrundschulen umzuwandeln? Wobei der Begriff Gemeinschaftsschule nicht aussagt, dass es dort keinen Religionsunterricht mehr gibt. Sagen Sie uns bitte Ihre Meinung zu diesem Thema.
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Thema: Ausländerpolitik des Kreises Warendorf |
baldus
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Peter Dresel, Nordstraße 45, Ahlen, schreibt:
„Alle Hoffnungen sind begraben“, so titelten Sie am 26.10. zur Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy nach Sri Lanka. Viel ist getan worden von engagierten Menschen, ohne die Ausweisung verhindern zu können.
Seit 23 Jahren habe mich im Kreis Warendorf sehr wohl gefühlt. Zum ersten Mal habe ich mich geschämt für eine Entscheidung der Verwaltung, die nach Aussage von etlichen Fachleuten so hart nicht hätte gefällt werden müssen. Den aktuellen Verlautbarungen aus dem Kreishaus entnehme ich zwischen den Zeilen, dass der Mut fehlt, zuzugeben, dass die Entscheidung falsch war.
Vor kurzem ging durch die Nachrichten, dass rechtsradikale Straftaten in Deutschland in den vergangenen acht Monaten um 20 Prozent angestiegen seien. Mehr denn je wird von uns Bürgern erwartet, dass wir ausländischen Mitbürgern zu Hilfe kommen, wenn sie bedroht werden. Zivilcourage ist angesagt! Ich vermisse Zivilcourage bei Herrn Dr. Gericke bei der Abschiebeentscheidung gegen die Familie Thadchanamoorthy. Eine Gelegenheit ist verpasst worden, mit einer besonnenen Entscheidung Menschlichkeit zu zeigen und politikverdrossene Bürger zurückzugewinnen.
"Die Glocke" muss an dem Schicksal der Familie dran bleiben. Wie geht es den Menschen nach dieser für sie völlig unverständlichen Entscheidung? In welcher materiellen und ideellen Not müssen sie jetzt leben... Vielleicht können wir Bürger mit dem eingerichteten Spendenkonto ein bisschen von dem entstanden Schaden wiedergutmachen, wenn unsere Politiker schon ein Schlammassel angerichtet haben.
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Thema: Ausländerpolitik des Kreises Warendorf |
baldus
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Nachfolgend ein offener Brief der SPD-Kreistagsfraktion an Landrat Dr. Olaf Gericke:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Gericke,
die SPD Kreistagsfraktion verfolgt zur Zeit mit großer Anteilnahme und zunehmender Sorge das Schicksal vieler Flüchtlingsfamilien, die seit mehreren Jahren im Kreis Warendorf leben und mit der Abschiebung in ihre Heimatländer durch den Kreis Warendorf rechnen müssen. Diese Menschen haben sich in unsere Gesellschaft voll integriert, arbeiten bei uns und zahlen ihre Steuern.
Die Kinder dieser Familien sind hier zum Teil geboren, gehen hier zur Schule oder zum Kindergarten und sind dem Kulturkreis der Heimatländer ihrer Eltern entfremdet. Dass diese langjährig in Deutschland lebenden ausländischen Familien ihrer Abschiebung mit großer Sorge, teilweise mit großer Angst um ihr Leben, entgegen sehen und sich der drohenden Abschiebung widersetzen, ist aus unserer Sicht sehr verständlich.
Wir wollen und können die zur Abschiebung anstehenden Fälle nicht abschließend rechtlich würdigen. Wie es aus der örtlichen Presse zu entnehmen war, erscheint uns allerdings das Vorgehen der Kreispolizei und ihrer Ausländerbehörde als überhart. Absolut nicht nachvollziehbar ist uns die Vorgehensweise ihrer Ausländerbehörde, kleine Kinder gewaltsam von ihren Eltern zu trennen und in Pflegefamilien zu geben. Was muss in diesen Kindern vorgehen, welche Ängste müssen sie haben, wenn offizielle deutsche Organe so mit ihnen
umgehen?! Wir missbilligen diese Vorgehensweise auf das Schärfste und fordern Sie auf, diese rüden Vorgehensweisen, so sie denn passiert sind, umgehend zu unterbinden. Sofern keine Gefahren für Leib und Leben dieser Kinder bestehen, gehören sie zu den Eltern oder zu einem Elternteil und nicht in Pflegefamilien!
Aus humanitären Gründen bitten wir Sie, Herr Dr. Gericke, sehr eindringlich, die
bevorstehenden Abschiebungen mindestens bis Mitte November 2006 zu stoppen, damit diese im Lichte einer hoffentlich von den Innenministern der Länder beschlossenen neuen Rechtslage, die das Bleiberecht langjährig in Deutschland lebender Ausländer regelt, erneut überprüft werden können. Damit eröffnen wir vielen ausländischen Menschen, die für sich und ihren Familien selbstständig sorgen können und die darauf gehofft haben, dass unsere freiheitliche
demokratische Rechtsordnung auch ihnen Schutz vor Verfolgung und Terror bietet, eine neue Chance für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für sich und ihren Familien. Diese Chance dürfen wir diesen Menschen aus humanitären Gründen nicht verweigern!
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Gericke, wir appellieren an Ihre Menschlichkeit. Nutzen Sie Ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der betroffenen Menschen und stoppen Sie die angedrohten Ausweisungen. Wir bitten Sie, lassen Sie diese Menschen im Kreis Warendorf weiter in Frieden leben und arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Reimund Juli
Vorsitzender
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Thema: Ausländerpolitik des Kreises Warendorf |
baldus
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Ingo Engbert, Ahlener Strasse 4 a in Ahlen, ruft zur Bildung eines Arbeitskreises "Änderung der Abschiebungsgesetzgebung" auf
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Parteien, Religionsgemeinschaften,
sozialen Verbänden und private Interessenten.
Seit einigen Jahren werden werden wir in mehr oder weniger
regelmässigen Abständen durch Handlungen des Ausländer-
amtes unseres Heimatkreises auf Abschiebungspraktiken
aufmerksam, welche ich nicht gutheissen kann.
Selbstverständlich verstehe auch ich, daß wir hier in diesem Land
nicht den Rest der Welt beherbergen und verpflegen können. Wir
müssen schon Regeln und Gesetze erlassen, welche auch zu be-
achten sind. Nur, diese Gesetze müssen auch mit einer humanen
Gesellschaft übereinstimmen. Ich möchte dem Staat auch nicht
das Recht zur Abschiebung absprechen und denke das auch dieser
eine gewisse Zeit braucht, um bestehende Gesetze umzusetzen
und auszuführen. Jetzt aber kommt, in einer Gesellschaft mit
humanistischen Anspruch, der einzige Punkt, über den wir politisch
Streiten können: Geben wir dem Staat 1 Jahr oder auch 2 Jahre Zeit,
bestehende Gesetze auszuführen?
Das aber was heute passiert, Menschen abzuschieben welche 5,
10, oder gar 15 Jahre und noch länger hier leben, hier Kinder geboren
haben, welche noch nie ihr Herkunftsland gesehen, die Sprache nicht
sprechen und keinerlei Bindung zu der ehemaligen Gesellschaft ihrer
Eltern haben ist ein Skandal. Ein untragbarer politischer und menschlicher
Skandal, welchen ich aufgrund unserer Vergangenheit in diesem, unserem
Land nicht mehr für möglich gehalten hätte. Ein elendes Versagen
Politischer Führung welche für sich dann noch vollkommen zu Unrecht
den Respekt des Volkes einfordert. Ich möchte hier auch nicht mehr
näher auf die anderen Problemgesetze wie Hartz, Rente mit 67 oder
Soziale Versicherungen eingehen, um auf zu zeigen wie weit
sich die Politischen "Ich AG" s von ihrer politischen Basis und somit
auch von der Bevölkerung entfernt haben.
Die Politische Führung hat sich wieder die Gesellschaftlich schwächsten
ausgesucht um sie zu selektieren und zu deportieren. Heute per Flugzeug,
ausgesetzt in eine ungewisse Zukunft.
Behörden welche als Dienstleister für die Bevölkerung gedacht sind,
missbrauchen Ihre Macht und stellen sich als williges Werkzeug zur
Verfügung.
Wird es unseren selbsternannten Eliten eigentlich bewusst, daß sie mit
solchen Gesetzen den Boden für die "Braune Saat" aufbereiten ? Nach den
PISA Studien zu urteilen, würde ich mit einem klaren "Nein" antworten, sie
haben es nicht verstanden.
Ich meine dass wir unser schönes Land nicht schweigend unfähigen Politikern
und ihren Behörden überlassen sollten. Wohin das führen wird hat die jüngste
Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt.
Wir haben uns unsere Politiker gewählt, das ist Richtig. Wenn sich aber nach
einer Wahl herausstellt das der Gewählte nicht fähig ist die besagte Position
mit der entsprechenden Würde auszufüllen, haben wir als Bürger die Pflicht
alles nur mögliche zu unternehmen, um diese Person auch wieder abzuwählen.
Das nennt man dann Demokratie.
Ich möchte die Gelegenheit dazu nutzen, zur Bildung eines Arbeitskreises
über alle Parteien und Institutionen hinweg aufzurufen. Gemeinsames Ziel
sollte es sein, die zur Zeit geltende Bleiberecht Gesetzgebung zu verändern.
Kurzfristig sollte auch nach Möglichkeiten gesucht werden, speziell hier im
Kreis die Situation entscheidend zu verändern. Da einer den Anfang machen
muss, bin ich bereit als Ansprechpartner zu fungieren um wenn es denn
gewünscht wird, die erste Versammlung vorzubereiten und zu organisieren.
Ich bitte also um die die entsprechenden Zuschriften per E-Mail.
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Thema: Ausländerpolitik des Kreises Warendorf |
baldus
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Nachfolgend ein Offener Brief an Landrat Dr. Olaf Gericke, geschrieben von Elisabeth Wiengarten, Westkirchener Str. 10 in Beelen.
Sehr geehrter Dr. Gericke,
meine Tochter Nina absolviert zurzeit ihr Auslandssemester auf Sri Lanka. Sie lebt in Wattala-Nayakakanda in der Nähe von Colombo. Wir unterhalten dort fast 22 Jahre ein Projekt in Zusammenarbeit mit den Schwestern vom Guten Hirten.
Ich telefoniere mit Nina sehr häufig mit den sogenannten Asiacards, eine günstige Verbindungsart. (noch gestern sprachen wir miteinander).
Die Situation für Tamilen ist dort zur Zeit unmenschlich. Jeden Tag werden im Bereich Jaffna etc. Menschen getötet. Der gesamte Bereich ist abgesperrt -Telefonverbindung dorthin ist nicht möglich. Die Menschen werden ausgehungert. Täglich verschwinden Menschen, manchmal tauchen sie ermordet wieder auf - andere verschwinden ganz. Auch Kinder sind betroffen. Bitte informieren sie sich.
Sogar die amerikanische Außenministerin war vor Ort. Viele Aspekte könnte ich noch anführen, mir geht es heute früh, nachdem ich die Tageszeitung "Die Glocke" gelesen habe, aber darum sie in Kürze zu bitten, sich diesen Informationen nicht zu verschließen. Die Bürgerkriegssitutation hat sich in Sri Lanka zugespitzt. Wir sind privat mit der Botschaft in Colombo in Kontakt, damit wir bei Ausweitung des Konfliktes auf Colombo die Rückreise unseer Tochter zügig veranlassen können. In Ländern wie Sri Lanka verändern sich Bürgerkriegssitutationen sehr schnell.
Ich denke, dass die Informationspolitik hier versagt. Ich halte aus christlichen und humanitäten Gründen eine Abschiebung der Familie nach Sri Lanka für ein großes menschliches und auch politisches Versagen.
In der Hoffnung, dass Sie Ihre Entscheidung überdenken verbleibe ich mit freundlichem Gruß
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