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29.07.2010 um 06:00 Ganze News anzeigen >>News-Feeds abbonieren
Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf: Tierheime sind auf Spenden angewiesen
Von unserem Redaktionsmitglied
ANDREA OSTHAUS

Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf (gl). Der Deutsche Tierschutzbund schlägt Alarm. Immer mehr Tiere leben in Tierheimen, aber den Tierschutzvereinen geht das Geld für deren Betrieb aus. Eine Lösung des Problems ist nicht abzusehen.

Die Tierheime in der Region werden zwar zum Teil den Kommunen unterstützt. Diese Unterstützung steht aber oft auf wackeligen Beinen, weil sie jedes Jahr neu verhandelt werden und nur einen Teil der laufenden Kosten der Tierschutzeinrichtungen decken.
Allein im Tierheim Gütersloh gibt es nach Angaben der Stellvertretenden Vorsitzenden des Tierschutzvereins Gütersloh und Umgebung, Petra Kulik, eine jährliche Finanzierungslücke von mehr als 80 000 Euro, die mit Spenden, Infoständen und karitativen Verkäufen ausgeglichen werden müsse. Im vergangenen Jahr blieb trotz allem ein Minus von 6000 Euro. „Wir sind auf mehrere Großspenden im Jahr angewiesen trotz der guten Zusammenarbeit mit der Stadt.“

Für die etwa 100 000 Euro Kosten, die jährlich im Mammut-Tierheim in Ahlen anfallen, bekommt der Tierschutzverein Ahlen und Umgebung nach Angaben von Vorstandsmitglied Helga Beckmann folgende Mittel von den Kommunen: 5100 Euro zahlt die Stadt Ahlen jedem eingetragenen gemeinnützigen Verein. Helga Beckmann gibt zu bedenken: „Diese Leistung der Stadt ist freiwillig und kann angesichts der knappen Kassen schon im kommenden Jahr wegfallen.“ 1500 Euro Futterkosten zahlt die Stadt Ahlen zudem pauschal für Fundhunde. Sendenhorst, Drensteinfurt und Everswinkel zahlen jeweils bis zu 500 Euro für Fundhunde, wenn diese auf Dauer im Tierheim bleiben. Für Fundkatzen erhält das Mammut-Tierheim aus acht Städten und Gemeinden jeweils 70 Euro pro Tier, wenn diese länger als 20 Tage im Tierheim bleiben. Etwa 4500 Euro nimmt der Verein durch Mitgliedsbeiträge ein. Durchschnittlich finden hier 17 Hunde und 80 Katzen und weitere Kleintiere zeitlich befristet ein Zuhause.

Auch bei der Katzen-Auffangstation des Tierschutzvereins Beckum-Oelde sieht es nur wenig besser aus. Sie bekommt von der Stadt Beckum im Jahr 40 Cent pro Einwohner an Unterstützung, also knapp 15 000 Euro. Die Stadt Oelde gibt einen festen Betrag, der jedoch zum Jahresende neu verhandelt wird. „Wir haben den Vertrag gekündigt. Für das Geld, das aus Oelde kommt, können wir keine Fundtiere mehr versorgen. Eine Regelung wie mit Beckum wäre wünschenswert“, sagt Ursula Drews, Vorsitzende des Vereins.

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