Kreis_Gütersloh (gl). Zum sechsten Mal haben Jugendliche im Konfirmandenalter aus dem Evangelischen Kirchenkreis Gütersloh das Konfi-Camp in den Sommerferien erlebt: Insgesamt 263 Jungen und 276 Mädchen verbrachten unter dem Motto „Jesus inside“ acht Tage voller Spaß und Gemeinschaft im Kinder- und Jugenderholungszentrum Frauensee nahe Berlin.
Das Camp wurde von 132 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Hinzu kamen 40 jugendliche Trainees (Nachwuchskräfte), die sich im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Gütersloh zu Jugendmitarbeitern ausbilden lassen. Mitgemacht haben die Kirchengemeinden Beckum, Gütersloh, Friedrichsdorf, Neubeckum, Oelde, Rheda-Wiedenbrück, Sennestadt, Verl und Wadersloh.
Die Tage begannen und endeten mit einer Andacht. Vormittags standen Unterrichtseinheiten zum Thema „Jesus“ auf dem Programm. So erlebten die Jugendlichen nach Angaben des Kirchenkreises die Taufe Jesu „live“ als Bibeltheater im Frauensee und überlegten dann, was ihre eigene Taufe für sie bedeutet. Auch Aspekte wie Schuld und Vergebung sowie das Abendmahl hätten die Mitarbeiter für die Jugendlichen lebensnah und sinnlich erfahrbar aufbereitet. „In dieser Woche leben wir mit den Konfirmanden als Gemeinde auf Zeit“, erklärt Konfi-Camp-Geschäftsführer Wolfgang Laubinger. Der kreiskirchliche Jugendreferent betont: „Dabei wollen wir sie natürlich auch für unseren Glauben begeistern.“
Nachmittags konnten die Konfirmanden aus 50 Workshop-Angeboten auswählen: Ob sportlich, technisch oder kreativ – für jeden Geschmack war etwas dabei. Hinzu kamen Spiele zur Stärkung der Gemeinschaft: Nur im Team konnten die Jugendlichen einen imaginären „reißenden Fluss“ überwinden, ein gefährliches „Spinnennetz“ durchqueren oder ein Seil entknoten. Abends schließlich durfte jeder auf der Showbühne seine Talente entfalten oder mit der Konfi-Camp-Band „7 days made“ feiern. Höhepunkte waren ein Tagesausflug nach Berlin und der Markttag, an dem alle Gruppen an Ständen selbst gemachte Leckereien, witzige Spiele, Serviceleistungen und Geschenkartikel anboten.
Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr musste beim Konfi-Camp auf gemeinsames Grillen verzichtet werden. Bei einer Abendandacht sorgte LED-Technik für das erleuchtete Labyrinth. Andere Beeinträchtigungen wie bei einem Gewitter beschädigte Zelte oder kleine Wehwechen taten der guten Laune keinen Abbruch.
„Das Miteinander in der Gruppe finde ich toll“, sagt ein Mädchen. Einem Jungen gefallen „die Betreuer, die Spiele, die Workshops und die netten Freunde“. Wie gut die Mischung von Konfirmandenunterricht und Freizeit, Spaß und Spiritualität bei den jungen Leuten ankam, zeigt nach Angaben des Kirchenkreises ein Video im Internet. „Macht Spaß, ist cool“, fasst ein Junge seine Eindrücke zusammen. Auch die – überwiegend ehrenamtlichen –Mitarbeiter kommen in dem Film zu Wort. Viele von ihnen waren selbst vor Jahren als Konfirmand dabei und fahren jeden Sommer wieder mit.
„Es ist einfach toll, wie die Ehrenamtlichen das Camp tragen und es sich von Jahr zu Jahr weiter entwickelt“, freut sich Laubinger. „Das Konfi-Camp ist eine einmalige Chance, junge Menschen zu erreichen. So etwas muss man einfach machen!“
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