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 Von Schiffen und Klabautermännern
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Auf der Suche nach Nahrung haben Menschen schon vor vielen tausend Jahren versucht, sich auf dem Wasser bewegen zu können. So waren die ersten Wasserfahrzeuge sicher Flöße, Einbäume oder Boote aus Schilf. Anfangs benötigten die Menschen immer die eigenen Muskeln zur Fortbewegung. Dann entdeckte man die Kraft des Windes. Die ersten uns bekannten Segelschiffe bauten die Ägypter vor 6000 Jahren, um den Nil zu befahren. Man fand Modelle dieser Boote sogar in Grabstätten. Damals kamen Rahsegel, also viereckige Segel, zum Einsatz. Die Phönizier, ein Volk aus der Antike, waren sehr gute Seefahrer. Sie machten um 800 vor Christus weite Reisen über das Meer und umsegelten den ganzen afrikanischen Kontinent. Sie, die Griechen und die Römer entwickelten die Schiffe zu noch seetüchtigeren weiter. Die Wikinger, auch hervorragende Seeleute, bauten um 1000 vor Christus ähnliche Langschiffe, die aber schmaler und schneller waren. Große Fortschritte gab es im Mittelalter, etwa 500 bis 1500 nach Christus. Schiffe wurden leichter lenkbar durch das Steuerruder. Man baute zusätzliche Masten ein und das Lateinersegel wurde erfunden, ein Dreieckstuch, mit dem man geschickt den Wind nutzen kann. Bedeutsam war die Erfindung des magnetischen Kompasses. Bevor es den gab, richteten sich die Seefahrer nach den Sternen am Himmel oder nach Türmen und Burgen an Land. Erst mit dem Kompass waren sie nun in der Lage, sich außer Sichtweite des Landes zu bewegen. So konnte Christoph Kolumbus aufbrechen, um den Seeweg nach Indien zu suchen. Dass er dabei 1492 einen neuen Kontinent entdeckte, der später Amerika genannt wurde, weiß heute jedes Kind. Auch der Portugiese Ferdinand Magellan startete 1519 zu einer ersten Weltumsegelung, die zwei Jahre dauerte.
Nach Erfindung der Dampfmaschine, verwendete man ab Mitte des 19. Jahrhunderts immer häufiger Dampfschiffe. Im 20. Jahrhundert hielt der Dieselmotor in der Schifffahrt Einzug. Fast alle großen Schiffe fahren heute damit. Die Geschwindigkeit wird in der Seefahrt international in Knoten gemessen, weil früher ein Brett an einer Schnur ausgeworfen wurde, an der sich Markierungsknoten befanden. Bei schneller Fahrt liefen viele Knoten an der Schnur in einer gewissen Zeit über Bord. Die Schiffe von heute sind fast alle aus Stahl gebaut. Der Rumpf besteht aus aneinander geschweißten Stahlplatten.

Und was hat es nun mit dem Klabautermann auf sich? Ein kleines Männchen mit gelben Zähnen und roten Haaren, so soll er ausgesehen haben. Seeleute waren oft abergläubisch und dachten, dass es sich dabei um einen guten Schiffsgeist handelte, der Quatsch machte und an Bord herumpolterte, aber den Kapitän auch vor Gefahren warnte. Ganz bestimmt war das nur geflunkert! Und wenn ein Seemann Unsinn erzählt, dann sagt man, er hat Seemannsgarn gesponnen.

Silvia Friedrich
 Tor, Tor! Fußball-Europameisterschaft
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Am Samstag, 7. Juni, beginnt die Endrunde der 13. Fußball-Europameisterschaft. Sie dauert bis zum 29. Juni und wird erstmals in Österreich und der Schweiz ausgetragen. Es treten 16 Nationalmannschaften gegeneinander an. Zunächst werden in vier Gruppen die besten Teams ausgespielt. Deutschland spielt in der Gruppe B gegen Polen (Sonntag, 8. Juni, 20.45 Uhr), Kroatien (Donnerstag, 12. Juni, 18 Uhr) und Österreich (Montag, 16. Juni, 20.45 Uhr). Die beiden besten Teams einer Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale. Danach geht es im K.-o.-System weiter. Wer dann ein Spiel verliert, scheidet aus. Es gibt 31 Spiele, die in acht Stadien stattfinden. Der Europameister 2008 wird im Endspiel am 29. Juni in Wien ermittelt.
Insgesamt werden zu dem dreiwöchigen Turnier, das unter dem Motto „Erlebe Emotionen“ steht, 1,4 Millionen Zuschauer erwartet. Neben den Zuschauern in den Stadien werden mehrere Millionen Fans auf offiziellen Fanmeilen in den Spielstädten unterwegs sein. Auch hier kann man vielerorts die Spiele auf großen Leinwänden verfolgen. Vermutlich werden mehr als acht Milliarden Zuschauer vor den Fernsehern ihrer Mannschaft die Damen drücken.
 Bauwettbewerb für Kinder aus aller Welt
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Die Lego-Gruppe ruft anlässlich des 50. Jubiläums des Lego- Steins unter dem Motto „Kinder bauen Zukunft“ zu einem weltweiten Bauwettbewerb auf. Die kreativsten Lego-Bauer aus mehr als 30 Ländern nehmen am 11. Oktober 2008 im Legoland Dänemark in Billund an einem großen, globalen Bauevent teil. Ab dem 1. Juni können sich Kinder im Alter zwischen drei und 15 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem Foto ihres schönsten Bauwerks zum Thema „Fahrzeuge der Zukunft – zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ um die Teilnahme bewerben. Einsendeschluss ist der 31. Juli. Detaillierte Teilnahmeinformationen gibt es im Internet unter www.LEGO.com/50Jahre.
Alle Teilnehmer des Wettbewerbs haben die Chance, eines von 1000 Bau-Sets zu gewinnen. Darüber hinaus wählt die Lego- GmbH aus allen Einsendungen die drei besten pro Land aus und lädt die Erbauer mit ihren Familien zu einer Vorausscheidung ein. Diese findet am 13. September im Legoland Deutschland in Günzburg statt. Die Aufgabe der Teilnehmer wird es sein, innerhalb einer vorgegebenen Zeit aus einer bestimmten Anzahl von Steinen das „Haus der Zukunft“ zu bauen. Jeweils ein Kind aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird von einer fachkundigen Jury zum kreativsten Lego-Bauer seines Landes gekürt. Die drei Gewinner der Vorausscheidung können sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen: Gemeinsam mit ihren Familien reisen sie vom 10. bis 12. Oktober ins Legoland Dänemark in Billund, dem Geburtsort des bunten Bausteins. Gemeinsam mit den Siegern aus Japan, Ungarn, Guatemala und den mehr als 30 weiteren teilnehmenden Ländern bauen sie an einer Weltkarte, die ab dem 12. Oktober dort dauerhaft zu bewundern ist.
Lego GmbH
 Klein, aber oho! – Die Atome
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Vor über 2000 Jahren hatten im alten Griechenland zwei Männer namens Leukipp und Demokrit eine Idee. Was wäre wohl, so überlegten sie, wenn man alle Dinge um uns herum, in immer kleinere Teile teilt bis man an das letzte Bausteinchen gerät, dass man einfach nicht mehr teilen kann. Weil „unteilbar“ auf Griechisch „atomos“ heißt, nannten sie diese Grundbausteine Atome. Noch heute bezeichnen wir die Grundteilchen eines Stoffes als Atom.
Die Beiden waren mit ihrer Vorstellung schon auf der richtigen Spur. Alle Dinge, die uns umgeben, Bäume, Häuser, die Erde, die Sonne, unsere Körper bestehen aus diesen Atomen. Sie sind die Bausteine von allem. Da sie aber unendlich klein sind, können wir sie nicht sehen. Wenn man 10 Millionen Kohlenstoffatome hintereinander aufreiht, hätte diese Kette eine Länge von eineinhalb Millimetern! So glaubte man den beiden Griechen lange nicht. Doch als im Jahre 1803 der englische Chemiker John Dalton die Überlegungen zu den Atomen genau untersuchte, bestätigte er, dass sie recht hatten.
Später entdeckten die Forscher, dass die Atome doch noch weiter teilbar sind und aus einem Kern und einer Hülle bestehen. Der Kern wiederum setzt sich zusammen aus positiv geladenen Teilchen, den Protonen, und elektrisch ungeladenen Teilchen, den Neutronen. Die Atomhülle besteht aus negativ geladenen Elektronen, die um den Atomkern kreisen. Da der Kern positiv geladen ist und die Elektronen negativ, gleicht sich das Ganze wieder aus. Somit ist das Atom dann gar nicht geladen, sondern elektrisch neutral. Wenn ihr euch vorstellt, dass der Kern eines Atoms die Größe einer Murmel hätte, dann wäre das ganze Atom so groß wie der Kölner Dom. Der Kern macht dabei das meiste Gewicht aus. Die Atome unterscheiden sich durch die Anzahl der Protonen im Kern. Das leichteste und einfachste Atom ist das Wasserstoffatom. Um einen kleinen Kern mit einem Proton, kreist nur ein einziges Elektron.
Stoffe aus nur einer Art von Atomen, nennt man Elemente. Diese sind die Grundstoffe, aus denen das ganze Universum besteht. Elemente sind zum Beispiel Sauerstoff, Eisen, Schwefel, Wasserstoff. Es gibt 93 natürlich vorkommende Elemente und 24 künstlich herstellbare. Insgesamt kennen wir bis jetzt 117. Das bedeutet aber nicht, dass es keine weiteren gibt. Vielleicht werdet ja grade ihr eines Tages ein weiteres Element entdecken. Atome können sich miteinander zu größeren Teilchen verbinden, den Molekülen. Zwei Wasserstoffatome bilden so zusammen ein Wasserstoffmolekül. Die meisten gasförmigen Elemente bestehen aus diesen Zweiergruppen. Wenn das Wasserstoffmolekül sich mit einem Sauerstoffatom zusammenschließt, erhalten wir ein Wassermolekül. Ist das nicht ein richtiges Wunder? Wenn ihr ein Glas Wasser trinkt, sind darin eine unzählige Menge dieser Wassermoleküle enthalten.
Silvia Friedrich
 Gestatten, ich bin ein Maikäfer
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„Gestatten, Maikäfer. Heute möchte ich euch mich und meine Familie vorstellen. Eigentlich gibt drei verschiedene Arten von uns. Die anderen beiden sind jedoch sehr selten und ich gehöre zu der bekanntesten Art.
Ich bin braun, werde etwa zwei bis drei Zentimeter lang, habe sechs Beine, zwei Fühler und Augen. Die Fühler unterscheiden mich auch von meiner Frau. Dazu muss man aber schon genau hinsehen. Wie bei allen Maikäfermännern sind meine Fühler nämlich länger.
Ich kann fliegen und dabei summe und brumme ich recht laut. Das heißt, es hört sich so an, als ob ich summe. Das Geräusch kommt nämlich von meinen schnell schlagenden Flügeln. Wie schon mein Name sagt, findet man mich im Mai in der Natur.
In flachen Gebieten halte ich mich viel lieber auf als in den Bergen. An lauen Maiabenden fliege ich auf und begebe mich auf die Suche nach Futter. Ich fresse Blätter. Besonders mag ich die Blätter von Kastanien, Buchen, Birken oder Eichen. Auch Nussbäume, Pappeln oder Eberesche nasche ich ganz gerne. In manchen Gegenden gibt es sehr viele von uns. Wir fressen ganze Bäume und Wälder kahl, wenn wir zahlreich auftauchen.
Meine Frau fliegt, wenn sie dick und rund gefressen ist, zu einem Feld in der Nähe. Sie gräbt dort ein Loch in die Erde und legt bis zu 30 Eier hinein. Dann braucht sie eine Pause und muss wieder ordentlich fressen. Anschließend fliegt sie noch einmal zur Eiablage zum Feld und gräbt ein neues Loch.
Unsere Kinder sehen erst einmal ganz anders aus als wir. Aus den Eiern schlüpfen nämlich wurmartige weiße Larven, auch Engerlinge genannt.
Zwei Jahre lang leben sie unter der Erde und fressen Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen. Die Larven verpuppen sich im dritten Jahr und im darauf folgenden Jahr schlüpft erst ein fertiger Maikäfer aus ihnen. So dauert es bis zu vier Jahre, bis unsere Kinder das Tageslicht erblicken. Unsere Kinder, die Engerlinge also, werden in Gärten gar nicht gerne gesehen. Sie fressen nämlich für ihr Leben gerne die Wurzeln von Salat und anderen Nutzpflanzen.
Daher werden sie auch von den Menschen als Schädlinge bekämpft. Dabei sind wir ganz friedlich und hübsch obendrein!“
Gabriele Matzantke
 Aufregung im Osterhasendorf
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Ein nebelgrauer Schleier legte sich über das Tal unten am Fluss. Das alleine war ja nichts Ungewöhnliches, doch an diesem Tag war etwas anders als sonst. Im Osterhasendorf herrschte heller Aufruhr.
Mit einem Mal waren nämlich alle bereits gefärbten Ostereier grau. Genau genommen war das ganze Dorf grau. Anders als unten im Tal, war hier im Osterhasendorf nicht nur der Himmel grau, sondern einfach alles. Das Gras, die Bäume, die Malstube, das Schulhaus und sogar der Osterhase und seine ganze Familie. Alle seine Freunde und Nachbarn waren über Nacht grau und niemand wusste eine Erklärung.
Der Osterhase hatte eine Versammlung im Schulhaus einberufen. Wild redeten sie durcheinander. „In ein paar Tagen ist Ostern. Was sollen wir nur machen?“ „Wir können doch unmöglich graue Eier ausliefern.“ „Was ist denn nur geschehen? Seht, wie wir ausschauen.“
Der Osterhase versuchte, die anderen Hasen zu beruhigen. „Ich werde der Sache auf den Grund gehen. Einstweilen können wir nichts tun.“
Nach der Versammlung ging er nachdenklich am kleinen See spazieren. Seine ganze Familie war seit vielen Generationen im Osterhasen-Geschäft gewesen. Doch nie zuvor hatte er von so einem sprichwörtlich grauen Tag gehört. Selbst in der großen Familienchronik gab es keinerlei Hinweis, wie er bereits früh am Morgen festgestellt hatte.
Hinter einem Gebüsch hörte er ein leises Wimmern und näherte sich diesem langsam. Ein großes dunkles Etwas saß dort und sah sehr unglücklich aus. Es schluchzte und seufzte vor sich hin. „Wer bist du und was machst du hier?“, fragte der Osterhase. „Ach … ich bin so unglücklich“, antwortete das Etwas und erzählte dem Osterhasen seine Geschichte.
Es erzählte davon, wie alleine und einsam es durchs Leben ging. Es hatte keine Familie und keine Freunde. Nicht einmal eine Arbeit hatte dieses Wesen. Darüber war es dann immer trauriger, seine Gedanken immer dunkler und sein Leben immer freud- und farbloser geworden.
„Und eines Tages wurde alles um mich herum grau und trist. Sieh doch selbst. Wo ich hingehe, da ist es trostlos. Sogar die Farben verschwinden.“
„Nun sei doch kein Trauerkloß“, sagte der Osterhase. „Ich habe eine Lösung für dich. Du hilfst uns, die Eier zu bemalen und deine Traurigkeit verschwindet. Dann kommen auch die Farben wieder. Bleib einfach bei uns und so ist uns allen geholfen. Du hast Freunde und Freude und wir bringen die Freude zu den Menschen.“
Gesagt. Getan. Fortan lebte der Trauerkloß glücklich im Osterhasendorf und war plötzlich gar kein Trauerkloß mehr. Er hatte eine Aufgabe gefunden und Freunde. Das Osterfest und der Trauerkloß waren gerettet.

Gabriele Matzantke
 Die Welt ist eckig
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Deutschland ist vom 19. bis zum 30. Mai 2008 Gastgeber der 9. UN-Naturschutzkonferenz zur Biologischen Vielfalt. Dann wollen sich 5000 Gesandte aus allen Ländern der Erde in Bonn auf Maßnahmen gegen die anhaltende Naturzerstörung verständigen. Die Zeit drängt, denn beim Weltgipfel in Johannesburg 1992 hatten die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt beschlossen: Der rapide Verlust an biologischer Vielfalt soll bis zum Jahr 2010 wenigstens gebremst werden.
Die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V will den Konferenzteilnehmern zeigen, was Kindern aus ganz Europa wichtig ist. In einen Karton packen alle, die mitmachen wollen, das hinein, was zum Thema Vielfalt passt. Bei der Gestaltung des Inhalts ist Kreativität gefragt: Es können Gedichte über das Rascheln des Schilfs sein, Tonaufnahmen von balzenden Fröschen, getrocknete süße Beeren, Fotos von Freunden und Freundinnen, Zeichnungen von Wolken, eine Sammlung von Lieblingsspielen, in Gips gegossene Hufabdrücke von Kühen, Schlangenhaut, Eierschalen oder Wasserproben, Erde, Übersichtstabellen, Musik, Beschreibungen, Filme, Muster, Fingerabdrücke, Rezepte, Beobachtungen, Wünsche, usw. - Jedes Mittel ist Recht!
Alle Kisten werden auf der Vor-Konferenz Ende November 2007 in Berlin Bundesumweltminister Sigmar Gabriel persönlich übergeben und auf der Konferenz im Mai 2008 ausgestellt werden. Eine Auswahl der Kisten wird in einer Dokumentation (Internet und hoffentlich auch als Buch) veröffentlicht. Wer mitmacht, bekommt ein Exemplar geschenkt
Die Kiste (maximale Größe Höhe 15 cm x Breite 20 cm x Länge 40 cm, z.B. ein Schuhkarton) sollte mit dem entsprechenden Infoblatt möglichst bis zum 18. September 2007 an die BUNDjugend (das Porto wird euch erstattet) gesendet werden. Das Infoblatt gibt es unter http://www.bundjugend.de als Download. Es gibt noch zwei weitere Einsendetermine am 10. November 2007 und am 8. April 2008.
Adresse BUNDjugend e.V., Bundesgeschäftsstelle, „Die Welt ist eckig“, Am Köllnischen Park 1a, 10179 Berlin, Deutschland.
 Ritterbilder vom Glocke-Gewinnspiel
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Mächtige Burgen mit hohen Zinnen, mutige Ritter in glänzenden Rüstungen und kampfbereite Schlachtrösser - die Teilnehmer des Glocke-Gewinnspiels zum Thema Ritter haben sich eine Menge einfallen lassen. Eine Auswahl der tollen Bilder seht Ihr hier im Kinderclub.

Kennt Ihr eigentlich die Sage von König Artus und den Rittern der Tafelrunde?

Zwölf Ritter versammelte König Artus von Britannien als politischen Rat, um das sagenumwobene Königreich Camelot zu regieren. Sie galten als die tugendhaftesten Ritter. Genaues weiß man aber eigentlich gar nicht. Die Sage wurde in Britannien und von den Normannen mündlich überliefert und jeder dichtete noch etwas dazu. Später schrieben Mönche die Geschichten rund um das sagenhafte Camelot auf.
Demnach wurde derjenige König von Britannien, der es schaffte das keltische magische Schwert Excalibur aus dem Stein zu ziehen. Dies schaffte natürlich jener König Artus.

Die Sage spielt zu einer Zeit, als zwei Religionen auf der britischen Insel sich gegenüberstanden, die keltische und die christliche. Unter König Artus wird Britannien schließlich christlich.
 Aufregende Suche nach dem Piratenschatz
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Verdammt kalt ist es in dieser Höhle und nass noch dazu. Lukas, Maria und Florian hätten einfach nicht hier her kommen sollen. Ihre Eltern haben sie oft gewarnt. Nun sitzen sie fest. Das Schlimme ist, dass sie sich nicht verlaufen haben, sondern eingesperrt wurden.
Sie haben sich in den Ferien kennen gelernt und von den Einheimischen erfahren, dass es auf dieser Insel eine geheimnisvolle Höhle gibt, die von Piraten als Schatzkammer benutzt wurde. „Das ist cool. Lasst uns die Höhle auskundschaften. Vielleicht finden wir sogar einen Schatz“, schlägt Flo vor. „Bist du verrückt geworden? Weißt du nicht, dass Piraten gefährlich sind?“, wettert Maria. „Papperlapapp! Was soll uns denn schon groß passieren?“
Die Jungs sind sich einig und Maria lässt sich überreden. „Wir suchen die Höhle morgen am Nachmittag auf. Gesagt, getan und schon sind die drei mit einer Taschenlampe ausgerüstet am Eingang der Höhle direkt unten am Strand. „Seid ihr sicher, dass uns nichts passiert?“, fragt Maria. „Na klar. Es gibt doch gar keine Piraten mehr.“
Vorsichtig gehen sie in die Höhle hinein. Die Luft ist feucht und es liegen viele Stolpersteine im Weg. Immer tiefer gehen sie hinein und finden plötzlich einen riesigen Raum. Er ist mit ein paar alten Holzfässern verdeckt, die sie aber gemeinsam beiseite schieben können.
Gespannt betreten sie den Raum. Viele Kisten und Säcke sind dort gestapelt. Gerade als Maria einen der Säcke öffnen will, hören sie hinter sich Schritte. Lukas macht die Taschenlampe aus und sie verhalten sich mausestill. Ein paar Männer kommen näher. „Lass und die Ware hier lagern. Verflixt. Der Durchgang ist offen. Lass ihn uns dich machen“, hören die Kinder. Ängstlich verstecken sie sich hinter ein paar Kisten und beobachten wie ein Mann mit Fackel und einem langen Bart zwei anderen leuchtet. Sie versperren den Ausgang mit zahlreichen Kisten und riesigen Felsbrocken. Dann ist es auf einmal stockfinster und die Männer entfernen sich.
„Von wegen, es gibt keine Piraten mehr“, weint Maria und heult laut los. Zum Glück hat sie das gemacht. Die Männer haben sie gehört und kehren um. Sie sind gar keine Piraten sondern Händler, welche die Schafwolle der umliegenden Schafzüchter in der Höhle lagern. Sie zeigen den Kindern ein paar echte Höhlenbilder, die von den Piraten stammen sollen. Vorerst haben die drei aber genug von spannenden Piratenabenteuern.
Gabriele Matzantke
 Benjamin Blümchen feiert Geburtstag
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Er war schon „Berliner des Jahres“, engagierte sich als Botschafter für Unicef und saß bei Thomas Gottschalk auf dem „Wetten, dass...?“-Sofa: Seit der sprechende Elefant vor 30 Jahren bei Herrn Tierlieb im Neustädter Zoo eingezogen ist, zählt Benjamin Blümchen Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt zu seinen Fans.
In allen Geschichten von Benjamin Blümchen stehen Spaß und Freundschaft an erster Stelle. Inzwischen wurden über 61 Millionen Hörspielkassetten und -CDs mit dem Elefanten in der roten Jacke und der blauen Hose verkauft, seine Zeichentrickepisoden sind weltweit in 34 Ländern zu sehen.
Kein Wunder, denn gemeinsam mit seinen besten Freunden Otto und Stella stürzt sich der gutmütige Dickhäuter neugierig in spannende Abenteuer. Diese führten sie bereits nach Afrika, Indien und sogar bis zum Mond. „Eine schier unendliche Fundgrube für meine Sensationsartikel in der Neustädter Zeitung“, schwärmt Karla Kolumna, die rasende Reporterin aus Benjamins Geschichten.
Mit seiner Tollpatschigkeit, oft unkonventionellen Ideen und viel Engagement meistert der liebenswerte Elefant alle Herausforderungen. Ganz nebenbei hat Benjamin Blümchen – stets hilfsbereit zur Stelle – eine gute Figur in etlichen Berufen gemacht, zum Beispiel als Bademeister, Kinderarzt, Verkehrspolizist und Zirkusclown.
Auf seine Figur muss er allerdings achten: Benjamin Blümchen hat eine Schwäche für Zuckerstückchen. Stella und Otto haben ihren großen Freund dazu gebracht, sich verstärkt mit gesunder Ernährung und Sport zu befassen. Glücklicherweise tanzt er leidenschaftlich gern, spielt Fußball und hat schon große Erfolge in der eigens organisierten Zoo-Olympiade gefeiert. So kann er auch weiterhin mal ein bisschen naschen. „Herr Blümchen ist fast immer gut gelaunt und hat ständig ein Scherzchen unter dem Rüssel – das ist so erfrischend“, urteilt Karla Kolumna.
 Gericht entscheidet: Pumuckl darf Freundin haben
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Der rothaarige Kobold Pumuckl ist mitten rein geraten in einen Streit. Dieser Zoff kam vor Gericht. Die Richter in München mussten prüfen, ob der kleine Klabauter eine Freundin haben darf oder nicht. Ja, entschieden nun die Richter. Bei einem Malwettbewerb für Kinder darf der Pumuckl eine Freundin bekommen.


Worum ging es genau? Der Veranstalter des Wettbewerbs hatte dem Gewinner versprochen, er darf die echte Zeichnerin des Kobolds – Barbara von Johnson – besuchen. Und er sollte sogar an einer Hochzeit von Pumuckl teilnehmen dürfen.


Die Schreiberin und Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut fand das nicht gut. Sie sagte, sie habe wichtige Rechte an der Figur und ging vor Gericht. Die Autorin wollte der Zeichnerin Johnson verbieten lassen, bei dem Wettbewerb mitzumachen. Doch das Gericht lehnte ihren Antrag nun ab. Die Richter sagten am Donnerstag: Jeder darf Pumuckl in seinem privaten Bereich verheiraten. Also: Ihr dürft das auch!

Diskutiert über das Thema in unserem Kinderclub-Forum
 Ein Forscher-U-Boot für das Weltall
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Viele von euch besitzen sicherlich ein Fernrohr. Mit so einem Fernrohr, auch Teleskop genannt, kann man in klaren Nächten ganz wunderbar die Sterne beobachten. Vielleicht ward ihr auch schon einmal in einer Sternwarte? Dabei handelt es sich, wie ihr sicher wisst, meistens um ein Gebäude mit einer oder mehreren Kuppeln, in denen man große Teleskope aufbewahrt zur Beobachtung der Planeten und Sterne. Mit diesen Fernrohren sieht man natürlich wesentlich mehr als mit den kleinen, die wir zuhause besitzen. So lohnt sich immer ein Ausflug in eine Sternwarte, wenn man das Glück hat, eine in der Nähe zu haben.
Einer der bedeutendsten Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts hieß Albert Einstein (kleines Foto). Er wurde 1879 in der Stadt Ulm in Deutschland geboren und starb 1955 in Amerika. Bestimmt habt ihr bereits von ihm gehört. Er war Physiker und wird von vielen Leuten zu Recht ein wahres Genie genannt. Albert Einstein interessierte sich sehr für die Sternenkunde, die man auch als Astronomie bezeichnet. Er dachte viel darüber nach, wie das Weltall wohl beschaffen ist, wie sich die Planeten und Sterne verhalten und warum.
Als genialer Physiker und Mathematiker war er in der Lage, die Zusammenhänge im Weltall zu berechnen und sie sich im Kopf vorzustellen. Seine Überlegungen bewiesen sich dann sehr oft als wahr. Als Kind hatte der kleine Albert einen Kompass geschenkt bekommen. Dieses Gerät faszinierte ihn so sehr, dass sein Forschergeist für immer geweckt war. Welcher geheimnisvollen Kraft war diese eingeschlossene Kompassnadel unterworfen, wenn sie immer nach Norden zeigen musste? So stellte er sich und seinen Eltern immer wieder Fragen dieser Art. Wieso wird es nachts dunkel? Woraus bestehen Sonnenstrahlen? Wie wäre es, auf einem Lichtstrahl zu reisen? Natürlich konnten ihm seine Eltern auf vieles keine Antwort geben. Niemand wusste genau, wie das Weltall beschaffen ist, welche Kräfte dort wirken und warum.
Eigentlich weiß man es bis heute nicht genau. Aber, Albert Einstein hat uns alle mit seinen Forschungen der Wahrheit ein wenig näher gebracht. Seine berühmtesten Überlegungen bezeichnet man als „Relativitätstheorie“. So hatte er zunächst eine spezielle und später eine allgemeine Relativitätstheorie aufgestellt.
Um einige Dinge, die er in diesen Theorien behauptete durch Experimente nachzuweisen, schuf der Architekt Erich Mendelsohn in den Jahren 1919 bis 1924 dieses Bauwerk, das man dann als Einsteinturm bezeichnete. Er steht in der Nähe der Stadt Berlin, am Stadtrand von Potsdam auf dem Telegrafenberg. Dieser Berg heißt so, weil sich dort vor fast zweihundert Jahren einmal eine Telegrafenstation befunden hat. Die gibt es natürlich längst nicht mehr. Dafür stehen hier viele andere Gebäude, in denen eifrig geforscht wird.
Der Einsteinturm, der aussieht wie ein U-Boot, ist in Wahrheit nur eine Umhüllung für ein Sonnenteleskop. Er galt einmal als bedeutendstes Instrument zur Sonnenbeobachtung in ganz Europa. Die Sonne zu erforschen ist sehr interessant, auch weil sie unser Zentralstern ist und uns Auskunft geben kann über viele Zusammenhänge im Weltall. Sie hat einen Durchmesser von 1 390 000 Kilometern. Auf ihrer Oberfläche ist es 5 527 Grad Celsius heiß und in ihrem Kern sogar unvorstellbare 15 599 726 Grad Celsius.Um die Strahlung dieses gewaltigen heißen Körpers nun zu untersuchen, lassen die Physiker die Sonnenstrahlen durch die geöffnete Kuppel des Turms hinein. Das Licht wird dann auf verschiedenen Wegen über Spiegel bis in den Keller gelenkt. Denn dort befinden sich die Labore, in denen man das Sonnenlicht untersucht. Aber, Vorsicht! Für uns alle gilt: man darf die Sonne niemals einfach nur so beobachten. Ihre Strahlung ist so stark, dass man mit Sicherheit seine Augen dabei für immer zerstört. Also, aufgepasst! Niemals direkt in die Sonne schauen.
Zur Beobachtung der Sonne benötigt man ganz spezielle Schutzfilter in den entsprechenden Teleskopen. Die Forscher, die im Turm arbeiten, wissen das natürlich ganz genau. Die Labore des Einsteinturms liegen übrigens im Keller unter der Erde, weil dort die Temperatur immer gleich ist und es keine Erschütterungen von außen gibt. So kann man ganz ungestört den wichtigen Forschungen nachgehen.
Der berühmte Herr Einstein hat einmal gesagt: „Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen.“ – Stimmt! Und daran wollen wir uns in Zukunft alle halten.
Silvia Friedrich
 Auf den Spuren eines schnellen Räubers
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Alle Kinder kennen den furchterregenden Dinosaurier Tyrannosaurus Rex. Der ebenso beeindruckende Saurier mit der Bezeichnung „Velociraptor“ ist dagegen nicht ganz so berühmt. Der Name leitet sich ab vom lateinischen „velox“, was „schnell“ bedeutet und „raptor“, was man mit „Räuber“ übersetzen kann.
Ja, und ein schneller und wendiger Räuber war er wirklich. Dieses fleischfressende Tier, nicht größer als ein Truthahn, gehört zu der Gruppe mit dem fast unaussprechlichen Namen der Dromaeosaurier, der Rennechsen. Es lebte in der Kreidezeit, genauer in der sogenannten Oberkreide, also vor ungefähr 80 bis 85 Millionen Jahren. Gefunden hat man die Knochen vieler dieser Tiere hauptsächlich in der heutigen Mongolei. Das ist ein Land im fernen Asien. So bezeichnet man den Saurier lateinisch auch als „Velociraptor mongoliensis“.
Er wurde etwa 1,80 Meter lang, wog um die 15 Kilogramm und hatte eine Hüfthöhe von ungefähr 60 Zentimetern. Der Velociraptor besaß in seinem Kiefer rasiermesserscharfe Zähne und drei stark gekrümmte Klauen an den Armen. An den Hinterbeinen hatte er zwei Klauen, auf denen er lief und jeweils eine sichelartige, scharfe Klaue, die bis zu sieben Zentimeter lang werden konnte und wie ein Klappmesser nach vorne schnellte, wenn er seine Beute riß. Dank seiner muskulösen Beine war er in der Lage, bis zu 90 Kilometer schnell in der Stunde zu laufen. Der lange Schwanz diente zum Ausbalancieren seiner Bewegungen.
Neueste Untersuchungen ergaben, dass der Saurier eine daunenfederähnliche Körperbedeckung aus einfachen Flaumfedern trug. Wahrscheinlich hat er im Rudel gejagt, so wie es heute noch beispielsweise die Wölfe tun. Der Velociraptor gilt als clever und klug, denn im Verhältnis zu seinem Körpergewicht war sein Gehirngewicht sehr groß. Für einen Saurier hatte er somit ein recht großes Gehirn.
Das Zeitalter, in dem die Dinosaurier die Erdoberfläche beherrschten, nennen wir Erdmittelalter oder Mesozoikum. Es begann vor 250 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren. Alle heutigen Erdteile bildeten damals noch eine große zusammenhängende Fläche, so dass sich die ersten Dinosaurier überallhin ausbreiten konnten. Vor 150 Jahren fand man den ersten Dinosaurierknochen und hat bis heute an die 700 verschiedene Arten entdeckt.
Die Forscher, die sich mit den Ausgrabungen befassen, nennt man Paläontologen.Vielleicht möchtet ihr später einmal so ein Dinosaurierforscher werden. Es gibt noch viel zu tun. Die Paläontologen behaupten nämlich, dass an die 900 Arten dieser gigantischen und beeindruckenden Tiere noch immer nicht entdeckt worden sind. Silvia Friedrich
 Spinat mal anders - Da wäre sogar Popeye neidisch
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Oma und Opa kommen zum Mittagessen zu Besuch. Mama fragt Lara und Felix: „Was wollen wir denn heute kochen?“ „Spinat. Ich möchte Spinat. Oder Pfannkuchen, oder beides“, kichert Lara und stellt sich gerade Spinatpfannkuchen vor.

„Igitt. Spinat ist langweilig und so grün. Das ist was für Popeye. Eier. Ich will Eier. Ein Omelett wäre gut“, sagt Felix. „Ich will aber keine Eier und kein Omelett“

„Halt ihr beiden“, schreitet Mama ein. „Wie wäre es denn, wenn wir so was Ähnliches wie Spinat-Omelett-Pfannkuchen machen?“ „Wie geht denn so was?“ „Ganz einfach. Wir backen Spinatküchlein. Da wir heute zu sechst sind, brauchen wir dafür 750 Gramm aufgetauten Rahmspinat, 3 Eier, 8-10 Esslöffel Mehl und etwas Salz, Pfeffer und Muskat zum Würzen. Lara, gibst du schon mal den Spinat in die Schüssel?“ „Klar. Mache ich.“

„Und Felix schlägt die Eier auf und gibt sie dazu, bitte.“ „Wenn es sein muss …“ So richtig Lust scheint er nicht zu haben. Eier und Spinat werden verrührt. Mit dem Mehl wird die Mischung angedickt und Mama schmeckt die Masse mit den Gewürzen ab.

Dann stellt sie eine Pfanne auf den Herd. Jana darf Fett hinein geben und Felix macht ganz vorsichtig mit einem großen Löffel dicke Kleckse aus dem Spinat-Omelett-Teig ins heiße Fett. Er will ja sich ja schließlich nicht die Finger verbrennen. Von beiden Seiten werden die Spinatküchlein ausgebacken.

„Wer möchte, kann noch etwas geriebenen Käse auf die Spinattaler streuen. Essen ist fertig“, ruft Mama und stellt das Essen auf den Tisch. Dazu gibt es Pellkartoffeln und Kräuterquark. Das hat Mama inzwischen schon alleine vorbereitet.

Opa langt gleich tüchtig zu. Zwei Spinatküchlein verschwinden gleichzeitig in seinem Mund. Schmatzend verkündet er: „Die schmecken echt prima. Oma macht die auch immer für mich. Man kann die Dinger aber auch kalt essen oder aufs Brot legen.“ Schon verschwindet das nächste Spinatküchlein in seinem Mund.

Gleich probieren auch die Kinder. Sie sind begeistert und Felix findet: „So ist Spinat ganz und gar nicht langweilig. Popeye wäre neidisch.“

Gabriele Matzantke
 Lilly Löwe wird ein Zirkus-Star
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Die kleine Lilly Löwe lebt mit ihrem Bruder Simbo und ihrer Mutter Sambi in Afrika. Sie spielt den ganzen Tag mit Simbo und findet das Leben herrlich. Eine Reisegruppe nähert sich, und Lilly springt ihr freudig entgegen. „Bleib hier. Menschen sind gefährlich“, warnt Sambi ihr Löwenkind.

Lilly versteckt sich in einer Hecke und beobachtet die Gruppe neugierig. Dann hört sie, wie die Menschen über sie und ihre Familie sprechen. Eine Frau sagt zu ihren Kindern: „Ihr müsst euch vor den wilden Tieren hier draußen in Acht nehmen. Besonders gefährlich sind die Löwen. Also bleibt immer bei der Gruppe.

„Gefährlich? Ich bin doch nicht gefährlich“, denkt Lilly. Ich möchte doch nur spielen. Traurig geht sie zu Mama Sambi zurück. Simbo lacht sie aus. „Du hättest mal auf Mama hören sollen. Menschen mögen uns nicht. Entweder fangen sie uns und verkaufen uns an Zoos oder sie erschießen uns und machen Trophäen aus unserem Fell.“
„Ist das wirklich so Mami?“ „Ja, kleine Lilly. Simbo hat leider Recht. Menschen und Löwen können keine Freunde sein. Sie haben Angst voreinander. Dabei sind Menschen viel gefährlicher als wir. Denn wir töten nur aus Hunger. Menschen töten aber auch aus Spaß und aus Angst. Aus lauter Freude sperren sie uns in Gehege ein, wo wir nie wieder heraus kommen. Halt dich von ihnen fern. Sonst endest du im Zoo.“

Lilly will aber wissen, ob die Menschen wirklich so schlecht sind. In der Nacht schleicht sie zum Lager. Schneller als sie es sich versieht, ist sie in einem Käfig gefangen. Sie hat große Angst. Eigentlich müsste sie jetzt fauchen und brüllen oder nach Mama Simba rufen. Sie kann aber nicht. Sie sitzt da mit großen Augen und starrt die Menschen an.

Sie bringen Lilly weg und anders als erwartet ist man sehr nett zu ihr. Der Zirkus ist ihr neues Zuhause, hat man ihr gesagt. Bald hat sie keine Angst mehr und spielt gerne mit dem Menschen, der sie versorgt. Er ist ein Dompteur und bringt ihr sogar kleine Kunststücke bei.

Eines Tages, Lilly ist mächtig gewachsen, sind ganz viele Menschen im Zelt um sie herum. Scheinwerfer sind auf das Löwenmädchen gerichtet. Ein Trommelwirbel erschallt. Lilly ist der Star in der Manege. Laut wie ein ganz großer Löwe brüllt Lilly nun auf Kommando. Das Publikum hält vor Spannung den Atem an, als ihr neuer Freund, der Dompteur, den Kopf in ihr Maul steckt. Die Zuschauer sind begeistert. Zum Schluss trägt die Löwin den Mann auf ihrem Rücken durch die Manege und alle klatschen laut. Lilly ist ein richtiger Star geworden.

Gabriele Matzantke
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