Leinen los zur Kreuzfashrt
durch die Geschichte
Sagenumworbene Ausgrabungsstätten, religiöse Prachtbauten und Sehenswürdigkeiten mit Bedeutung für die Weltpolitik präsentieren sich den Teilnehmern der „Glocke“-Leserreise „Schwarzes Meer und Inselträume“ wie die aufgeblätterten Seiten eines Geschichtsbuches. Die Ruinen von Troja, die Moschee Hagia Sophia in Istanbul und der Liwadija-Palast im ukrainischen Jalta liegen auf der Route der „MS Princess Daphne“ vom 22. September bis zum 5. Oktober 2009.
„Leinen los“ heißt es in Venedig für den klassischen Kreuzfahrer, den einige Leserreisende der „Glocke“ noch als „MS Ocean Monarch“ kennen. In die italienische Hafenstadt reisen Sie Tags zuvor aus dem Glockenland entweder mit dem modernen Bus oder, gegen Aufpreis von 179 Euro pro Person, mit dem Flugzeug ab/an Münster-Osnabrück.
Nach einem erholsamen Seetag erwartet Sie die Insel Zakynthos im Ionischen Meer. Die Hauptstadt Zakynthos dehnt sich in weitem Bogen an den sanft ansteigenden Ufern der Hafenbucht aus und wird von den Ruinen eines venezianischen Kastells überragt.
Istanbul ist wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. Auf jeder Erhebung steht eine osmanische Moschee. Die Hagia Sophia, älteste und größte Flachkuppel-Moschee, fasziniert die Besucher genauso wie der Sultans-Palast Topkapi-Serail und der Basar mit seinem breit gefächerten Angebot von Schmuck, Gewürzen, Lederwaren und anderen Dingen. Ein Bummel macht Spaß, und das eine oder andere Mitbringsel für die Lieben daheim findet sich gewiss.
Nach einen Vormittag auf See läuft das Schiff mit den großen, freundlich eingerichteten Kabinen in den Hafen von Jalta auf der Halbinsel Krim ein. Die idyllische Uferpromenade lädt zum Flanieren ein. Zeugnis der jüngeren Geschichte ist der Liwadija-Palast. Das Bauwerk erlangte Berühmtheit durch die Jalta-Konferenz 1945. Damals besiegelten Stalin (Sowjetunion), Roosevelt (USA) und Churchill (Großbritannien) die Aufteilung Deutschlands und die Machtverteilung in Europa nach dem Ende des Krieges.
Am nächsten Tag steht Odessa, die größte Hafenstadt der Ukraine am Schwarzen Meer, auf dem Programm. Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die 30 Meter hohe Potemkin-Freitreppe und das Theaterhaus.
Varna, größte Stadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste, ist seit dem Altertum ein bedeutender Hafen und Handelsplatz. Ein Ausflug zum „Steinernen Wald“ beschert den Blick auf ein geologisches Naturphänomen: Die bis zu fünf Meter hohen und drei Meter breiten Steingebilde haben ein tierisches oder menschliches Profil und dienten einst als Kult- oder Opferstätte.
Troja, Santorin und der Vulkan Ätna
Troja dürfte nicht zuletzt durch Homers berühmten Epos „Ilias“ eine der bekanntesten antiken Städte sein. Sein Werk handelt von der Entführung der schönen Helena nach Troja. Um Helena zurückzuholen, belagerten die Griechen jahrelang vergeblich die Stadt, bis sie schließlich auf die List kamen, sich mit einem Holzpferd Zugang zu verschaffen. Vom türkischen Canakkale aus können Sie nach Troja fahren.
Die nächste Station, die das freundlich-familiäre Schiff ansteuert, ist die Vulkaninsel Santorin. Der Blick während der Einfahrt in den Hafen auf die steile Kraterwand, deren Kamm weiß gekalkte Häuser säumen, überwältigt jeden Besucher dieser griechischen Ägäis-Insel.
Der Ätna, mit 3323 Metern Höhe Europas größter und aktivster Vulkan, prägt das Gesicht der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien. Der Ausflug zum Lava speienden Berg gilt als imposantes Naturerlebnis.
Nach so vielen Eindrücken nimmt MS Princess Daphne Kurs auf Nizza, wo die Kreuzfahrt nach einem Seetag endet.
|