Zeitunglesen ist nur etwas für Erwachsene? Stimmt nicht! Auch Kinder haben Spaß daran. Sie müssen nur die Chance bekommen, die Zeitung zu entdecken. Mit dem „Glocke“-Projekt „Zeitung in der Grundschule“ erhalten Schüler seit dem Frühjahr 2008 diese Möglichkeit. Sie lesen die Zeitung nicht nur, sondern ziehen auch als Reporter los.
Seit Anfang März 2010 läuft eine weitere Runde von „Zeitung in der Grundschule“ im Kreis Warendorf. 51 Klassen machen mit und sind als Reporter unterwegs. Was sie erlebt haben, ist hier nachzulesen.
Welchen Schläger braucht man, wenn man den Golfball weit schlagen möchten? Welchen, wenn es nur noch eine kurze Strecke bis zum Loch ist? In die Geheimnisse des Golfens haben sich die Schülerreporter der Klasse 4b der Edith-Stein-Schule einweihen lassen.
Ostenfelde (gl). Schon von weitem ist der Golfplatz Schloss Vornholz mit seiner Anlage zu erkennen. Bodo Neumann, mehrfacher Vereinsmeister, empfängt uns. Doch es regnet stark. Deshalb werden wir, die Schülerreporter der Klasse 4a der Edith-Stein-Schule Oelde, zunächst in eine Scheune geführt.
Bodo Neumann zeigt uns dort eine interessante Maschine. „Was kommt da aber viel Luft heraus“, wundern sich einige von uns. „Mit dem Luftdruck reinigen die Golfer nach dem Spiel ihre Schuhe“, erklärt Bodo Neumann. Das dürfen wir auch einmal ausprobieren. Dann holt Bodo Neumann seine Golftasche. Wir staunen, als er uns seine Schläger erklärt. Sie unterscheiden sich in Größe und Form. Nun schauen wir in einen großen Raum, in dem die Spieler ihre Bags und Trolleys, also ihre Taschen und Taschenwagen, aufbewahren.
Dann gehen wir mit dem Golflehrer Toni Naumann zur Driving-Range. Das ist der Übungsplatz, auf dem die Spieler trainieren dürfen. „Dürfen wir jetzt auch mal spielen?“, fragen unsere Mitschüler Paul und Till. Der Golflehrer erklärt, wie man den Golfschläger anfasst und sich richtig hinstellt. „Das ist ja gar nicht so einfach“, ruft Bianca erstaunt. Wir treffen zuerst nicht bei jedem Schlag, können dann aber doch einige Treffer feiern. Natürlich wollen wir auch sehen, wie weit ein guter Golfspieler den Ball schlagen kann.
Wir staunen, als Toni Naumann ausholt und den Ball über die 200-Meter-Markierung schlägt. „Werde ich das wohl auch einmal schaffen?“, fragen sich einige von uns. Dann gehen wir gemeinsam zum Putting-Green. Dort dürfen wir mit einem Putter (sprich: Patter) den Golfball über den Rasen spielen. Das ist ein Schläger, mit dem der Spieler kurze Distanzen spielt. „Das geht ja einfach!“, meint Simon. Doch Bodo Neumann erklärt, dass gerade bei kurzen Schlägen der Spieler sehr aufmerksam und genau spielen muss, um nicht wertvolle Punkte zu verlieren.
Ganz begeistert sind wir, als Greenkeeper David Geve mit einer Maschine ein neues Loch in die Erde stanzt. Die Löcher, in die der Ball rollen muss, werden immer wieder verlegt, damit sich der Rasen erholen kann.
Die Schülerreporter haben einige Fachbegriffe rund um das Thema Golf gesammelt:
Bag: (sprich: Bäg) Das ist die Golftasche für die Ausrüstung. Green: (sprich: Grien) Die englische Bezeichnung für ein Rasenstück. Greenfee: (sprich: Grienfie) Eine Gebühr, die von Gästen zu zahlen ist, um auf dem Platz spielen zu dürfen. Hole in one: (sprich: houl in wuan) Das Spielen einer Bahn mit einem einzigen Schlag. Tee: (sprich: Tie) Ein Ständer für den Golfball. Trolley: (sprich: Trollie) Ein Wagen, mit dem man die Golftasche hinter sich herziehen kann.
Ein Feuerwehrauto ist so schwer wie vier Elefanten. Das ist ganz schön viel, meinen die Schülerreporter der Klasse 4a der St.-Marien-Schule Enniger. Sie haben aber bei ihrem Besuch in der Feuerwache Enniger noch viel mehr interessante Dinge entdeckt.
Enniger (gl). Die Reporter der Klasse 4a der Grundschule St. Marien in Enniger staunen nicht schlecht, als sie die vergrößerten Bilder verschiedener Feuerwehreinsätze sehen. Vom Scheunenbrand bis zum abgebrannten Fernseher ist alles dabei.
Was wir machen sollen, wenn wir in wirklichen Leben so etwas sehen, üben wir gemeinsam mit den Männern der Freiwilligen Feuerwehr Enniger. Wir erfahren viel darüber, wie man einen Notruf richtig absetzt. Zum Notruf gehören die fünf W-Fragen: Wer ist da? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wann ist es passiert? Wie viele Personen? Die Regeln lauten: Die Notrufnummer wählen, keinen anlügen, die Ruhe bewahren, am Telefon nicht die Feuerwehr beleidigen, erst anrufen, dann aus dem Haus rennen.
Bei unserer Notruf-Probe wird uns ein Bild gezeigt, dass wir mit einem Übungstelefon einem Feuerwehrmann am anderen Ende der Leitung im Nebenraum beschreiben sollen. Einer unserer Mitschüler sagt: „Hallo hier spricht Jannik Brune. Unser Haus ist angebrannt.“ Der Feuerwehrmann fragt: „Wie ist es passiert?“ „Mein Freund hat einen Böller hereingeworfen“, sagt Jannik.
Wir finden heraus, dass es viele Notrufnummern der Feuerwehr gibt. Diese Notrufnummern gibt es: In Deutschland und in Luxemburg kann man unter der Telefonnummer 112 die Feuerwehr erreichen. In der Schweiz, in Österreich und Liechtenstein erreicht man die Feuerwehr unter der Nummer 118. In vielen anderen Ländern muss man sich eine andere Nummer für den Notfall merken: In Italien die 115, in Spanien die Nummer 085, in den USA die Nummer 911. Und wenn es in Brasilien brennt, wählt man die Nummer 193. Es dauert fünf Minuten bis der Feuerwehrwagen nach dem Notruf bereit zum Abfahren ist.
Auch nach dem Rundgang bei der Feuerwehr blieben viele Fragen, die einer Antwort bedurften.
Enniger (gl). Dem Feuerwehrmann Martin Beermann (46) haben wir viele Fragen gestellt.
Klasse 4a: Wie lange sind Sie schon bei der Feuerwehr? Beermann: Seit 29 Jahren.
Klasse 4a: Haben Sie manchmal Angst vor einem Einsatz? Beermann: Ich nenne das nicht Angst sondern Respekt.
Klasse 4a: Was war ihr gefährlichster Einsatz? Beermann: Mein gefährlichster Einsatz war, als ich in einem Keller voll Rauch war und nichts mehr sehen konnte.
Klasse 4a: Wie wird man Feuerwehrmann? Beermann: Man muss Spaß daran haben, der Feuerwehr beitreten und Lehrgänge besuchen.
Klasse 4a: Mit welchem Alter darf man der Feuerwehr beitreten? Beermann: Ab 18 Jahren darf man bei der Feuerwehr aktiv mitmachen.
Klasse 4a: Dürfen auch Frauen bei der Feuerwehr arbeiten? Beermann: Ja, das ist erlaubt.
Klasse 4a: Wie viele arbeiten bei der Feuerwehr? Beermann: Bei uns arbeiten immer um die 40 Leute.
Klasse 4a: Ist die Schutzkleidung bequem? Beermann: Sie ist nicht so bequem, sondern schwer.
Klasse 4a: Wie lang und wie hoch ist ein Feuerwehrauto? Beermann: Es ist etwa 7,50 Meter lang und 3,10 Meter hoch.
Klasse 4a: Wie schwer ist ein großes Feuerwehrauto? Beermann: Unser großes Feuerwehrauto wiegt zwölf Tonnen. So viel wiegen vier Elefanten.
Klasse 4a: Wie viele Einsätze haben sie ungefähr in der Woche? Beermann: Das ist unterschiedlich. Aber wir haben ungefähr 20 Einsätze im Jahr.
Das größte und schwerste Pferd des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts in Warendorf heißt Hurrican. Und Hurrican kann sogar Witze machen. Wie das geht, haben die Schülerreporter der Klasse 4a der Augustin-Wibbelt-Schule Vorhelm erforscht.
Warendorf (gl). Wir, die Klasse 4a der Augustin-Wibbelt-Schule Vorhelm, sind zu Besuch im Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf. Der Stall sieht mit den ganzen Gittern zwar ein bisschen aus wie ein Gefängnis, ist aber keins.
Die Ställe mit Sommergittern sind, wenn es heiß ist, eine praktische Sache. Die Gitter ersetzen im Sommer die Stalltüren. Die Türen sind offen, aber die Gitter geschlossen, damit die Pferde frische Luft bekommen, aber nicht ausbüxen können.
Im Hof wartet Hauptwärter Georg Frerich auf uns. Er zeigt uns das Landgestüt. Als erstes gehen wir in die Schmiede. Dort erklärt uns Hufschmied Werner Hötte, dass das Schmiede-Feuer 1600 Grad heiß sein muss, damit das Eisen weich wird. Danach besuchen wir Florestan I., das berühmteste Pferd des Landgestüts. Er hat mehr als 5000 Nachkommen. Darunter sind auch Olympiasieger. Nun gehen wir in die Besamungsstation. Dort werden einmal am Tag die Deckhengste hineingeführt. Züchter aus der ganzen Welt bestellen beim Landgestüt Pferdesamen, der dann an sie geschickt wird.
Danach gehen wir zu dem Lieblingspferd von Georg Frerich. Es heißt Hurrican und ist ein riesiger Kaltblüter. Es ist das größte und schwerste Pferd im Landgestüt. Für uns holt er es aus der Box, so dass wir es streicheln können. Es fühlt sich ganz warm und weich an. Zum Schluss sehen wir uns die Bronzestatue von Paradox I. an. Er war der erste Hengst im Landgestüt, dessen Nachkommen mehr als eine Million Euro auf Reitturnieren gewonnen haben.
… es bei der Hengstparade des Warendorfer Landgestüts Sandschneider gibt? Das sind besondere Kutschen, die es nur beim Landgestüt gibt. … die Chefin des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts Susanne Schmitt-Rimkus heißt? …das Nordrhein-Westfälische Landgestüt Warendorf auf eine 180-jährige Geschichte zurückblickt? … das Gebäude des Landgestüts seit der Gründung 1826 unverändert geblieben ist? … es auf dem Gelände des Landgestüts die Deutsche Reitschule gibt? Dort werden zum Beispiel Berufsreiter gepüft. … es in einem alten Stall des Landgestüts ein preußisches Kreuzkappengewölbe gibt? Das sorgt für ein gutes Klima und besonders gute Luft im Pferdestall. …es auf dem Landgestüt eine Bewegungsmaschine für Pferde gibt? Die führt die Pferde automatisch im Kreis.
Karl-Weierstraß-Schule Ostenfelde: Burger King (Teil 1)
Wie werden Burger gemacht und wo kommt die Cola her? Die Schülerreporter der Klasse 4 der Karl-Weierstraß-Schule durften bei Burger King in Oelde hinter den Tresen schauen.
Oelde (gl). „Die Fleischscheiben sind in 1 Minute und 50 Sekunden gegrillt“, sagt Daniela Wenzel-Schmitz, Inhaberin des Burger-King-Restaurants in Oelde. Das scheint für uns unmöglich zu sein. Doch dann erleben wir hautnah mit, wie es in einer Maschine namens Broiler gelingt.
Wir, die Klasse 4 der Karl-Weierstraß-Schule in Ostenfelde, besuchen Burger King in Oelde. Freundlich werden wir von der Inhaberin mit einem kühlen Getränk begrüßt. Bei unserem Interview stellen wir viele verschiedene Fragen. Danach führt Daniela Wenzel-Schmitz eine Gruppe durch den Küchenbereich, während die andere Gruppe an einem spannenden Burger-King-Quiz teilnimmt.
Im Küchenbereich gibt es viel zu sehen. Wir machen einen Stopp an der Getränkemaschine. Die Getränke werden bei Burger King selbst hergestellt. Sie werden aus Sirup, Wasser und Kohlensäure gemischt. Wir sind erstaunt, als Daniela Wenzel-Schmitz sagt, dass das Getränk dort „geboren“ wird. „In dem Moment, in dem wir den Knopf der Maschine drücken, wird das Getränk produziert“, erklärt sie uns.
Eine kleine Erfrischung bekommen wir, als wir den Tiefkühlraum betreten. Dort sind es minus 23 Grad. So sind wir froh, als wir wieder in die warme Küche kommen. Dort zeigt uns Daniela Wenzel-Schmitz das Herzstück der Küche, den Broiler. Das ist ein riesiger Grill. Sie bereitet vor unseren Augen einen Cheeseburger (sprich: Tschießbörger) zu. Das ist ein Hamburger mit Käse.
Bevor wir die Burger-King-Filiale verlassen, bekommen wir zum Abschied noch einen Hamburger oder einen Cheeseburger mit Pommes.
Karl-Weierstraß-Schule Ostenfelde: Burger King (Teil 2)
Die Inhaberin der Oelder Burger-King-Filiale beantwortet den Schülerreporter einige Fragen.
Oelde (gl). Wir stellen Daniela Wentzel-Schmitz, Inhaberin der Burger-King-Filiale in Oelde, viele Fragen.
Klasse 4: Wie viele Mitarbeiter hat Burger King? Daniela Wenzel-Schmitz: Burger King hat 23 000 Mitarbeiter in Deutschland. Weltweit sind es 340 000 Mitarbeiter.
Klasse 4: Wie viele Kunden kommen am Tag zu Burger King? Daniela Wenzel-Schmitz: Im Durchschnitt hat Burger King 1000 Gäste am Tag. Die meisten Gäste kommen mittags, viele kommen aber auch abends.
Klasse 4: Von welchem Essen wird am meisten verkauft? Daniela Wenzel-Schmitz: Am meisten werden der Cheeseburger mit Käse, der Nugget-Burger mit Hähnchen und der Whopper, unser Burger-Klassiker, verkauft.
Klasse 4: Sind alle Zutaten frisch? Daniela Wenzel-Schmitz: Alles ist frisch und nichts wird aufgewärmt.
Klasse 4: Wie werden die Tiere gehalten, deren Fleisch verarbeitet wird? Daniela Wenzel-Schmitz: Die Tiere, deren Fleisch verarbeitet wird, werden artgerecht gehalten. Die Hühner leben zum Beispiel nicht in zu kleinen Käfigen.
Klasse 4: Wie viel Müll produziert Burger King an einem Tag? Daniela Wenzel-Schmitz: Alles wird wiederverwertet. Es entstehen nur 20 bis 30 Liter Restmüll.
Klasse 4: Wie viel Geld wird im Jahr eingenommen? Daniela Wenzel-Schmitz: Im Jahr 2009 wurden von Burger King in Deutschland etwa 765 Millionen Euro eingenommen.
Kommt ein Alarm rein, dann muss es schnell gehen. Was passiert, wenn der Krankenwagen alarmiert wird, durften die Schülerreporter der Klasse 4b der Mosaikschule Ennigerloh bei ihrem Besuch bei der Rettungswache Ennigerloh hautnah miterleben.
Ennigerloh (gl). Kurz bevor wir in den Krankenwagen einsteigen wollen, bekommen die Rettungsassistenten einen Notruf per Funk. Es dauert nicht lange bis sie im Rettungswagen sitzen. Sie ziehen ihre Jacken an, setzen sich ins Auto, machen die Sirene und das Blaulicht an und schon sind sie weg.
Wir, die Schülerreporter der Klasse 4b der Mosaikschule Ennigerloh, sind sehr traurig, dass wir nicht in den Rettungswagen der Rettungswache Ennigerloh einsteigen und alles anschauen können. Gerne hätten wir alle großen und kleinen Geräte im Krankenwagen gesehen. Aber dafür beobachten wir, wie der Rettungswagen losfährt.
Dann klettern wir in einen alten ausgeräumten Krankenwagen und tatsächlich passen alle 24 Schülerreporter hinein: Zwei Reporter sitzen vorne und 22 hinten. Der alte Krankenwagen fährt noch, aber er wird nicht mehr gebraucht, weil es neue Wagen gibt. Im Vergleich mit dem neuen Rettungswagen ist der alte kleiner. Er hat die Form eines Leichenwagens. Aber auch wenn er viel kleiner aussieht, ist das alte Fahrzeug richtig groß, denn wir passen ja alle hinein.
In einer Ecke der Fahrzeughalle sehen wir ein zusammengeklapptes Ding. Wachleiter Andreas Hoppe-Bruland baut das Gerät für uns auf und erklärt: „Dies ist ein Treppenstuhl. Verletzte oder kranke Menschen kann man damit über Treppen tragen.“ Alle wollen den Treppenstuhl ausprobieren. Aishe spielt ein verletztes Mädchen. Sie wird von Andreas Hoppe-Bruland angeschnallt und dann tragen vier starke Jungen das Mädchen.
Der Krankenstuhl kann als Rollstuhl und Tragestuhl gleichzeitig benutzt werden. Etwa 228 Kilogramm – das ist so schwer wie drei Männer – kann der Treppenstuhl aushalten. Es kann jedoch immer nur eine Person mit dem Stuhl getragen werden.
Andreas Hoppe-Bruland zeigt uns auch die anderen Räume der Rettungswache Ennigerloh. Es gibt ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Badezimmer und Schlafräume. Die Wohnung der Rettungswache ist 70 Quadratmeter groß, also so groß wie eine mittelgroße richtige Wohnung. Im Wohnzimmer gibt es eine Sitzecke mit einem Plasma-Fernseher, mit dem sich die Rettungsassistenten die Zeit vertreiben, wenn mal nichts los ist. Auf dem Fernseher stehen Playmobilspielzeuge. Weil die Rettungsassistenten bei einem Rettungseinsatz einem Menschen geholfen haben, hat dieser ihnen das Spielzeug geschenkt.
In der Küche gibt es einen Tisch, drei Stühle und eine Kaffeemaschine. Es nach Kaffee. Wir entdecken auch zwei große Gläser Nutella. Lecker! Die Küche wird viel benutzt, erzählen uns die Rettungsassistenten. Dort wird Kaffee gekocht, gegessen und man kann sich unterhalten.
Wir gehen in den Medizinraum, wo Andreas Hoppe-Bruland uns Medikamente in den Schränken zeigt. In einem Karton sind Kuscheltiere für ängstliche Kinder. Alle wollen einen Teddy haben. Aber er hat nicht für alle ein Kuscheltier. Wir haben aber eine Giraffe für die ganze Klasse bekommen. Wir finden gleich einen Namen und nennen sie „Kreuzrote Giraffe“.
… die Telefonnummer jeder Rettungswache auch 112 ist? … die Rettungswagen 24 Stunden am Tag für den Einsatz bereit sind? … die Ausbildung zum Rettungsassistenten zwei Jahre lang dauert? … die Rettungsassistenten schwarze Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen tragen? … Rettungsassistenten aus Ennigerloh im Notfall auch in anderen Städten helfen? … die Rettungsassistenten aus Ennigerloh auch Fußball spielen? Sie haben schon einige Pokale bei Fußballturnieren gewonnen. … ein Rettungswagen 150 000 Euro kostet?
Auch Bienen frieren. Und Honig fließt nicht, wenn es kalt ist. Das haben die Schülerreporter der Klasse 4 der Nobertschule Lette am eigenen Leib erfahren. Sie haben die Imkerin Elisabeth Senger in Ostenfelde besucht.
Ostenfelde (gl). Sechs Grad! Das ist zu kalt für eine Biene. Wir, die Klasse 4 der Norbertschule Lette, hören kein Summen. Die Bienen mögen es nicht, wenn es regnet und windig ist.
Trotzdem besuchen wir an einem eiskalten Regentag die Hobby-Imkerin Elisabeth Senger in Ostenfelde. Auf ihrer Terrasse werden wir von ihr, ihrem Mann Klaus und Margret Westmeyer, Vorsitzende des Imkervereins Warendorf, begrüßt. Der Name Imker kommt daher, dass Bienen früher Immen hießen.
Nach unserem Interview zeigen sie uns einen Schaukasten, in dem ein kleines Bienenvolk lebt. Neugierige Besucher wie wir können damit einen Blick in den Bienenalltag werfen. Dort entdecken wir auch die königliche Majestät. Besonders auffallend ist der farbige Punkt mit einer Zahl, den die Imkerin auf ihren Rücken geklebt hat. Die Farbe des Punkts verrät das Alter der Bienenkönigin. Sie wird anders als die Arbeitsbiene, die nur 40 Tage lebt, drei bis vier Jahre alt. Das kleine Bienenvolk im Schaukasten hat es recht warm. 35 Grad sind es darin. Das können wir fühlen und das tut unseren kalten Händen gut.
Danach gehen wir rüber zu den Bienenstöcken, in denen Elisabeth Sengers sechs Bienenvölker leben. Sie zeigt uns, wie man eine Bienenwabe aus dem Bienenstock herausnimmt. Sie öffnet den Bienenstock und nimmt mit bloßen Händen eine Wabe heraus. Dabei vertreibt sie die aufgescheuchten Bienen mit einem Smoker. Der Smoker macht sehr viel Rauch, der nach Kamillentee und verbranntem Holz riecht. Die Bienen glauben, es gibt einen Waldbrand, wenn sie das riechen, und ducken sich.
Wie kommt der Honig aus der Wabe heraus? Ab damit in die Honigschleuder! Mit voller Geschwindigkeit werden die Waben gedreht. Der Honig wird herausgeschleudert. Von den Wänden der Honigschleuder soll er dann herunterfließen – erst durch ein Sieb, dann in einen Eimer. Schließlich soll in Gläser gefüllt werden.
Leider fließt heute kein Honig. Es ist zu kalt, der Honig ist zu fest. Die Imkerin holt zwei Gläser mit Honig für uns aus ihrem Vorrat, damit wir doch noch Honig probieren können. Blütenhonig und Rapshonig probieren wir mit Brot. Die meisten von uns mögen den Rapshonig lieber.
Die Schülerreporter haben keine Angst vor Bienen. Bienen sind nämlich eigentlich ganz lieb...
Ostenfelde (gl). Das Interessanteste für uns ist, dass die Bienen der Ostenfelder Imkerin Elisabeth Senger zahm sind. „Meine Bienen sind ganz lieb“, sagt Elisabeth Senger. So lieb, dass die Imkerin ohne Schutzkleidung zu ihren Bienen geht. Man kann die Bienen von Elisabeth Senger sogar streicheln.
Vor etwa 40 Jahren war es üblich, Schutzkleidung zu tragen. Da waren Bienen noch so frech, dass sie Menschen sofort stachen. Außerdem nahmen die Imker die lieben Bienen aus ihren Völkern heraus und züchteten nur diese weiter. Das hatte die Folge, dass die frechen Bienen weniger wurden. Heute stechen die meisten Bienen nur noch, wenn sie sichvon Menschen wirklich bedroht fühlen.
Das alles sagt uns die erfahrene Imkerin. Zum Glück, denn wir hatten vorher sehr viel Respekt vor den Bienen. In Zukunft werden wir Bienen und Wespen ganz bestimmt nicht mehr verwechseln!
Bundeswehr, das heißt nicht immer nur Kämpfen und Schießen. Die Schülerreporter der Klasse 4b der Augustin-Wibbelt-Schule Vorhelm haben die Soldaten des Sanitätsregiments 22 in Ahlen besucht.
Ahlen (gl). Heute ist für uns ein besonderer Tag. Wir, die Klasse 4b der Augustin-Wibbelt-Schule Vorhelm, besuchen die Westfalen-Kaserne in Ahlen. Aber was sehen wir? Panzer, Schießplätze? Falsch. Wir sehen eine Halle mit vielen Containern, Geräten und Zelten.
Aus diesen Sachen kann ein komplettes Rettungszentrum aufgebaut werden. Ein Krankenhaus, das Platz für 50 Betten hat. Es kann erweitert und auch auf einem unebenen Gelände aufgebaut werden. Die Container haben Stangen und Schienen, die verstellt werden können. In den Containern findet man alles, was man in einem normalen Krankenhaus auch findet: Operationssaal, Labor, Röntgensaal, Notaufnahme und Intensivstation.
Im Sanitätsregiment 22 in Ahlen gibt es auch alle Berufe, die es in einem Krankenhaus gibt: zum Beispiel Ärzte oder Krankenschwestern. Der Kompaniechef und Arzt Peter Münster erklärt uns die technischen Geräte.
Unter anderem hatte das Sanitätsregiment 22 Einsätze beim Weltjugendtag 2005 in Köln und bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaiserslautern 2006. Da in Kaiserslautern nur ein kleines Krankenhaus ist, musste dort wegen der vielen Besucher aus aller Welt das Rettungszentrum aufgebaut werden.
Peter Münster zeigt uns uns das Labor und erzählt uns viel über die Sachen dort. Im Labor sind Schränke und in den Schränken sind viele Medikamente. Peter erklärt, dass man Blut und alle menschlichen Flüssigkeiten im Labor untersucht. Auf einem Schrank steht ein Gerät, das aussieht wie eine Kaffeemaschine. Aber es ist aber keine Kaffeemaschine, sondern es ist ein Gerät mit dem man das Blut untersuchen kann.
Wie ist das so mit der Bundeswehr im Ausland? Das wollten die Schülerreporter aus erster Hand wissen.
Ahlen (gl). Wir haben dem Soldaten und Rettungsassistenten Michael Nilius Fragen zu Auslandseinsätzen gestellt.
Klasse 4b: In wie vielen Ländern waren Sie schon im Einsatz? Michael Nilius: Ich war schon in drei Krisengebieten und im November dieses Jahres muss ich nach Afghanistan.
Klasse 4b: Haben Sie Angst vor einem Einsatz? Michael Nilius: Jeder Soldat in unserer Kaserne hat ein bisschen Angst vor einem Einsatz. Wenn die Soldaten keine Angst hätten, dann würden Sie leichtsinnig sein und schneller verletzt werden.
Klasse 4b: Haben Sie sich schon einmal verletzt bei einem Einsatz? Michael Nilius: Ja, aus meiner Mannschaft sind auch schon einmal Menschen gestorben.
Klasse 4b: Was ist das schönste Erlebnis beim Einsatz? Michael Nilius: Das schönste Erlebnis ist, wenn man zurück nach Hause kommt.
Klasse 4b: Vermissen Sie beim Einsatz Ihre Familie? Michael Nilius: Ja klar.
Die Klänge, die man bei einer Filmvorführung im Oelder Kino hört, schlüpfen durch Löcher in der Leinwand. Das ist irgendwie komisch, finden die Schülerreporter der Klasse F2 der Von-Ketteler-Schule Oelde. Aber es funktioniert! Die Reporter haben den Praxistest gemacht.
Oelde (gl). Wir staunen nicht schlecht, als Thomas Fußner uns ganz genau die Kinoleinwand untersuchen lässt. „Warum ist sie durchlöchert wie ein Sieb?“, fragen wir, die Schülerreporter der Klasse F2 von der Von-Ketteler-Schule Oelde, erstaunt.
Ein Blick hinter die Leinwand lüftet das Geheimnis. Denn dort entdecken wir die Lautsprecheranlage des Kinos. Geschäftsführer Thomas Fußner erklärt uns, dass jeder Lautsprecher für andere Geräusche verantwortlich ist. Alle Klänge sollen im Ohr des Kinozuschauers ankommen, sie schlüpfen sozusagen durch die Löcher in der Leinwand.
Im Oelder Kino gibt es nicht nur Kinosäle. Über das Foyer hat uns Thomas Fußner den Projektorraum gezeigt. Dieser Raum darf eigentlich nur vom Personal betreten werden. Als wir die steile Steintreppe erklimmen, fühlen wir uns, als stiegen wir in einen Turm. Im Projektorraum ist es sehr eng. Überall stehen und liegen Geräte mit geheimnisvollen Knöpfen und Schaltern, denn hier werden die Filme abgespielt.
Uns fallen sofort die vielen Kisten auf, die mit Filmtiteln beschriftet sind, und wir wollen genauer wissen, wie ein Film aussieht bevor er auf der Leinwand zu sehen ist. Zu unserer Überraschung besteht jeder Film aus vielen verschiedenen Filmrollen, die aneinandergeklebt werden. Die Filmrolle, die wir uns dann genauer ansehen, ist sogar 5000 Meter lang.
Von Thomas Fußner erfahren wir, dass das Leihen eines Films bis zu 200 Euro kosten kann. Als wir uns den Projektor aus der Nähe ansehen, fällt uns eine Zahnbürste auf. „Wozu brauchten Sie denn hier oben eine Zahnbürste?“, wollen wir wissen. „Damit säubern wir den Projektor!“, erklärt Thomas Fußner lachend. Zahnbürsten als Putzhelfer – das hätten wir Schülerreporter nicht gedacht! Jetzt sind wir schlauer.
Der Chef des Oelder Kinos stand den Schülerrreportern Rede und Antwort.
Oelde (gl). Dem Oelder Kinochef Thomas Fußner haben wir viele Fragen gestellt.
Klasse F2: An welchem Wochentag kommen die meisten Kinobesucher? Thomas Fußner: Die meisten Besucher kommen samstags und sonntags. Kinderfilme sind besonders in den Ferien gut besucht.
Klasse F2: Sind die Eintrittspreise immer gleich? Thomas Fußner: Nein, bei Kindern sind die Preise günstiger als bei Erwachsenen. Kinder bis zu 14 Jahren können in der Glocke außerdem den Kinotiger ausschneiden, im Kino abgeben und so einen Euro Eintritt sparen.
Klasse F2: War schon einmal eine besondere Person in diesem Kino? Thomas Fußner: Uns hat schon einmal eine Medienpädagogin von der Berlinale besucht.
Klasse F2: Wie viele Mitarbeiter haben Sie? Thomas Fußner: Ich beschäftige sechs Mitarbeiter.
Klasse F2: Können Sie uns den erfolgreichsten Film nennen, den Sie je gezeigt haben? Thomas Fußner: Der bisher erfolgreichste Film, den ich gezeigt habe, war Ice Age 3.
Klasse F2: Welchen Film würden Sie für Kinder empfehlen? Thomas Fußner: Ich empfehle für Kinder einen schon sehr alten Film. Er heißt „Mio, mein Mio“ und erzählt eine Geschichte, die Astrid Lindgren geschrieben hat.
An kleinen Handgriffen bis in 22 Meter Höhe klettern? Da wird einigen der Schülerreporter der Klasse 4b der Diesterwegschule Ahlen schon etwas mulmig. Aber alle haben sich schließlich an die Kletterwände des Kletterzentrums Bigwall in Ahlen herangetraut.
Ahlen (gl). Wir, die Schüler der Klasse 4b der Diesterwegschule Ahlen, wollen hoch hinaus. Wir besuchen die Kletterhalle Bigwall auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westfalen. Den Trainern Gary Bilton (38) und Tommy Menne (50) haben wir viele Fragen gestellt.
Klasse 4b: Wie hoch ist die Kletterhalle? Tommy: Die Kletterhalle ist mehr als 22 Meter hoch.
Klasse 4b: Bieten Sie auch Kletterkurse an? Tommy: Ja, Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse, Eltern-Kind-Kurse und Kurse für Gruppen.
Klasse 4b: Wie viele Menschen arbeiten in der Kletterhalle? Gary: Wir haben zehn Trainer. Aber die machen das nicht alle hauptberuflich.
Klasse 4b: Wann wurde die Kletterhalle gebaut? Tommy: Vor vier Jahren wurde die Kletterhalle erbaut.
Klasse 4b: Wie viele Griffe gibt es hier? Gary: Ungefähr 5000 Griffe. Sie werden alle paar Monate umgeschraubt. Damit die Kletterer neue Routen entdecken können.
Klasse 4b: Warum haben die Griffe verschiedene Farben? Gary: Jede Farbe zeigt einen Kletterweg und eine andere Schwierigkeitsstufe an.
Klasse 4b: Sind sie ein Kletterprofi? Tommy: Kein Profi, aber ein Trainer. Ich habe eine Ausbildung gemacht.
Klasse 4b: Wofür ist das Klettern gut? Tommy: Für den Spaß und die eigene seine Fitness.
Klasse 4b: Darf man alleine klettern oder ist immer jemand dabei? Tommy: Am Seil darf man nicht alleine klettern, weil das zu gefährlich ist. Nur im Bodenbereich ist es erlaubt, ohne Sicherung zuklettern.
Klasse 4b: Ist Klettern gefährlich? Tommy: Gefährlich wird das Klettern, wenn man keine Anseil- und Sicherungstechniken beherrscht.
Klasse 4b: Wie lange klettern sie schon? Tommy: Ich mache das seit drei Jahren.
Ahlen (gl). Früher haben Menschen in der Zeche die Kohle aus der Erde geholt und sich nach der Arbeit in der Kaue, so heißt der Umkleideraum in der Bergmannssprache, gewaschen und umgezogen. Heute kann man dort Wände hochklettern. Fast so wie die Eidechsen! Wir, die Schülerder Klasse 4b der Diesterwegschule, haben die Kletterhalle Bigwall in Ahlen erkundet.
Wir wollten natürlich auch klettern. Fünf Kinder aus unserer Klasse haben es geschafft und sind bis nach ganz oben geklettert. Sie waren sehr stolz. Aber auch alle anderen waren stolz, denn alle Kinder aus der Klasse haben sich getraut zu klettern. Jeder so, wie er wollte.
Zuerst hatten wir alle Angst. Aber die Trainer Gary und Tommy haben uns geholfen und die Sicherungsknoten gezeigt. Die braucht man, um sich mit seinem Sicherungsgürtel und dem Sicherungsseil zu sichern. Man darf nämlich nie alleine klettern, denn das wäre viel zu gefährlich. Die Kletterwände sind schließlich 22 Meter hoch.
Es war ein tolles Gefühl zu klettern. Die Griffe, die in die Wand geschraubt werden, waren super, man konnte sich gut daran festhalten. Es hat so viel Spaß gemacht.
Wenn draußen die rote Lampe angeht, ist man im Studio drinnen auf Sendung. Die Schülerreporter der Klasse 4c der Overbergschule Warendorf haben sich bei Radio WAF in Warendorf einmal ganz genau zeigen lassen, wie Radio funktioniert.
Warendorf (gl). „!neheg eluhcslaeR ehcilföhhcsiB eid fua edrew dnu akinnA eßieh hcI“, erzählt unsere Mitschülerin Annika, als Moderator Markus Bußmann ihre Aussage am Schnittcomputer rückwärts laufen lässt. Der Moderator zeigt uns auch, dass man Stimmen am Computer verändern kann. Annikas Stimme verändert er so, dass sie ganz hell, aber auch ganz dunkel sprechen kann. Das und vieles mehr erfahren wir, als wir bei Radio WAF zu Besuch sind.
Radio WAF hatte seinen Sendestart am 5. September 1992. Also gibt es Radio WAF schon seit etwa 18 Jahren. Im Sendestudio gibt es einen Computer, auf dem Interviews, Musik und Comedygeschichten für die aktuelle Sendung gespeichert sind. So kann der Moderator Lieder und Beiträge anklicken und abspielen. Im Studio klingelt das Telefon nicht, stattdessen leuchtet es rot auf. Es würde ja stören, wenn es in der Sendung klingelt.
Markus Bußmann erklärt uns, dass es bei Radio WAF keine CDs gibt. Die Musik ist auf dem Computer gespeichert. Die Moderatoren lassen gemischte Musik laufen, damit es viel Abwechslung gibt und möglichst viele Leute zuhören. Zwölf Lieder können pro Sendestunde gespielt werden. Ein Lied ist Reserve. Es wird eingesetzt, wenn eines der Lieder zum Beispiel nicht zu dem Beitrag passt, der vorher gesendet wurde.
Manchmal bauen die Moderatoren auch kleine, lustige Comedygeschichten wie „Marie aus Paris“ oder „Der kleine Nils“ ein, damit das Programm interessanter wird. Die Themen und Informationen, über die Radio WAF berichtet, bekommt die Redaktion aus ganz unterschiedlichen Quellen: Bei Unfällen wird sie von der Polizei informiert, Reporter sind im Kreis Warendorf auf Terminen unterwegs, manchmal rufen ein paar Leute bei Radio WAF an und die Redakteure überlegen sich auch selber interessante Themen.
Es kommt selten vor, dass die Moderatoren von Radio WAF berühmte Menschen interviewen. Doch mit dem Ex-Radfahrprofi Rolf Aldag, der Musikgruppe Ich + Ich und dem Politiker Guido Westerwelle haben sie schon gesprochen. „Man hat jeden gleich lieb“, sagt Frank Haberstroh.
Bestimmt stellen sich viele die Frage: „Was tun die Radiomoderatoren, wenn sie während der Sendung auf die Toilette müssen?“ Wenn man während der Sendung zur Toilette muss, hat man sieben Minuten Zeit, wenn gerade zwei Lieder laufen oder man wartet, bis die Sendung vorbei ist.
… es bei Radio WAF ein großes Sendestudio und zwei kleine Schnittstudios gibt? In ihnen gibt es viele Knöpfe an vielen technischen Geräten. … Chefredakteur Frank Haberstroh sich schon mal im Radio versprochen hat, weil er einen unbekannten Text gelesen hat? … man Radio WAF über das Internet überall auf der Welt hören kann?
Echte Mammutknochen durften die Schülerreporter der Klasse 4a der W.-E.-v.-Ketteler-Schule Füchtorf bei ihrem Besuch bei der Steinfabrik Wüseke in Händen halten.
Füchtorf (gl). „Wer möchte die Knochen einmal wiegen?“, fragt Christian Schöne, Werksleiter bei der Steinfabrik Wüseke in Füchtorf, und schaut in die Runde. Vor uns liegen versteinerte Mammutknochen. Sie sind dunkelbraun und unterschiedlich groß. Wir dürfen sie anfassen, sie sind an den Rändern etwas bröselig und ganz schön schwer.
Wir, die Klasse 4a der Wilhelm-Emanuel-von Kettler-Schule, besuchen die Steinfabrik Wüseke in Füchtorf um Mammutknochen zu sehen. Dort treffen wir Christian Schöne und seinen Vater, den ehemaligen Werksleiter, Heinz Schöne.
Klasse 4a: Wann und von wem wurden die Knochen gefunden? Christian Schöne: Es gab zwei Funde. 1975 entdeckte der Landwirt Felix Rüter die ersten Knochen beim Pflügen auf seinem Acker. Zwei Jahre später fand unser Saugbaggerführer Hendrik Woudmann beim Sandabbauen große Knochen.
Klasse 4a: Das war damals sicher eine aufregende Entdeckung … Heinz Schöne: Nein, zuerst nahmen wir an, dass es sich um Lehmklumpen handelte. Später dachten wir, es seien Kuhknochen, die ein Metzger vergraben hat.
Klasse 4a: Woher wissen sie dann jetzt, dass es tatsächlich Mammutknochen sind? Heinz Schöne: Da Knochenfunde gemeldet werden müssen, wurde der Heimatpfleger Dr. Bernhard Riese senior verständigt. Er hat eine Untersuchung an der Universität Münster in Auftrag gegeben. Dort bestimmte Prof. Dr. Paul Siegfried die Knochen und fand heraus, dass es sich um Knochen vom Mammut, Wildpferd, Auerochsen und Wollnashorn handelt.
Klasse 4a: Wie alt sind die Knochen? Christian Schöne: Die Analyse ergab, dass die Mammutknochen etwa 30 000 Jahre und die Wildpferdknochen 20 000 Jahre alt sind. Sie sind erhalten geblieben, weil sie in kalkhaltigen Sandschichten eingebettet waren.
Die Schülerreporter haben sehr umfassend zum Thema Mammuts recherchiert...
Füchtorf (gl). Vor 1,8 Millionen Jahren lebten die ersten Mammuts. Am häufigsten hat man Mammutknochen in Asien, Amerika, Europa und Sibirien – also auf der nördlichen Erdhalbkugel gefunden. Mammuts konnten bis zu drei Meter groß – das ist so groß wie zwei Kinder – und ihre Stoßzähne bis zu fünf Meter lang werden. Das ist so groß wie zwei Kinder und großer Mann.
Man unterscheidet zwei Mammutarten: das Nordamerikanische Mammut und das kleinere Wollhaarige Mammut, das sehr gut an Kälte und Trockenheit angepasst war. Es hatte ein dickes, braunes Fell, das alle Körperteile bedeckte. Seine dicke Haut war mit einer Fettschicht isoliert. In Sibirien wurden im Eis so gut erhaltene Mammutskelette gefunden, dass man gesehen hat, was die Tiere gefressen haben. Bis heute wurden rund 50000 eingefrorene Mammuts gefunden.
Moormasse gegen Verspannungen und Eis gegen Verletzungen - die Spieler des Fußballvereins Rot-Weiß Ahlen sind rundum gut versorgt. Das haben die Schülerreporter der Klasse 4a der Mosaikschule Ennigerloh bei ihrem Besuch dort herausgefunden.
Ahlen (gl). Wir, die Klasse 4a der Mosaikschule in Ennigerloh, haben gespannt das Fußballstadion von Rot-Weiß Ahlen besucht. Mit Leib und Seele ist der Betreuer und Zeugwart Willi Pott dabei. Das spüren wir sofort, als der 75-Jährige uns bei unserer Pressekonferenz begrüßt.
Er ist seit 1950 im Verein und hat keine Zeit sich alt zu fühlen, weil er immer mit jungen Menschen zusammen ist. Willi Pott zeigt uns Räume, in die wir normalerweise gar nicht reinkommen. Es gibt einen Zeugwartraum, in dem die Trainingsbälle lagern. Jeder Spieler hat seinen eigenen Ball. Er muss auf seinen Ball alleine aufpassen und der Luftdruck im Ball muss genau stimmen, sonst muss der Spieler 5 Euro Strafgeld bezahlen.
Extra für Schuhe gibt es einen weiteren Raum, der nach Gras, Erde und Käsefüßen riecht. Jeder Spieler hat neun Paar Schuhe, für die es eine Schuhputzmaschine mit mehreren verschiedenen Bürsten gibt. Die Spieler schmieren ihre Schuhe mit Melkfett ein, weil Melkfett wasserabweisend ist. Sind die Schuhe nicht geputzt, müssen die Spieler ebenfalls eine Geldstrafe zahlen.
Im Schiedsrichterraum halten sich die Schiedsrichter auf. Den Spielball bekommen sie von Willi Pott. Willi Pott zeigt uns auch die Spielerkabine. Jeder hat einen eigenen Platz und ein Fach dort. Im Physioraum können sich die Spieler auf Liegen ausruhen und dabei Musik hören. Es gibt eine spezielle Masse gegen Verspannungen zum Einreiben. Diese besteht aus Moorschlamm und ist ziemlich heiß. Auch im warmen Wasser des Entmüdungsbeckens können sich die Profis erholen. Neben dem Becken wird es etwas kühler, weil dort eine Eismaschine steht. Das Eis aus der Maschine wird auf verletzte Stellen gelegt.
Die Reporter durften sogar mit zwei echten RW-Ahlen-Spielern reden.
Ahlen (gl). Viele Fragen haben wir bei unserer Pressekonferenz an den Stürmer Luka Tankulic (18) und an den Torwart Sascha Kirschstein (29).
Klasse 4a: Wie hast du es geschafft, Profi zu werden? Tankulic: Mit harter Arbeit, Ehrgeiz, viel Disziplin und dem Glauben an meinen Traum.
Klasse 4a: Hat Rot-Weiß Ahlen einen Talentsucher, der dich entdeckt hat? Tankulic: Zuerst habe ich bei der Ahlener SG gespielt, dann wurde ich vom Talentsucher von RW Ahlen entdeckt.
Klasse 4a: Hattest du schon einmal schwere Verletzungen? Kirschstein: In der Saison 2004/2005 sind mir drei Bänder in der Schulter gerissen. Außerdem hatte ich schon einen Meniskusriss.
Klasse 4a: Was fühlst du, wenn Fans pfeifen? Spielst du dann besser oder schlechter? Kirschstein: Pfiffe von den eigenen Fans habe ich in Ahlen nicht erlebt. Pfiffe von den gegnerischen Fans machen mir Spaß. Ich spiele dann besser.
Klasse 4a: Wie hat es dir bei RW Ahlen gefallen? Weißt du schon, wo du in der kommenden Saison spielst? Kirschstein: In Ahlen war es superschön und familiär. Aber ich habe am Anfang der Saison gesagt: Ich spiele nur eine Saison lang hier. Wo ich in der kommenden Saison spielen werde, weiß ich noch nicht. Ich nehme die Mannschaft, bei der ich viel Geld verdiene. Lange werde ich aber nicht mehr spielen, weil ich schon fast 30 Jahre alt bin.
1300 Kilogramm Kartoffeln werden auf dem Hof Lohmann täglich geschält. Das ist ganz schön viel, finden die Schülerreporter der Klasse 4b der St.-Marien-Schule Enniger.
Freckenhorst (gl). Die Schafe und Ziegen des Streichelzoos schließen sofort Freundschaft mit uns und wollen uns am liebsten begleiten. Wir, die Schüler der Klasse 4b der Grundschule St. Marien Enniger, sind als Reporter auf dem Hof Lohmann in Freckenhorst unterwegs.
Bei einem Rundgang erklärt uns Georg Schwake, der Zweigstellenleiter, dass der Hof Lohmann ein Bio-Bauernhof ist, der von den Freckenhorster Werkstätten betrieben wird. Dort werden Menschen mit Behinderung besonders gefördert. Zum Hof gehören ein Wohnheim, ein Hofcafé, ein Hofladen, eine Reithalle, und Felder und Ställe. Im Wohnheim leben 15 Personen, die zum Teil auf dem Hof arbeiten. Insgesamt gibt es auf dem Hof etwa 50 Arbeitsplätze für Beschäftigte der Freckenhorster Werkstätten.
Die erste Station des Rundgangs ist die Verpackung. Hier wird im Auftrag einer Firma Tee aus Griechenland gemahlen und verpackt. Wenn die Gruppe gerade keinen Tee zu verpacken hat, bekommt sie Aufträge von der Hauptstelle in Freckenhorst.
Dann gehen wir zur Kartoffelschälmaschine. Sie macht viel Lärm, wenn sie in Betrieb ist. Gerade ist aber Pause. Die Maschine schält von Montag bis Freitag jeden Tag etwa 1300 Kilogramm Kartoffeln. Das sind ungefähr 4500 Portionen. Im Schwarzbereich werden die Kartoffeln, die dort ja noch schwarz sind, gewaschen und von Rollen mit einer Art Schmirgelpapier geschält.
Über ein Förderband kommen sie in den Weißbereich. Hier werden die letzten Reste der Schale abgeschnitten. Die Beschäftigten tragen Handschuhe, weiße Kittel und weiße Hauben. Deshalb wird dieser Raum Weißbereich genannt. Dort ist alles sauber. Die Kartoffeln werden dann in Zehn-Kilogramm-Pakete eingeschweißt und luftdicht verpackt.
Auf dem Hof Lohmann werden vorwiegend eingekaufte Kartoffeln geschält. Die eigenen Bio-Kartoffeln werden zum Beispiel im Hofladen verkauft. Mit den geschälten Kartoffeln werden zum Beispiel Krankenhäuser, Kindergärten und Restaurants beliefert. Die Kartoffelschalen bekommen die Rinder vom Nachbarhof als Futter.
Die Hühner vom Hof Lohmann haben Nester zum Eierlegen, Stangen zum Klettern, Platz auf dem Boden und sogar einen Wintergarten und einen Hühnerpark, wenn sie nach draußen wollen. Die Eier fallen aus den Nestern in eine Rinne, werden eingesammelt und mit der Sortiermaschine nach ihrem Gewicht sortiert. Es gibt sogar XL-Eier. Die wiegen 73 Gramm und mehr. Georg Schwake sortiert einige Eier mit uns und wir schätzen vorher das Gewicht. Oft liegen wir aber falsch.
In der Reithalle setzen wir uns leise auf die Tribüne und schauen einer Reitstunde im therapeutischen Reiten zu. Wir bedanken uns beim Hofleiter Georg Schwake und schauen noch einmal bei den Ziegen und Schafen vorbei, die uns schon erwarten.
Nicht nur die weiblichen Schülerreporter interessierten sich für das Angebot Therapeutisches Reiten auf dem Hof Lohmann.
Freckenhorst (gl). In der Reithalle beantwortete uns die Reittherapeutin Uschi Gohl Fragen zum Therapeutischen Reiten.
Klasse 4b: Was ist Therapeutisches Reiten? Uschi Gohl: Therapeutisches Reiten ist eine Förderung von Menschen mit Behinderung mit dem Pferd. Durch das Reiten und den Umgang mit dem Pferd werden alle Sinne angesprochen.
Klasse 4b: Gibt es extra Reitlehrer dafür? Uschi Gohl: Ja, ich bin eine der vier Reitpädagogen hier auf dem Hof. Um Reittherapeut zu werden, muss man sowohl eine pädagogische Ausbildung wie zum Beispiel Erzieherin haben, wie auch die Ausbildung zum Reitwart oder Voltigierwart.
Klasse 4b: Welche Übungen werden gemacht? Uschi Gohl: Die Teilnehmer machen das, wozu sie Lust haben und was sie sich zutrauen. Zum Beispiel stehen sie auf dem Rücken des Pferdes oder sie reiten rückwärts. Im Winter, wenn es in der Halle kälter ist, machen wir auch Ballspiele mit dem Pferd.
Klasse 4b: Mit welchen Behinderungen kann man beim Therapeutischen Reiten mitmachen? Uschi Gohl: Man kann es eigentlich mit allen Behinderungen machen. Wir haben einen Lifter, um Menschen, die im Rollstuhl sitzen, auf ein Pferd setzen zu können.
Es heißt nicht Bowlingkugel, sondern Bowlingball! Das war das erste, was die Schülerreporter der Klasse 4a der Von-Ketteler-Schule Oelde bei ihrem Besuch im Bowlingzentrum Red Bowl in Oelde erfahren haben.
Oelde (gl). Wir, die Schülerreporter der Klasse F3 der Von-Ketteler-Schule, haben das Red-Bowl-Bowling-Zentrum in Oelde besucht. Und dabei viele interessante Entdeckungen gemacht.
Haustechniker Lothar Baumeister führt uns zur Pin-Aufstell-Maschine. Er erklärt, wie diese funktioniert: „Zu jeder Bahn gehören 25 Pins.“ Zehn davon stehen auf der Bahn, die anderen 15 sind im Maschinenkreislauf. Nach einem Wurf werden die Pins von der Bahn weggeschoben und mit einem Elevator (sprich: Älewäiter, das ist englisch und heißt Aufzug) nach oben in die Pin-Aufstell-Maschine transportiert. Dort werden sie mit Fließbändern auf ihre Position gefahren.
Gleichzeitig werden unten auf der Bahn zehn neue Pins aufgestellt. ,,Wenn alle Maschinen an sind“, erläutert Baumeister, „dann ist es zu laut. Dann muss man Micky Mäuse aufsetzen.“ Ihr fragt euch bestimmt, wie Lothar Baumeister mit zwei Micky Mäusen an den Ohren aussieht. Er meint natürlich nicht die richtigen Micky Mäuse, sondern Ohrenschützer, die so aussehen wie Micky-Maus-Ohren.
Wir müssen diese Micky Mäuse nicht tragen, denn bei unserem Besuch läuft nur eine Pin-Aufstell-Maschine. Trotzdem ist es ganz schön laut. Etwas leiser ist es später, als jeder von uns mehrere Frames bowlen darf – und einige Kinder von uns schaffen sogar einen Strike!
Oelde (gl). … und noch mehr im Bauch des Technikers. Wir, die Schülerreporter der Klasse F3 der Von-Ketteler-Schule, haben dem Haustechniker vom Red-Bowl-Bowling-Zentrum in Oelde, Lothar Baumeister (49), nämlich Löcher in den Bauch gefragt.
Keine Angst – die 282 Löcher sind in den insgesamt 94 Bowlingbällen. Die drei Löcher in jedem Bowlingball sind dafür da, dass man die Bowlingbälle richtig im Griff hat. Die Löcher sind für den Daumen, den Mittelfinger und den Ringfinger.
Auf den Bowlingbällen stehen unterschiedliche Zahlen. Diese verraten uns das Gewicht der Bälle. Steht zum Beispiel eine Acht auf dem Ball, muss man die Acht mit 453,6 Gramm multiplizieren. Das ist so, weil Bowling aus Amerika kommt und dort mit englischen Pfund gerechnet wird. Ein englisches Pfund sind 453,6 Gramm. Der Ball wiegt also 3,6 Kilogramm. Das ist so schwer wie dreieinhalb Milchpackungen. Auf dem schwersten Ball steht übrigens eine 16. Er wiegt also 7,3 Kilogramm. Das ist schwerer als sieben Milchpackungen.
Was ist eigentlich ein Sparbuch? Das wissen die Schülerreporter der Klasse 4a der Sonnenschule Beckum nach ihrem Besuch bei der Sparkasse Beckum ganz genau. Sie haben den Jugendberater der Sparkasse besucht.
Beckum (gl). Ein Touristenführer im Finanzdschungel? Was hat das mit Sparkassen zu tun. Das fragen wir, die Klasse 4a der Sonnenschule Beckum, uns bei unserem Besuch in der Sparkasse Beckum-Wadersloh.
Als wir die Sparkassen-Geschäftsstelle in Beckum besuchen erfahren wir mehr dazu. Denn wir sind nicht da, um Geld abzuholen, sondern um ein Interview zu führen und mehr über die vielen verschiedenen Kontoarten zu erfahren. Wir sprechen mit dem Sparkassenmitarbeiter Johannes Kemper (22). Er sagt uns: „Ich arbeite gern mit Menschen, besonders mit jungen Menschen, zusammen und biete ihnen Lösungen an. Ich fühle mich manchmal wie ein Touristenführer im Finanzdschungel.“
Er erklärt uns, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Geld zu sparen, um sich größere Wünsche erfüllen zu können. Für das gesparte Geld bekommen wir bei der Sparkasse Zinsen und haben nach einem Jahr mehr Geld als wir eingezahlt haben. Schon jetzt können wir anfangen, für unseren Führerschein zu sparen.
Es gibt auch die Möglichkeit, ein Taschengeldkonto einzurichten. Unsere Eltern können das Taschengeld dort einzahlen und wir können es mit unserer Euroscheckkarte abholen, wenn wir es brauchen. So lange wir noch nicht arbeiten, kostet das Konto nichts für uns. Danach müssen wir zwischen 4 und 6,50 Euro pro Monat für unser Konto bezahlen.
Neu ist für uns, dass es bei der Sparkasse Beckum-Wadersloh mehrere tausend Konten gibt. Am spannendsten finden wir jedoch den Besuch des Schließfachraumes für Kunden, der mit einer etwa 33 Zentimeter dicken Tür verschlossen wird. Kunden kommen dort nur einzeln und nur mit ihrer Scheckkarte und ihrer Geheimzahl hinein.
Nach unserem Besuch durchschauen wir den Finanzdschungel viel besser und wissen, dass es beim Umgang mit Geld wirklich manchmal wie in einem Dschungel sein muss. Denn es gibt so viel zu beachten, dass es gut ist, wenn Berater da sind.
Auch einen Geldautomaten durften sich die Reporter von hinten ansehen.
Beckum (gl). Der Geldautomat ist ein Automat, an dem man Geld von seinem Girokonto abheben kann. Ein Geldautomat ist ein Tresor, auf dem ein Computer steht, der überprüft, ob auf dem Girokonto noch genug Geld ist.
In dem Tresor sind vier Fächer für Geldkassetten mit 5-, 10-, 20- und 50-Euro-Scheinen. Ungefähr einmal in der Woche wird der Automat mit 107 000 Euro bestückt. Das machen zwei Personen: Eine hat den Schlüssel für den Tresor, die andere Person kennt den Code für den Tresor. Hier herrscht also das Vier-Augen-Prinzip, damit der Tresor nicht ausgeraubt werden kann.
Jeden Tag wird nachgeschaut, wie viel Geld noch im Automaten vorhanden ist. Man kann nur mit einer Euroscheck-Karte Geld am Automaten abheben. Wenn man ihn benutzt, rattert er ganz laut. Hebt man bei einer anderen Bank Geld mit der Sparkassenkarte ab, kostet das eine Gebühr, weil das Geld von der Sparkasse zur jeweiligen Bank transportiert werden muss.
Das Geld, das in den Automaten kommt, wird mit einem Geldtransport gebracht. Damit dieser nicht überfallen wird, sind viele Sicherheitsmaßnahmen nötig.
Ganz viele ausgestopfte Tiere, aber auch echte Falken und Frettchen durften die Schülerreporter der Klasse 4b der Sonnenschule Beckum beim Besuch der Waldschule Beckum bewundern.
Beckum (gl). Das ist für uns ein spannender Tag an der Sonnenschule. Wir, die Kinder der Klasse 4b, sind ganz aufgeregt. Wann kommt denn die rollende Waldschule? Endlich öffnet der Bulli seine Türen.
Cool, in dem Bulli stehen mehr als 60 Tiere. Die großen Tiere finden wir besonders eingrucksvoll. Dass sie ausgestopft sind, stört uns wenig. Gerd Sprenker, der Leiter der Waldschule, und sein Bekannter, der Jäger Ulrich Kröger, zeigen uns viele Tiere und beantworten unsere Fragen. Natürlich machen wir auch viele Fotos. Dabei darf jedes Kind eines der ausgestopften Tiere halten.
Ulrich Kröger hat zwei lebendige Frettchen dabei. Wir dürfen sie streicheln und zahlreiche Fragen stellen. Als zweite Attraktion ist nun der Falkner an der Reihe. Dirk Walter und seine Frau, Beate Halbe, erzählen uns viele spannende Sachen über ihre Greifvögel.
Sie haben ein Männchen und ein Weibchen dabei. Ihre Namen sind Finn und Fey. Die beiden Vögel sind Geschwister. Zu unserer Überraschung sind Dirk Walter und Beate Halbe keine Falkner aus einem Vogelpark oder einem Zoo. Sie lassen ihre Falken nicht zum Vergnügen fliegen.
Nein, sie gehen mit ihren Falken richtig auf die Jagd. Dabei bilden sie ein richtiges Jagdteam. Zu dem Team gehören: Dirk Walter und Beate Halbe, zwei Hunde und sieben Falken. Falkner Dirk Walter beantwortet uns noch viele, viele Fragen rund um das Thema die Greifvögel.
Zum Schluss kommen alle Kinder der Sonnenschule auf den Schulhof und sehen sich die Waldschule und die Falken an. Noch einmal werden die Experten mit vielen neugierigen Fragen gelöchert.
Auch ein Falkner war beim Besuch der Walschule auf dem Schulhof der Sonnenschule dabei. Ihm haben die Schülerreporter einige Fragen gestellt.
Beckum (gl). Auch Dirk Walter, der Falkner, hatte viel zu erzählen.
Klasse 4b: Wieso wollten Sie Falkner werden? Dirk Walter: Weil meine Frau Falknerin war, wollte ich es auch gern werden.
Klasse 4b: Ist die Ausbildung der Tiere schwer? Dirk Walter: Die Ausbildung ist sehr umfangreich und hört nie auf. Da man im Sommer nicht jagen darf, muss man im Herbst wieder von vorn anfangen, mit den Vögeln zu üben.
Klasse 4b: Ist beim Üben schon einmal ein Falke weggeflogen? Dirk Walter: Ja, der Vater dieser Vögel war schon einmal acht Tage lang weg. Wir haben ihn gesucht und an einem Gewächshaus wiedergefunden. Man kann den Tieren aber auch einen Sender umhängen.
Klasse 4b: Wie hoch kann ein Falke fliegen? Dirk Walter: Ein Falke kann so hoch fliegen, dass man mit einem Fernglas nur noch einen Punkt sieht.
Richtig dicke Türen hat so ein Banktresor. Deshalb ist das Geld dort ziemlich sicher - darüber sind sich die Schülerreporter der Klasse 4b/a der Paul-Gerhardt-Schule Beckum nach ihrem Besuch bei der Sparkasse Beckum einig.
Beckum (gl). Wir, die Schülerreporter der Klasse 4b/a der Paul-Gerhardt-Schule, haben den Tresor der Sparkasse Beckum besichtigt. Wir hatten außerdem viele Fragen an die Sparkassenmitarbeiterin Verena Drongowski.
Klasse 4b/a: Hat schon jemand versucht, in die Bank einzubrechen? Verena Drongowski: Im November vergangenen Jahres hat ein Einbrecher ein Fenster aufgehebelt und in den Sparbuchschließfächern nach Bargeld gesucht. Da aber alle Kunden wissen, dass sie in diesen Schließfächern kein Bargeld aufheben sollen, hat der Einbrecher nichts gefunden. Er hat ein rotes Meer aus Sparbüchern auf dem Fußboden zurückgelassen.
Klasse 4b/a: Kennen Sie die Zahlenkombination, mit der man den Tresor öffnen kann? Verena Drongowski: Es gibt zwei Zahlenkombinationen, die nur zwei Mitarbeiter der Sparkasse kennen. Beide geben ihre Kombination ein. Erst dann kann der Tresor geöffnet werden. Ich kenne die Zahlenkombinationen nicht, weder die Anfangszahlen noch die Anzahl der Ziffern.
Klasse 4b/a: Sind Geldautomaten eigentlich sicher? Verena Drongowski: Am Geldautomaten kann man nur mit seiner Euroscheck-Karte, also EC-Karte, Geld abheben. Zu jeder EC-Karte gibt es eine Geheimzahl, die einmalig ist. Jeder sollte seine Geheimzahl im Kopf speichern und nicht im Portemonnaie aufheben. In der Sparkasse an der Weststraße hat noch nie jemand am Geldautomaten fremdes Geld abgehoben.
Klasse 4b/a: Seit wann gibt es eigentlich Geld? Verena Drongowski: Vor ganz langer Zeit wurden Waren nur getauscht. Wenn man zum Beispiel Stoff, Mehl oder Holz benötigte, bezahlte man mit einer Kuh oder einem Schaf. Später gab es dann Warengeld. Das waren zum Beispiel Muscheln. Da sich aber nicht alle einig waren, wie viel eine Muschel wert ist, wurden Münzen mit einem aufgedruckten Wert erfunden. So kam man zu den unterschiedlichen Münzen und Scheinen.
Klasse 4b/a: Wer stellt das Geld her? Kann der Deutschland so viel Geld drucken, wie gebraucht wird? Verena Drongowski: Die Deutsche Bundesbank hat das Geldschöpfungsmonopol. Das heißt, dass sie das Recht hat, Münzen herzustellen. Jedes europäische Land stellt seine eigenen Euro-Münzen her. Die Geldscheine sind aber in allen europäischen Ländern gleich und werden nur von der Europäischen Zentralbank (EZB) hergestellt. Die EZB beobachtet die Wirtschaft und achtet darauf, dass nicht zu viel Geld gedruckt wird.
Beim Rundgang in der Sparkasse gab es viel zu sehen.
Beckum (gl). Die Bankangestellten Verena Drongowski und Rita Gehringhoff von der Sparkasse Beckum gehen mit uns durch die geöffneten Tresortüren. Wir staunen über die ungefähr 30 Zentimeter dicke Tür und das Kurbelrad, mit dem mehrere Stahlstangen bewegt werden können um die Tür sicher zu verschließen. An jeder Tür befinden sich zwei Schlösser, die nur mit den jeweils richtigen Zahlenkombinationen geöffnet werden können.
Jeder von uns hat sich den Tresorraum ganz anders vorgestellt. Im Kundentresor mit mehr als 500 großen und kleinen Schließfächern sieht es fast gemütlich aus. Diesen Raum dürfen die Bankkunden nur einzeln betreten, um wichtige Dokumente, Schmuck oder andere Wertgegenstände in ihrem gemieteten Schließfach sicher aufzuheben.
Im zweiten Tresor der Sparkasse wird sehr viel Geld gelagert. Wie viel das ist, verrät uns Verena Drongowski aber nicht. Hier wird auch mithilfe von Maschinen das Geld sortiert, gerollt und eingeschweißt. Geldtransporter holen das Geld ab und bringen es zum Beispiel zur Deutschen Bundesbank.
Hinter einer Metalltür zeigt Verena Drongowski auf kleine Goldbarren und wir staunten nicht schlecht, als sich jeder von uns einen Barren nehmen darf. Bei dem geringen Gewicht merken wir aber schnell, dass es sich um leckere Schokoladenbarren handelt.
Eine beeindruckende Löschübung der Flughafenfeuerwehr haben die Schülerreporter der Klasse 4b der Overbergschule Warendorf bei ihrem Besuch auf dem Flughafen Münster-Osnabrück in Greven ganz aus der Nähe beobachten können.
Warendorf/Greven (gl). Ein kräftiger Wasserstrahl trifft die durchlöcherte Flugzeugnase. Anne Axler vom Besucher-Service-Team des Flughafens Münster/Osnabrück (kurz: FMO) in Greven macht eine Flughafen-Führung mit uns und erklärt, dass die Flughafenfeuerwehr gerade übt. Wir sind sehr fasziniert.
Ein Löschfahrzeug spritzt in nur einer Minute 1600 Liter Wasser in das Innere der Flugzeugnase. Wie das tropft! Diese Übung ist notwendig. Wenn ein Flugzeug innen brennt, muss man schnell handeln, weil es schnell heiß wird.
Als Nächstes zeigt uns Anne Axler im Flughafengebäude, das heißt Terminal, die Flugtafel und sie beschreibt uns, wie man die Tafel liest. Die Flugzeuge FMO fliegen hier schon seit 1972 – also 38 Jahre lang, so lange gibt es den FMO schon.
Toll ist, dass wir auch durch den Sicherheitsscanner gehen dürfen. Dafür müssen wir alle Jacken, Gürtel und Taschen, auf ein Band legen, damit sie durchleuchtet werden können. Bei manchen von uns piept es sogar, aber keiner von uns hat etwas dabei, womit er ein Unheil anrichten könnte.
„Man sollte sich gut überlegten, ob man als Souvenir aus dem Urlaub einen Pumakopf oder eine Koralle mitnimmt“, erzählt uns Anne Axler. Denn nicht alles ist erlaubt. Diese nicht erlaubten Dinge werden den Passagieren am Flughafen bei der Zollkontrolle abgenommen und sie müssen dann sogar eine Strafe dafür zahlen.
Danach gehen wir zu einem Modell vom Flughafen. Anne Axler erzählt: „Wir wollen die Startbahn verlängern. Sie soll erst einmal 3000 Meter lang und 60 Meter breit werden.“ Bei einem 3000-Meter-Lauf muss man siebeneinhalb Runden auf dem Sportplatz laufen. Mit 60 Metern ist die Startbahn fast so breit wie ein Fußballplatz. Anne Axler ergänzt: „Allerdings ist ein Bach im Weg.“ Aus diesem Grund muss der Flughafen elf Millionen Euro für Lichtschächte bezahlen, die in die Bahn eingebaut werden. So können die Tiere im Bach sehen, ob es Tag oder Nacht ist.
Die Anwohner wollen den Lärm der Flugzeuge aber nicht und haben sich beim Gericht beschwert. Deshalb steht noch nicht fest, ob die Start- und Landebahn wirklich verlängert werden darf.
Als Nächstes fahren wir mit dem Bus zum ADAC-Rettungshubschrauber. Die Landefläche für den Hubschrauber ist nicht viel größer als er selbst. Er heißt Christoph Westfalen und kann 220 Stundenkilometer schnell fliegen. Das ist so schnell wie ein schnelles Auto.
Eine Frage über die Island-Aschewolke können wir uns natürlich nicht verkneifen. Anne Axler erzählt uns, dass die Menschenschlange riesig war. Einige Menschen sind ruhig geblieben und haben sich das erklären lassen. Andere Menschen haben sich aufgeregt. „Aber der Flughafen konnte ja gar nicht entscheiden, ob Flugzeuge starten durften. Das ist von der deutschen Flugsicherung entschieden worden. Was die sagen, ist Gesetz“, sagt Anne Axler.
Sie erzählt und auch, dass am FMO schon viele berühmte Personen gelandet und gestartet sind, zum Beispiel der Moderator Günther Jauch.
Die wissenshungrigen Nachwuchsreporter haben noch mehr gefragt.
Warendorf/Greven (gl). Flughafen-Mitarbeiterin Anne Axler erzählt uns von ihren Erlebnissen am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO).
Klasse 4b: Welches war für Sie an diesem Flughafen bisher das spannendste Erlebnis? Anne Axler: Das war, als Bundeskanzlerin Angela Merkel hier gelandet ist. Aber als die Mannschaften für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hier gelandet sind, war es auch sehr aufregend.
Klasse 4b: Welche Folgen gibt es für den FMO nach den Flugausfällen durch die Vulkanasche? Anne Axler: Wir hatten durch die Aschewolke ungefähr 450 000 Euro Einnahmenausfälle. 22 500 Passagiere konnten in der Zeit nicht fliegen. Außerdem konnten 140 Tonnen Fracht nicht befördert werden und 260 Starts und Landungen haben nicht stattgefunden.
Klasse 4b: Ist so etwas zuvor schon einmal passiert? Anne Axler: So ein Verbot wie jetzt hat es noch nie gegeben.
Was macht eigentlich eine Krankenschwester den ganzen Tag über? Dieser Frage sind die Schülerreporter der Klasse 4b der Edith-Stein-Schule Oelde bei ihrem Besuch im Marienhospital Oelde auf den Grund gegangen.
Oelde (gl). Oh Schreck! Auf dem Bildschirm können es alle lesen: Das Luis’ Herz schlägt 173-mal in der Minute. Dieser Wert wird gerade bei Luis gemessen.
Wir, die Schülerreporter der Klasse 4b der Edith-Stein-Schule, sind zu Besuch im Marienhospital Oelde. Hier möchten wir etwas über die Berufe Krankenschwester und Krankenpfleger erfahren.
Die Kinder sind in dem kleinen Operationsraum in der chirurgischen Ambulanz des Marienhospital Oelde. Alle dürfen ihren Puls messen lassen. Aber das Messgerät hat die 173 Pulsschläge am Anfang falsch gemessen. Schon bald zeigt es den wirklichen Puls. Mit Luis ist also alles in Ordnung.
In diesem Operationsraum haben wir viele Geräte gesehen: ein Blutdruckmessgerät, ein Ultraschallgerät, ein Narkosegerät und ein Beatmungsgerät. Es gibt hier auch Verbände, Pflaster, Scheren, Spritzen und Medikamente. Hier werden auch kleine Operationen durchgeführt: Das Richten von Gelenken, die herausgesprungen sind, und das Nähen von Platzwunden sind hier ganz normal. Brandwunden werden hier auch versorgt und Zecken entfernt.
Jetzt geht es ans Eingemachte. Wie ist das denn nun mit dem Beruf Krankenschwester?
Oelde (gl). Uns interessiert auch die Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger und deren Arbeit im Krankenhaus. Monika Egbert, die stellvertretende Pflegedienstleiterin, erklärt uns, wie das ist.
Die Krankenschwestern müssen jeden Morgen die Patienten wecken. Vorher müssen sie sich jedoch umziehen, da sie nicht in ihrer Straßenkleidung arbeiten dürfen. Das Waschen der Patienten ist alltägliche Arbeit. Danach müssen sie einigen Patienten beim Anziehen helfen. Dann bringen sie das Essen und füttern die Patienten, die nicht allein essen können.
Fertig auf Tabletts verteilt kommt das Essen aus der Küche. Dort wird es nach den Wünschen der Kranken zusammengestellt. Später holen die Krankenschwestern die leeren Tabletts wieder ab.
Jeden Morgen werden Fieber und Puls gemessen. Die Krankenschwestern müssen nach den Anweisungen der Ärzte Medikamente verteilen. Wenn ein Patient nicht allein gehen kann, muss ihn die Krankenschwester oder der Krankenpfleger zur Toilette oder zur Dusche bringen. Das ist nicht immer leicht. Da muss man manchmal ganz schön stark sein.
Bei manchen Patienten müssen Verbände gewechselt oder Spritzen gegeben werden. Blutdruck messen und Blutabnehmen gehören auch zur Arbeit der Schwestern, genauso wie die Vorbereitung auf eine Untersuchung oder eine Operation.
Eine wichtige Aufgabe ist das Führen der Krankenakten. Da muss eine Schwester wirklich alles aufschreiben, was im Laufe der Schicht gewesen ist und gemacht wurde – auch besondere Vorfälle. So kann das später jeder nachlesen. Wenn die Schicht zu Ende, ist sagt die Krankenschwester der Kollegin aus der nächsten Schicht, was mit den Patienten war. Das nennt man Übergabe.
Nicht nur süß, sondern auch richtig stark und ausdauernd sind Huskys. Das haben die Schülerreporter der Klasse 4b der Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule Füchtorf bei ihrem Besuch bei Familie Schuchert in Füchtorf gelernt.
Füchtorf (gl). Wir, die Klasse 4b der Grundschule Füchtorf, werden von lautem Hundegebell begrüßt, denn wir sind bei Schucherts in Füchtorf. Bernhard und Carola Schuchert sind Schlittenhundeführer und züchten selber Huskys.
Bernhard Schuchert zeigt uns zuerst sein Auto mit vielen Boxen, in denen die Huskys zu den Rennen transportiert werden. Huskys sind schlaue Tiere. Carola Schuchert erzählt: „Jeder Huskys weiß genau, wo seine Box ist.“
Dann gehen wir in den Garten. Die Huskys bellen wieder aufgeregt, aber wir gucken uns erst den Hundeschlitten an. Carola Schuchert erzählt uns: „Der Schlittensack transportiert verletzte Huskys und Gepäck.“ Der Schlitten hat zwei Bremsen. Außerdem gibt es noch zwei Anker. Die kann in die Erde oder in den Schnee drücken, damit die Hunde nicht einfach weiterrennen, wenn der Schlitten steht.
Endlich dürfen wir zu den Huskys. Sie heißen Ella, Johann oder Prinzessin Lilifee. Manche Huskys bellen und manche haben Angst vor uns. Die anderen sind neugierig auf uns. Alle dürfen die Huskys streicheln und sich Pfötchen geben lassen. Carola Schuchert nimmt ihre Lieblingshündin Ella auf den Arm. „Unsere Hunde sind ganz verschmust“ , erklärt sie.
Im Sommer trainieren die Schlittenhunde mit einem Quad. „Wir machen das nicht nur zum Spaß. Die Hunde müssen auch ohne Schnee trainieren“, erklärt uns Bernhard Schuchert. Die Schucherts holen sechs Huskys aus ihren Zwingern und spannen sie vor das Quad. Die Hunde ziehen das Quad mit Bernhard Schuchert darauf über die Wiese. Unsere Mitschüler Paul und Marie dürfen mitfahren. Nachher berichten sie: „Es war total cool! Die Huskys haben uns ohne Hilfe gezogen. Sie waren total schnell.“
Dann zeigt uns Carola Schuchert Booties. Booties sind Schuhe für Huskys. Die brauchen sie, damit die Pfoten nicht verletzt werden, wenn man sehr viel trainiert.
Schließlich sagt uns Bernhard Schuchert, dass er und seine Frau schon an 200 Rennen teilgenommen haben – auch an dem nördlichsten und längsten Rennen Europas. Das ist der 1000 Kilometer lange „Finmarkslopet“. Dabei haben sie den 16. Platz gemacht.
Nur gucken ist zu wenig. Die Schülerreporter hatten selbstverständlich auch ganz viele Fragen an die Schucherts.
Füchtorf (gl). Wir, die Schülerreporter der Klasse 4b, haben Carola und Bernhard Schuchert interviewt. Sie sind Musher, das ist das Fachwort für Schlittenhundetrainer.
Klasse 4b: Was gefällt ihnen an der Hunderasse Husky besonders gut? Bernhard Schuchert: Mir gefällt es, dass sie gut ziehen und gut arbeiten.
Klasse 4b: Haben Sie die Hunde selber gezüchtet? Und wie viele Hunde haben sie zurzeit? Carola Schuchert: Wir haben einen großen Teil unserer 26 Hunde selbst gezüchtet.
Klasse 4b: Wie viel Gewicht können Huskys ziehen? Bernhard Schuchert: Huskys können über lange Strecken ihr eigenes Körpergewicht ziehen.
Klasse 4b: Wie lange dauert es, bis ein Hund im Gespann mitlaufen kann? Carola Schuchert: Mit acht Monaten kann ein Hund schon kleine Strecken von zwei Kilometern mitlaufen. Ab zwei Jahren schafft er schon größere Strecken.
Klasse 4b: Gibt es besondere Kommandos beim Schlittenrennen? Bernhard Schuchert: Ja es gibt ,,gee“, das bedeutet links, und ,,haw“, das bedeutet rechts. ,,Ho“ bedeutet ,,Stopp“. Und dann gibt es auch noch „okay“, das bedeutet los. Unsere Hunde verstehen die Kommandos auch auf deutsch.
Eine Schatzkiste voller toller Geschichten war das Interessanteste, was die Schülerreporter der Froschklasse der Kardinal-von-Galen-Schule Vellern bei ihrem Besuch in der Buchhandlung Darpe in Beckum entdeckt haben.
Beckum (gl). Als wir, die Froschklasse der Kardinal-von-Galen-Schule aus Vellern, die Buchhandlung Darpe in Beckum betreten, fällt uns sofort ein besonderer Geruch auf: Es riecht so ähnlich wie eine frisch gedruckte Zeitung. Das ist die Druckerschwärze, mit der Zeitungen und Bücher gedruckt werden.
Wir haben einen bestimmten Grund für unseren Besuch, den Welttag des Buches. Die Buchhändlerin Hildegard Rawe (52) ist die Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung bei Darpe. Außer ihr arbeiten noch fünf weitere Buchhändlerinnen dort.
Weil vor kurzem Welttag des Buches war, haben wir für die Buchhandlung auch ein Geschenk mitgebracht. Auf einem großen Bild hat jedes Kind der Froschklasse seine Lieblings-Kinderbuch-Figur gemalt. So kommt es, dass da das Sams mit einem Olchi tanzt, Pipi Langstrumpf mit Madita spielt und das kleine Gespenst gegen Carlson vom Dach ein Rennen fliegt. Die Buchhändlerinnen freuen sich riesig über das Geschenk.
Hildegard Rawe zeigt uns eine Schatztruhe, aus der sie die verschiedensten Bücher holt: eine Liebesschnulze, einen Krimi, ein Kochbuch, ein Baby-Bilderbuch, ein Hörbuch und ein Kinderbuch.
Aus dem Kinderbuch liest Hildegard Rawe uns etwas vor. Das Buch heißt „Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum“ und wurde von Andy Stanton geschrieben. Darin geht es um einen Mann, dessen Haus sehr chaotisch ist, der aber einen wunderschönen Garten besitzt. Das Buch ist lustig und macht auch ein bisschen nachdenklich.
Dann zeigt uns Hildegard Rawe die Buchhandlung. Wir sehen viele Regale mit den unterschiedlichsten Büchern. An einem Büchertisch zeigt sie uns ein Tierbeobachtungsbuch, das sogar ein Zelt enthält. Am Computer bestellen wir ein Mathebuch. Dabei erklärt uns Hildegard Rawe, dass man mit der ISBN-Nummer jedes Buch im Computer bestellen kann.
Wir wollen wissen, welches Buch die Nummer 001 hat. Die anderen Angestellten der Buchhandlung helfen ihr beim Suchen. „Es ist Goethes Faust“, ruft Buchhändlerin Maria Heese. Hildegard Rawe zeigt uns das teuerste Buch der Buchhandlung, eine Bibel mit Goldschnitt. Das bedeutet, dass die Seiten an den Kanten mit Gold überzogen sind. Die Bibel kostet 510 Euro.
Hildegard Rawe erzählt uns noch eine Menge über die Buchhandlung. Die Buchhandlung gibt es schon seit den 50er-Jahren. Sie war früher in dem Haus neben der Beckumer Lokalredaktion der „Glocke“. Da hieß sie noch Buchhandlung Gelhard. Darpe heißt sie erst seit 1996.
Im vergangenen Jahr, also 2009, war „Harry Potter“ das meistverkaufte Buch, in diesem Jahr könnte es „Biss zum Morgengrauen“ aus der Serie Twilight werden.
Beckum (gl). Wir Schülerreporter stellen Hildegard Rawe viele Fragen.
Froschklasse: Was war als Kind Ihr Lieblingsbuch? Hildegard Rawe: Das ist das Buch „Onkel Toms Hütte“. Ich sammle inzwischen die verschiedenen Ausgaben dieses Buches. Wenn ich jetzt das Buch „Onkel Toms Hütte“ irgendwo in einem Laden sehe, kaufe ich es mir für meine Sammlung.
Froschklasse: Was nervt Sie manchmal an Ihrem Beruf? Hildegard Rawe: Am meisten stört mich, dass ich nicht genug Zeit habe, alle interessanten Bücher zu lesen, die ich gerne lesen möchte.
Froschklasse: Welches Buch würden Sie uns empfehlen? Hildegard Rawe: Ich würde euch das Buch „Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum“ empfehlen. Darin könnt ihr erfahren, warum der Hund Jakob ausgerechnet im Garten des chaotischen Mister Gum, der viel lieber allein sein will, leben möchte.
Die Schüler werden zu Himmelstürmern: Die 4a der Don-Bosco-Schule Ahlen hat den Turm der Bartholomäus-Kirche in Ahlen erklommen und dabei Balken gesehen, die mehr als 500 Jahre als sind. Die Reporter besichtigten über den Dächern Ahlens auch die Glocken der Kirche.
Ahlen (gl). Wir sind alle sehr aufgeregt, weil wir heute der St.-Bartholomäus-Kirche aufs Dach steigen wollen. Der Kirchenführer, Rembert Wilke, erzählt uns interessante Dinge über die Kirche. Und dann geht es los!
Rembert Wilke (Bild) führt uns durch eine unauffällige Tür zu einer ganz engen und spiralförmigen Treppe, einer Wendeltreppe. Ängstlich gehen wir sie hinauf.
Die Treppe führt uns in die erste Etage. Dort sehen wir einen Kübel, in dem alte Gewichte eines Uhrwerks liegen. Jetzt sind die steilen Holztreppen an der Reihe. Wir klettern immer höher und zittern sehr. Wir haben etwas Angst, weil so viele Löcher in den Brettern sind, auf denen wir stehen. „Einige Bretter und Balken des Kirchendachs sind so alt wie die Kirche selbst, also etwa 500 Jahre“, erklärt uns Rembert Wilke. Wir entdecken zwei verrostete Glocken und ein altes Uhrwerk.
Durch eine niedrige Tür gehen wir in einen dunklen Raum. Hier riecht es ganz muffig. Wir sind jetzt über dem Kirchengewölbe. Die Kuppeln sehen von oben aus wie ein Dorf aus afrikanischen Lehmhütten. Wir dürfen sogar zwischen den Kuppeln hergehen. Die Bretter, auf denen wir gehen, wackeln sehr. Überall ist es ganz dreckig und staubig.
Dann gehen wir noch zwei weitere Holztreppen hoch. Die Treppen sind sehr steil. Deswegen ist es schwer, sie hinaufzuklettern. Da sehen wir eine große Glocke und vier kleine. Unsere Mitschüler Oguzhan und Aykut dürfen die große Glocke anschlagen. Das ist sehr laut. Es gibt einen langen Nachklang.
Ab jetzt müssen wir auf Holzleitern weiterklettern. Wir dürfen leider nur bis in die vorletzte Etage. Dort liegt eine Menge Vogelkot. Wir gucken alle aus den Fenstern und haben eine tolle Aussicht. „Von hier oben kann man bis nach Neubeckum sehen“, erzählt uns Rembert Wilke.
Anschließend haben die Schülerreporter Kirchenführer Rembert Wilke mit Fragen gelöchert.
Ahlen (gl). Den Besuch im Kirchturm haben die Schülerreporter dazu genutzt, Kirchenführer Rembert Wilke (74) Fragen zu stellen.
Klasse 4a:Wann haben Sie angefangen, in der Kirche zu arbeiten? Rembert Wilke: Im Jahr 2000 habe ich angefangen, als Kirchenführer zu arbeiten.
Klasse 4a:Warum sind Sie Kirchenführer geworden? Rembert Wilke: Weil es mir Spaß macht, Leuten etwas beizubringen, und weil ich mich immer schon für Geschichte interessiert habe.
Klasse 4a:Wie viele Leute passen in die Kirche? Rembert Wilke: Es gibt ungefähr 550 Sitzplätze, aber bei besonderen Anlässen passen 800 bis 1000 Personen in die Kirche.
Klasse 4a:Wie heißt der Pastor der Kirche? Rembert Wilke: Er heißt Matthias Könning.
Klasse 4a:Wie viel verdient der Pastor? Rembert Wilke: Er verdient so viel wie ein Oberstudienrat.
Da wird der Reportertermin zum Erlebnis. Die Schüler der Klasse 4c der Edith-Stein-Schule in Oelde haben das Kindermuseum Klipp-Klapp im Vierjahreszeitenpark besucht. Neben den Interviews stand ein ausführlicher Praxistest auf dem Programm.
Oelde (gl). Es klappert die Mühle und der Axtbach nebenan rauscht auch ganz schön. Wir können es hören, da wir heute losgezogen sind, um das Kindermuseum Klipp Klapp im Vier-Jahreszeiten-Park Oelde zu entdecken. Den Wasserbereich neben der Gläsernen Küche finden viele von uns am besten.
Dorthin stürmen wir sofort. Einige von uns bauen Staudämme, machen Wasserfälle und bedienen die lange Röhre mit Bällen, damit diese wieder von oben ins Wasser fallen können.
Am Eingang fallen uns sofort die vier großen Zylinder auf. Auf unsere Nachfrage erklärt uns Claudia Beck (38), Leiterin des Klipp-Klapp-Museums, dass die großen Säulen Silikonöl enthalten. Diese Öle sind unterschiedlich zähflüssig. Wenn man durch Betätigen der großen Hebel Luft in die Zylinder hineinpumpt, steigt die Luft in unterschiedlich großen Blasen wieder nach oben.
Nun sind wir nass genug geworden und wollen als nächstes die große Rutsche näher untersuchen. Die Rutsche wurde wie eine Spirale aus Holz gebaut, damit sie in der kleinen Mühle nicht zu viel Platz wegnimmt. Wir erfahren, dass die Rutsche früher benutzt wurde, um in der alten Mühle Mehlsäcke hinunter zu befördern. Die Säcke waren nämlich etwa 50 Kilogramm schwer und der Müller wollte sie nicht immer die enge Treppe abwärts tragen müssen.
Wir nehmen einen Wollfaden mit und rutschen mit ihm die Rutsche hinunter. Anschließend messen wir den Faden mit einem Maßband nach und wissen nun, dass die Rutsche etwa 10,5 Meterlang ist.
Natürlich dürfen in einem Mühlenmuseum auch Mühlen nicht fehlen. Wir finden insgesamt drei Mühlen im Museum. Die große Kindermühle ist nicht zu übersehen, da sie mitten im Museum steht.
Wir treiben die große Kindermühle durch eine Art Hamsterrad an. Trotz der Anstrengung macht es uns eine Menge Spaß. So können wir die unterschiedlich großen Bälle sieben und in die richtigen Säcke purzeln lassen.
Aber wir wollen auch richtiges Mehl in einer Mühle mahlen. Die Mühle, die wir finden, steht neben der großen Kindermühle und funktioniert wie eine Mühle früher. Allerdings ist sie viel kleiner, aber sie mahlt unser Mehl sehr fein. Die dritte Mühle finden wir in der Gläsernen Küche. Mit dieser Diamantmühle, die aussieht wie ein großer Fleischwolf, können die Köche verschiedene Getreidearten mahlen und leckere Kuchen und Brote daraus backen.
Im Vier-Jahreszeiten-Raum gibt es ein Riechmemory und Sitzhocker mit unterschiedlich gefüllten Kissen. Auch als alte Müllerin können wir uns verkleiden und uns so ein bisschen fühlen wie die Leute, die lebten, als das Museum noch Kramers Mühle war.
Doch die Schülerreporter wollten noch viel mehr über das Kindermuseum Klipp Klapp erfahren als sie selbst ausprobieren konnten.
Oelde (gl). Wir haben Claudia Beck (38), Leiterin des Klipp-Klapp-Museums viele Fragen gestellt.
Klasse 4c:Hat das Museum ein Maskottchen? Claudia Beck: Jein, der Vierjahreszeitenpark und somit auch das Museum haben die beiden Maskottchen Jonathan und Kullerbunt. Das sind zwei Figuren des Künstlers Otmar Alt.
Klasse 4c:Welche Projekte bieten Sie im Kindermuseum für die jüngeren Besucher? Claudia Beck: Wir haben mehr als 20 Programme. Die stehen alle in unseren Flyern.
Klasse 4c:Wie alt ist das Kindermuseum? Claudia Beck: Das Kindermuseum wurde 2001 zur Eröffnung der Landesgartenschau fertiggestellt. Nach einer Überschwemmung 2007 wurde es komplett renoviert.
Klasse 4c:Welche Räume stehen den Besuchern zum Spielen zur Verfügung? Claudia Beck: Es gibt den Vierjahreszeitenraum, die Mühle mit der Rutsche, die Wasserlandschaft und die Gläserne Küche.
Klasse 4c:Seit wann kann man im Kindermuseum Geburtstage feiern und wie geht das? Claudia Beck: Seit April 2001 kommen Kinder, um ihren Geburtstag hier zu feiern. Wir veranstalten zum Beispiel Seeräuberfeste, Detektivgeburtstage oder feiern wie im Mittelalter.
Klasse 4c: Was stand früher einmal an der Stelle des Kindermuseums? Claudia Beck: Früher war hier der Stadtpark und in der alten Mühle waren die Gärtner untergebracht. Viele ältere Mitbürger kennen dieses Haus auch noch als Kramers Mühle. Auch ein Sägewerk war hier früher.
Die Reporter greifen nach den Sternen: Im Restaurant Bomke in Liesborn schauen die Schüler der Klasse 4a der Wilhelm-Hüffer-Schule Jens Bomke über die Schulter. Er ist ein Sterne-Koch. Zusammen mit ihm haben die Schüler Essen zubereitet.
Wadersloh (gl). In der Küche ist es warm. Es riecht nach leckerem Essen, so dass wir sofort Hunger bekommen. Wir, die Reporter der Klasse 4a, müssen uns im Restaurant Bomke in Wadersloh aber erst eine Schürze umbinden.
Denn heute dürfen wir in dem Restaurant des Sterne-Kochs Jens Bomke (47) kochen. Jens Bomke und seine Frau Christa (44) teilen sich die Aufgaben im Betrieb: Christa Bomke kümmert sich um die Rezeption und das Hotel und Jens Bomke um Küche, Personal und den Wareneinkauf.
Christa Bomke erklärt uns zunächst, dass die Küche in zwei Teile geteilt ist. Im Servicebereich holen die Kellner das Essen ab und bringen es den Gästen. Im Küchenbereich arbeiten die Köche. Wegen der Hygiene gelten dort strenge Regeln. Die Mitarbeiter im Kochbereich haben weiße Kleidung an, die im Servicebereich schwarze.
Uns fällt auf, dass in der Küche des Küchenchefs Jens Bomke alles selbst gemacht wird. Nur die Zutaten werden gekauft. Wir Kinder dürfen Reibekuchen mit Apfelmus und Nudeln mit Tomatensoße zubereiten. Nach der Einweisung durch die Köche Eugen Dottei und Benedikt Hellwege fangen wir an, Kartoffeln und Äpfel zu schälen. Mit der Küchenreibe reiben sie die Kartoffeln in feine Streifen.
Natürlich stellen wir auch die Nudeln selbst her. Dazu geben wir den Teig 16-mal in das elektrische Walzgerät. Dadurch wird er immer länger und dünner. Zwischendurch bestreuen wir den Teig mit Weichweizengrieß, damit er nicht klebt.
Anschließend schneiden wir den Teig in 20 Zentimeter lange Stücke. Diese geben wir in eine Schneidemaschine, an der wir kräftig kurbeln. So entstehen dünne Nudelstreifen. Sie werden in Salzwasser gekocht. Inzwischen ist auch die Tomatensoße fertig. Lecker!
Schlaue Reporter gehen Geheimnissen auf den Grund, so auch die Klasse 4a der Wilhelm-Hüffer-Schule in Liesborn.
Wadersloh (gl). Wir, die Schülerreporter der Klasse 4a, wissen natürlich, dass im Sterne-Restaurant keine Sterne an der Decke hängen. Die Sterne sind eine Auszeichnung vom Restaurant-Führer Michelin, die für eine besonders gute Küche vergeben werden. Jetzt wollen wir wissen, wie Jens Bomke seinen Stern bekommen hat.
Klasse 4a:Wie wird man ein Sterne-Koch? Bomke: An sich kann jeder ein Sterne-Koch werden. Wichtig ist, dass man den Beruf gerne ausübt. Und die Qualität muss einem wichtig sein.
Klasse 4a:Wie ist das, wenn Restaurant-Kritiker kommen? Bomke: Das merkt man gar nicht. Eigentlich ist jeder Gast ein Tester.
Klasse 4a:Sind sie manchmal nervös, wenn etwas nicht so klappt, wie Sie es wollen? Bomke: Nein, nicht nervös, sondern eher energisch. Das ist so, wenn zum Beispiel die Qualität der Zutaten nicht stimmt.
Klasse 4a:Verraten Sie auch Tricks oder persönliche Rezepte? Bomke: Natürlich! Ich habe ja eine Kochschule.
Klasse 4a:Was halten Sie davon, dass es immer mehr Kochsendungen im Fernsehen gibt? Bomke: Eigentlich finde ich das gut. Ich glaube, die Menschen ernähren sich dadurch gesünder.
Kein Termin für Schlaffis: Die Schüler der Klasse F4 der Von-Ketteler-Schule Oelde haben das Fitness-Studio X-Sports besucht. Inhaber Kai Jaeger hat den Nachwuchsreportern die einzelnen Geräte gezeigt. Natürlich durften die Schüler auch die Muskeln spielen lassen und einige Geräte ausprobieren.
Oelde (gl). Riesiggroß und hell ist es im Fitnesscenter X-Sports in Oelde. Als wir, die Klasse F4 der Von-Ketteler-Schule Oelde, durch die sich automatisch öffnende Tür ins Fitnesscenter eintreten, trainieren schon viele Leute an den Geräten.
Kai Jaeger, der Inhaber von X-Sports, begrüßt uns und beantwortet uns geduldig viele Fragen. Kai Jaeger ist 44 Jahre alt, Physiotherapeut und Fitnesstrainer und arbeitet ungefähr 50 Stunden in der Woche in seinem Studio.
Es kommen fast 200 Leute am Tag zum Trainieren, gleichviel Männer und Frauen. Vier Mitarbeiter helfen Kai Jaeger dabei, dass im Fitnesscenter alles rund läuft. Die Kunden, die zu X-Sports kommen, wollen ihre Ausdauer, ihre Kraft und ihre Beweglichkeit an den etwa 80 Geräten verbessern. Auch Menschen mit Rückenproblemen und Herzkreislaufbeschwerden kommen ins Fitnessstudio und üben an bestimmten Geräten. Alle Geräte sind orange und schwarz – wie das Logo des Fitnesscenters.
Während wir einen Rundgang durch das Studio machen, hören wir Musik. „Wir wählen die Musik so aus, dass sie den jeweiligen Kunden gefällt“, sagt uns Kai Jaeger. „Morgens sind die Kunden etwas älter, abends kommen viele Jugendliche.“
Wir sehen viele Trainingsgeräte und bekommen erklärt, wie sie funktionieren und welche Muskeln daran trainiert werden. Einige Geräte dürfen wir auch ausprobieren. Kai Jaeger erklärt uns: „Jedes Gerät kann man so einstellen, dass es schwerer oder leichter ist, daran zu trainieren.“
In der ersten Etage besichtigen wir den großen Aerobicraum, in dem verschiedene Kurse wie Cardio-Step, Bauchkiller, Rückenfit, Boxen und Tae-Kwan-Do stattfinden. Schließlich sehen wir die Theke und erfahren, dass es hier Wasser, Saft und Proteingetränke gibt. Proteingetränke machen dich schnell wieder fit und lassen deine Muskeln wachsen.
Wir freuen uns schon darauf, mit 15 Jahren selber zum Trainieren kommen zu können!
… ein neues Trainingsgerät ungefähr 4000 Euro kostet? Für so viel Geld kann man schon ein gebrauchtes Auto kaufen.
… man an den Laufbändern bis zu 20 Stundenkilometer schnell laufen kann? Um so schnell zu werden, muss man ganz schön kräftig in die Fahrradpedale treten.
… das Fitnesscenter zwei Etagen hat und 750 Quadratmeter groß ist? Das ist so groß wie sieben mittelgroße Einfamilienhäuser.
… Kinder bei Kai Jaeger Tae-Kwon-Do lernen können? Das ist eine asiatische Kampfsportart.
Hintergrund In einem speziellen Raum in der ersten Etage sind viele verschiedene Geräte in einem Kreis aufgebaut. Hier kann man Zirkeltraining machen. Man trainiert eine Minute an einem Gerät und wechselt dann zum nächsten Gerät. Beim Zirkeltraining werden viele unterschiedliche Muskeln trainiert. Das ist sehr anstrengend. Ein Kraft-Ausdauer-Zirkeltraining dauert 17 Minuten.
Es gibt zum Beispiel eine Zirkeltraining-Übung, bei der man sich im Sitzen nach vorne beugt und wieder aufrichtet. Dabei werden die Bauchmuskeln stärker. Oder man trainiert die Oberschenkel, indem man Kniebeugen macht.
Ein Auto ist wie ein Computer: Das haben die Schüler der Klasse 4b der Eichendorffschule in Beckum erfahren. Die jungen Reporter besuchten das Autohaus Mercedes Ostendorf und warfen einen Blick in die Werkstatt.
Beckum (gl) Wir, die Klasse 4b der Eichendorffschule in Beckum, haben dem Autohaus Ostendorf in Beckum einen Besuch abgestattet. Am Eingang werden wir begrüßt von Wolfgang Gogol. Er ist Leiter dieses Mercedes-BenzAutohauses und erzählt uns viel über Autos und über sein Autohaus.
In der Verkaufshalle bei Ostendorf in Beckum, stehen die neuesten Modelle von Mercedes, in die wir uns alle reinsetzen dürfen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man in einem 90 000-Euro-Auto sitzt! Bei Ostendorf in Beckum arbeiten 50 Angestellte und Monteure und sechs Auszubildende.
In der Autowerkstatt sagt Wolfgang Gogol: „Ein Auto ist wie ein Computer: Man steckt in das Armaturenbrett einen Stecker rein und man sieht an einem Laptop, wo etwas in diesem Auto kaputt ist.“
Hier ist es spannend. Wir sehen einen Monteur, der die Karosserieteile eines Autos erneuert, und einen Bremsenprüfstand. Darin werden die Bremsen der Fahrzeuge überprüft. Außerdem gibt es hier Hebebühnen, mit denen die Autos hochgefahren werden können. Damit kann man unter die Fahrzeuge gucken. Inzwischen sind wir in die Lkw-Werkstatt gegangen. Dort gibt es fünf Gruben, damit die Monteure auch unter den Lkw und den Transportern arbeiten können. Anschließend dürfen wir uns sogar den Lagerkeller anschauen. Wir staunen, dass dort 600 Reifensätze und 11 000 bis 12 000 Ersatzteile gelagert sind. Diese liegen in vielen Regalen. Der Leiter zeigt uns zuletzt, wie eine Zündkerze aussieht, weil viele das noch nicht wussten.
Von dort aus geht es weiter auf den Hof zur Waschstraße. Alle Kinder rennen sofort hin. Wolfgang Gogol erklärt: „Wenn ein Kunde einen Wagen zur Reparatur gibt, bekommt er ihn sauber zurück.“
Die Arbeit der fleißigen Schülerreporter ist noch nicht beendet...
Beckum (gl). Nach dem spannenden Rundgang durch das Autohaus beantwortet der Leiter des Autohauses Ostendorf, Wolfgang Gogol, unsere Fragen.
Klasse 4b: Wie sind Sie Leiter des Autohauses Ostendorf in Beckum geworden? Wolfgang Gogol: Ich habe eine Ausbildung zum Kfz-Meister gemacht und anschließend Betriebswirtschaft studiert. Danach bin ich Leiter dieses Autohauses geworden.
Klasse 4b:Warum heißt die Automarke Mercedes Benz? Wolfgang Gogol: Der Gründer des Unternehmens Carl Benz hat die Firma nach dem Namen seiner Tochter Mercedes benannt.
Klasse 4b:Wann wurde der erste Mercedes gebaut? Wolfgang Gogol: Der erste Mercedes Benz wurde im Jahr 1886 gebaut. Er war ein Dreirad und wurde nach der Frau von Carl Benz benannt, Berta.
Klasse 4b:Wie sieht Ihrer Meinung nach das Auto der Zukunft aus? Mit welchem Treibstoff fährt es? Wolfgang Gogol: Da die Reserven an Erdöl und Erdgas begrenzt sind, werden die Autos der Zukunft wahrscheinlich mit Strom oder Wasserstoff angetrieben.
Klasse 4b:Was wird bei Mercedes Benz für die Sicherheit der Kinder im Auto getan? Wolfgang Gogol: Für Kinder hat man spezielle Sitze entwickelt. Außerdem hat Mercedes Benz den Innenraum der Mercedes-Pkw so konstruiert, dass er bei einem Unfall kaum beschädigt wird.
Klasse 4b:Seit wann gibt es das Autohaus Ostendorf und wie viele Mitarbeiter sind hier angestellt? Wolfgang Gogol: Unsere Firma wurde 1937 in Ahlen gegründet und hat mittlerweile sechs Niederlassungen in Beckum, Ahlen, Hamm, Soest, Lippstadt und Geseke mit insgesamt 280 Mitarbeitern.
Hier gibt es keine Ladenhüter: Bei Horizonte in Ennigerloh werden gebrauchte Gegenstände nicht auf den Müll geworfen, sondern verkauft. Die Klasse 4b der St.-Jakobus-Schule hat Horizonte besucht und sich über die Arbeit dort informiert.
Ennigerloh (gl). Wow! Hier gibt es ja fast alles, von A wie antikes Sofa bis Z wie Zuckerdose. Da staunen wir nicht schlecht. Auf dem Weg durch das Möbel- und Gebrauchtwarenkaufhaus Horizonte in Ennigerloh stoßen wir auf viele Dinge, die den Haushalt vervollständigen.
Sogar eine alte Kniebank aus dem Warendorfer Kloster wartet hier auf einen Käufer. Der muss allerdings eine große Wohnung haben, sonst passt sie nicht. Die alte Rechenmaschine hat es Schülerreporter Lennart angetan. „Die ist ja cool“, ruft er begeistert. Auch das Kickerspiel in der Spielzeugabteilung wird sofort in Beschlag genommen.
Dr. Ralf Thorwirth, der Geschäftsführer von Horizonte, und Ingeborg Klaholz, Mitarbeiterin im Verkauf, erklären uns, wie dieses reichhaltige Angebot zustande kommt: „Wenn die Wohnung vor lauter Möbelstücken zu klein wird und die Kleiderschränke voll sind, dann muss das Alte weg.“ Aber oft sind die Sachen dann noch gut erhalten und die Leute bringen es nicht über das Herz, alles einfach wegzuwerfen. Dann werden die Sachen zu Horizonte gebracht oder von Horizonte-Mitarbeitern abgeholt.
Dafür hat das Möbel- und Gebrauchtwarenkaufhaus in Ennigerloh extra vier Transporter und einen Bulli. Die angelieferten Sachen werden über eine Rampe ins Lager transportiert. Viele fleißige Helfer prüfen, ob alles heil und sauber ist. Das Geschirr wird gespült, die Kleidungsstücke sortiert und die Schränke werden wieder zusammengebaut. Erst dann geht es mit den Sachen in die verschiedenen Verkaufsabteilungen. Hat sich ein Käufer gefunden, dann bestimmen die Verkaufsleiterinnen den Preis. „Einen einfachen Stuhl gibt es bei uns schon ab 5 Euro und ein Schrank kostet ab 70 Euro“, klärt uns Ingeborg Klaholz auf. Also alles recht günstig!
Wer nachfragt, bekommt oft interessante Antworten...
Ennigerloh (gl). Wir haben Dr. Ralf Thorwith und Ingeborg Klaholz noch ein paar Fragen zum Möbel- und Gebrauchtwarenkaufhaus Horizonte in Ennigerloh gestellt.
Klasse 4b:Welche Artikel werden am meisten verkauft? Dr. Ralf Thorwith: Am meisten verkaufen wir Hausratsartikel wie Glas und Porzellan gefolgt von Textilien und Büchern.
Klasse 4b:Gibt es auch Ladenhüter? Dr. Ralf Thorwith: Nein, alles wird irgendwann verkauft. Eventuell gehen wir aber vorher mit dem Preis herunter.
Klasse 4b:Wie viele Kunden kommen an einem Tag? Ingeborg Klaholz: Durchschnittlich 150 Kunden besuchen uns pro Tag.
Klasse 4b:Wer bekommt das Geld, das Sie beim Verkauf der Gegenstände einnehmen? Dr. Ralf Thorwith: Horizonte ist ein Verein. Daher bekommt der Verein die Einnahmen. Von dem Geld müssen die Kosten, wie zum Beispiel für die Miete, Fahrzeuge und Löhne, bezahlt werden.
Klasse 4b:Was ist ihr wertvollstes Stück? Ingeborg Klaholz: In der vergangenen Woche haben wir einen wertvollen Schrank aus der Antikabteilung verkauft.
Was macht eigentlich ein Pfarrer, wenn er keine Messe hält? Die Schülerreporter der Klasse 4a der Warendorfer Overbergschule haben Peter Lenfers besucht. Der Pfarrer führte die Schüler durch das Pfarrheim und erklärte, was er den ganzen Tag macht.
Warendorf (gl). Damit haben wir nicht gerechnet! Peter Lenfers (47), der seit Dezember 2009 Pfarrer und Kreisdechant in Warendorf ist, sitzt an seinem mehr als 80 Jahre alten Klavier und spielt etwas vor – richtig gut und nur für uns!
Pfarrer Lenfers empfängt uns, die Klasse 4a der Overbergschule, an der Tür des Pfarrhauses und zeigt uns zuerst sein Arbeits-, Besprechungs- und Esszimmer. Hier finden alle wichtigen Besprechungen statt.
Besonders stolz ist er auf den massiven Holzschreibtisch, der schon seinem Großvater gehörte. Von seiner letzten Stelle in Recklinghausen hat er einen schönen großen Esstisch mit Stühlen und auch einen großen Holzschrank mit Glastüren mitgebracht, in dem er Geschirr für gemeinsame Essen mit Freunden aufbewahrt. In einem eingebauten Regal stehen viele unterschiedliche Bücher. Einige sind riesig.
Dann geht es ins Pfarrbüro. Wir lernen die Pfarrsekretärin kennen und setzen uns dann in den Pfarrsaal. Hier haben wir Gelegenheit, unsere vielen Fragen zu stellen. Wir erfahren, dass Pfarrer Lenfers in Lüdinghausen geboren ist. Seine Mutter ist Schneiderin und hat ihm auch eines seiner Messgewänder genäht. Den Beruf seines Vaters, Fensterbauer, fand Lenfers ganz gut, aber nicht so, dass er ihn auch ausüben wollte. So ging er nach dem Abitur zur Bundeswehr und entschied sich dort 1982, Priester zu werden. Die Gründe? Der Kontakt mit Menschen in jedem Alter und in allen Lebenslagen ist ihm wichtig. Und auch, den Glauben zum Beruf zu machen.
Anschließend gehen wir in die Sakristei der Marienkirche. Das ist ein Nebenraum der Kirche. Dort bewundern wir tolle Messgewänder, eine Vitrine mit vielen Kreuzen, einen Tresor mit vergoldeten Kelchen und vieles andere. Danach sitzen wir in der Marienkirche und lauschen Pfarrer Lenfers’ Erzählungen. Nach dem Besuch des Kirchturms und den Erklärungen über die Brände im alten Warendorf erfahren wir noch, wo früher die Kirchenmauern gestanden haben. Dann ist unser Reportertermin leider zu Ende.
Im Pfarrheim St. Marien Warendorf fand die große Fragerunde statt.
Warendorf (gl). Wir haben Pfarrer Peter Lenfers ganz viele Fragen gestellt.
Klasse 4a:1983 haben Sie Ihr Studium begonnen. Was muss man denn alles lernen, wenn man Priester werden möchte? Pfarrer Lenfers: Das ist eine ganze Menge: Theologie, Kirchengeschichte, Bibelwissenschaft, Philosophie und natürlich Sprachen wie Latein, Griechisch und Hebräisch. Meine Ausbildung dauerte sieben Jahre.
Klasse 4a:Wie fühlen Sie sich in Warendorf? Pfarrer Lenfers: So langsam lebe ich mich hier ein. Es ist nicht einfach, neu beginnen zu müssen. Meine Freunde wohnen nun alle weit weg. Aber ich mag die Altstadt von Warendorf und das Münsterland.
Klasse 4a:Haben Sie schon einmal in einer Messe geschimpft? Pfarrer Lenfers: Eigentlich nicht. Nur, wenn Messdiener während der Messe quatschen, das stört die Leute.
Klasse 4a:Was finden Sie an der Zusammenführung der drei Gemeinden schwierig? Pfarrer Lenfers: Alle müssen sich daran gewöhnen, dass sich etwas ändert – liebgewonnene Gewohnheiten, Gottesdienstzeiten. Das ist nicht einfach.
Klasse 4a:Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten? Pfarrer Lenfers: Das Zusammensein mit vielen Menschen. Jeder Tag verläuft anders. Manches ist traurig, manches ist schön. Feiern wie Gemeindefeste mag ich sehr.
Wie kommt das Wasser in das Becken? Und vor allem: Wie wird es gereinigt? Die Schüler der Klasse F1 der Von-Ketteler-Schule in Oelde haben sich im Hallenbad informiert, wie so ein Schwimmbad funktioniert und dabei hinter die Kulissen geblickt.
Oelde (gl). Wir öffnen eine schwere Tür und sehen viele Rohre, Pumpen und Motoren. Alle denken, wir sind im Keller, aber wir sind im Erdgeschoss des Hallenbads Oelde. Wir fühlen uns wie in einem U-Boot, weil überall Rohre sind – an den Wänden und an der Decke. Es riecht nach Öl und Chlor, es ist warm.
Wir dürfen heute hinter die Kulissen des Hallenbads in Oelde gucken. In einer Ecke entdecken wir einen Weihnachtsbaum, eingepackt in Folie. Dann laufen wir vorbei an dem eingepackten aufblasbaren Spielgerät, das in den Ferien jeden Tag im großen Becken aufgebaut wird.
In einer anderen Ecke stehen Behälter mit Chemikalien. Wegen der gefährlichen Chemikalien dürfen normalerweise keine Kinder und Erwachsenen in den Technikraum. Die Schwimmmeister Frank Hövekamp und Britta Rüschoff zeigen uns die Technik und den Wasserkreislauf. Eine Etage über uns schwimmen Menschen im Schwimmbecken. Die können wir aber nicht sehen.
Wir laufen unter den Schwimmbecken her und sehen dann das Schwallwasserbecken. Wenn viele Personen im Schwimmbecken sind, schwappt Wasser über den Rand und läuft durch Rohre nach unten ins Schwallwasserbecken. Um in das Schwallwasserbecken hineingucken zu können, stellen wir uns auf Zehenspitzen auf ein Rohr. Nun können wir über die hohe Mauer einen Blick hineinwerfen.
In der Ecke entdecken wir ein Rohr, aus dem das Wasser aus dem Schwimmbecken über uns in das Schwallwasserbecken läuft. Wenn zu wenig Wasser im Schwallwasserbecken ist, springt automatisch die Brunnenpumpe an. Dann wird eine Klappe geöffnet und die Brunnenpumpe pumpt mehr Wasser ins Becken.
Im Schwimmbad in Oelde haben die Schülerreporter noch viel mehr erfahren.
Oelde (gl). Das dreckige Wasser aus dem Becken läuft durch einen zwei bis drei Meter hohen Filter. Der ist so groß wie zwei von uns Reportern. Darin ist eine besondere Kohle. Die heißt Aktivkohle und ist fein gemahlen. Auch feiner und grober Sand sind im Filter. Der Dreck aus dem Wasser wird von der Aktivkohle und dem Sand festgehalten (siehe Comic).
Schwimmmeister Frank Hövekamp füllt ein Glas mit schwarzem Dreckwasser in das Filtermodell. Es fließt durch die Aktivkohle, den feinen Sand und den groben Sand. Und was kommt heraus? Sauberes Wasser! Der Schwimmmeister Frank Hövekamp leitet das Hallenbad. Er arbeitet seit 22 Jahren im Oelder Hallenbad. Eigentlich heißt der Beruf nicht Schwimmmeister oder Bademeister, sondern Fachangestellter für Bäderbetriebe. Frank Hövekamp kennt sich gut mit der Technik aus. Seine Stellvertreterin ist Britta Rüschoff. Sie arbeitet seit acht Jahren im Hallenbad in Oelde.
Balu begrüßt die Reporter bellend. Aber Balu ist kein normaler Hund. Er ist ein Rettungshund, der schon einmal vermisste Kinder gefunden hat. Die Schüler der Klasse 4 der Laurentiusschule Westkirchen haben die Rettungshundestaffel Warendorf besucht.
Westkirchen (gl). „Wuff, wuff, wuff!“, begrüßt uns Balu. Er ist ein neunjähriger Berner Sennenhund, der zur Rettungshundestaffel Warendorf gehört. Sein Herrchen, Thomas Bücker-Halek, ist Vorsitzender der Staffel. Mit ihm besuchen uns Siegfried und Brigitte Sach von der Rettungshundestaffel und ihre Golden Retriever Itje, Baika und Mooi.
Wir gehen alle zusammen auf die Spielwiese, die neben unserem Schulhof liegt. Alle vier Hunde sind ausgebildete Suchhunde und tragen eine Prüfmarke, die sieht so aus wie eine Hundemarke, und eine Kenndecke mit einem reflektierenden Kreuz, wie man auf den Bildern sieht. Alle sind gespannt. Was passiert jetzt? „Wer will sich verstecken?“, fragt Siegfried Sach. Natürlich wollen alle ein vermisstes Kind spielen.
Paulina ist dran. Sie ist sehr aufgeregt. Sie bekommt ein Leckerchen in die Hand und rennt hinter die Torwand. Thomas Bücker-Halek gibt seinem Suchhund Balu das Zeichen zum Start. Balu rennt los. Er schnüffelt alles ab – den Rasen, den Sand, die Rutsche und das Gebüsch. Dann hat er die frische Spur gefunden und rast auf die Torwand zu.
Als Balu Paulina sieht, rennt er zurück zu seinem Herrchen. Er beißt in eine Beißwurst aus Stoff. Das ist das Zeichen, dass er jemanden gefunden hat. Thomas Bücker-Halek nimmt Balu an die Leine und Balu bringt ihn zu Paulina. Paulina gibt Balu das Leckerchen. Alle applaudieren und wollen den Hund streicheln.
Zum Schluss will Brigitte Sach uns noch zeigen, dass Itje eine Rolle machen kann. Erst will sie nicht, doch dann klappt es noch. Mit „wuff, wuff“ verabschieden sich Balu, Itje, Baika und Mooi. Sie haben ihre Arbeit sehr gut gemacht, denn sie haben Paulina und alle anderen „vermissten“ Kinder schnell gefunden.
Hunde sind toll. Besonders, wenn sie so schlau sind wie die Hunde der Rettungshundestaffel Warendorf.
Westkirchen (gl). Uns interessiert, wie ein Rettungshund ausgebildet wird. Unsere Fragen dazu beantwortet Rettungshundeführer Thomas Bücker-Halek.
Klasse 4:Wie viele Hunde sind bei der Rettungshundestaffel? Bücker-Halek: In unserer Staffel haben wir 20 geprüfte Rettungshunde. Damit gehören wir zu den größten Rettungshundestaffeln Deutschlands!
Klasse 4:Was müssen die Hunde lernen? Bücker-Halek: Die Hunde müssen ein freundliches Wesen haben. Zuerst lernen sie, „jeder Mensch ist gut“. Dann lernen sie, vermisste und verschüttete Personen zu finden.
Klasse 4:Wie lange dauert es, einen Hund zum Rettungshund auszubilden? Bücker-Halek: Die Ausbildung beginnt, wenn der Hund mit etwa neun Wochen als Welpe in die Familie kommt. Nach etwa zwei bis drei Jahren kann er seine erste Prüfung ablegen. Es folgen mehrere Prüfungen. Insgesamt dauert es fünf bis sechs Jahre bis ein Hund als Rettungshund richtig gut ist.
Klasse 4:Welcher von Ihren Hunden ist der beste Rettungshund? Bücker-Halek: Keiner. Die Hunde haben wie die Menschen gute und schlechte Tage. Hat ein Hund einen schlechten Tag, dann nimmt man einen anderen Hund. Eine besondere Ausbildung hat aber unsere Hündin Lola. Sie ist ein geprüfter „Mantrailer“.
Im Steinbruch ist alles ein bisschen größer als normal: Die Maschinen sind riesig. Und alle zwei Tage wird zudem gesprengt. Die Löwenklasse der Kardinal-von-Galen-Schule in Vellern hat den Phönix-Steinbruch in Beckum besucht.
Beckum (gl). Heiko Schlinkert ist der Sprengmeister im Phönix-Steinbruch in Beckum. Er hat uns, der Löwenklasse der Kardinal-von-Galen-Schule, seinen Arbeitsplatz erklärt und uns sehr viel über die aufregenden Sprengungen dort erzählt.
Ungefähr zwei Mal pro Woche wird gesprengt. Die nächste Sprengung im Phönix-Steinbruch ist aber erst wieder im Juli diesen Jahres. Weil gearde in der Nähe einer Straße abgebaut wird und da nicht gesprengt werden darf.Für eine Sprengung braucht man 500 Kilogramm Dynamit. Wenn gesprengt wird, muss man 100 Meter vom Steinbruch entfernt sein. Es gibt für die Arbeiter und Spaziergänger spezielle Signalzeichen und Schilder, damit alle Menschen Bescheid wissen und gewarnt werden, dass hier gesprengt wird.
Wenn gesprengt wird, darf nur der Sprengmeister im Steinbruch sein. Er hält sich dann in einer kleinen grünen Sprenghütte auf. Dort ist er sicher. Heiko Schlinkert erklärt uns, dass er sogar eine spezielle Ausbildung zum Sprengen hat. Nur wenn man so eine Ausbildung hat, darf man sprengen.
Im Steinbruch 1 arbeiten ganz schön große Maschinen, um dort Steine abzubauen. Insgesamt gibt es zwei Bagger, ein Bohrgerät, eine Planierraupe, einige Gabelstapler, einige Radlader und einige Lastkraftwagen. Der „RH 90-C“ ist der größte Bagger vom Phönix-Steinbruch. In seine Baggerschaufel passen ungefähr 15 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren. Der Bagger ist 180 Tonnen schwer, das bedeutet so schwer wie ungefähr sechs bis sieben Lastkraftwagen. Auf jedem der Fahrzeuge von der Firma Phönix ist der Phönixadler zu sehen.
Ein Unfall kam auch schon einmal mit einer der großen Maschinen vor. Ein Lkw ist beim Abkippen von Steinen die Böschung heruntergerutscht, weil sich beim Abladen Steine in seiner Klappe verkeilt haben. So hatte er hinten Übergewicht und kam ins Rutschen. Dem Fahrer ist aber zum Glück nichts passiert, weil er gut gesichert war und seine Schutzkleidung getragen hat. Zu dieser Schutzkleidung gehören zum Beispiel ein Helm und spezielle Stahlkappenschuhe.
Zwar wird hier nicht mehr gearbeitet, zu entdecken gibt es aber auch in einem stillgelegten Steinbruch viel.
Beckum (gl). Wir gehen wir nun zum benachbarten Steinbruch 2. Dieser Steinbruch ist schon stillgelegt. Dort wird schon seit 15 Jahren nicht mehr gearbeitet. Heinz-Josef Heuckmann, der bei der Stadt Beckum arbeitet, erklärt uns, dass der Steinbruch 2 ein renaturierter Steinbruch ist. Das bedeutet, dass dort die Natur wieder neu wächst: Straßen werden dort zurückgebaut, also weggemacht, damit sich die Natur in Ruhe entwickeln kann.
Im Steinbruch 2 gibt dort einen großen Natursee. Sein Wasser ist grün, weil es sehr kalkhaltig und nährstoffarm ist. Die Wassertemperatur liegt bei fünf bis acht Grad. Deshalb können wir leider nicht schwimmen.
Heiko Schlinkert, der Sprengmeister vom Phönix Steinbruch, verrät uns, dass in den Felswänden vom Steinbruch sogar ein Uhu brütet. Das ist das einzige Uhu-Nest in Beckum. Ein Kaninchen haben wir auch gesehen. Es gibt hier aber noch einen weiteren seltenen Vogel: den Flussregenpfeifer. Aber nicht nur die Tiere kommen zurück in den Natursteinbruch, auch Pflanzen können dort wieder wachsen, obwohl der Boden so gut wie ausgetrocknet ist. Wir haben wilde Erdbeeren entdeckt. Sie lieben den kalkhaltigen Boden, weil sie nicht viel Wasser brauchen. Deshalb vermehren sie sich dort gut.
Die Mühle in Ennigerloh hat gesunde Zähne. Obwohl das Holz schon sehr alt ist, funktionieren die Zahnräder noch. Die Schüler der St.-Jakobus-Schule haben den Mühlenfreunden einen Besuch abgestattet und sich über die Renovierungsarbeiten informiert.
Ennigerloh (gl). „Zwei Mahlsteine sind schon an der richtigen Stelle“, sagt Heinz-Josef Heuckmann (55). Er ist Mitglied im Verein Mühlenfreunde Ennigerloh.
Von ihm lassen wir, die Klasse 4a der St.-Jakobus-Grundschule, uns zeigen, wie die Windmühle in Ennigerloh saniert wird. Die Mühle wurde 1869 gebaut. 1926 wurde sie stillgelegt, weil die Windkraft, die man zum Mehl-Mahlen genutzt hat, durch Motoren – also elektrische Mühlen – ersetzt wurde.
2009 wurde damit angefangen, die Ennigerloher Windmühle zu sanieren. Das Dach der Mühle, die Gaube, muss zwischendurch abgenommen werden weil sie undicht ist. Sie soll sich später wieder drehen können. An ihr sind nämlich die Flügel der Mühle angebracht und die muss man in den Wind drehen können, damit die Mühle mahlen kann.
Sogar die alten Zahnräder im Mühleninneren funktionieren noch. Die Zähne wurden aus weichem Pappelholz hergestellt, der Rest aus stabilem Eichenholz. Die Zähne müssen aus weichem Holz sein, damit sie besser ineinander greifen und nicht abbrechen, wenn sie mal nicht ineinander passen.
Von dem obersten Raum in der Mühle bis zur Gaube sind es zwölf Meter. Es gab früher auch einen Aufzug, der mit Windkraft betrieben wurde. Damit konnte der Müller sich und die Mehlsäcke ganz leicht und schnell nach oben befördern. „Die Mühle soll nach der Renovierung wieder Mehl mahlen“, sagt Heinz-Josef Heuckmann schließlich.
… das jüngste Mitglied der Mühlenfreunde im Alter von einem Jahr eingetreten ist?
… jeder bei den Mühlenfreunden mitmachen kann?
… bald in der Mühle Trauungen stattfinden können?
… die Windmühle bald ein außerschulischer Lernort für die Realschule zur Windmühle und andere Schulen sein wird? Das heißt, die Schüler dürfen dann in der Mühle lernen statt im Klassenzimmer.
… die Sanierung der Mühle insgesamt 450 000 Euro kostet?
… 95 Prozent altes Baumaterial für die Sanierung der Mühle benutzt wird?
… in den Mühlenwänden eine Begleitheizung eingebaut wird? Die ist dazu da, dass die Wände nicht zu nass werden. Die Begleitheizung ist mit grünen Pfeilen an der Mühlenwand gekennzeichnet.
… der Mühlenhügel in Ennigerloh 114 Meter hoch ist? Der Kirchhügel ist 112 Meter hoch.
Der Gast ist König. Im Hotel Hubertus in Ennigerloh schlafen Gäste nicht nur, sie bekommen auch Frühstück und können abends im Restaurant essen. Die Abläufe hinter den Kulissen haben die Schüler der 4c der St.-Jakobus-Schule in Augenschein genommen.
Ennigerloh (gl). Wenn du abergläubisch bist und nicht im Zimmer mit der Nummer 13 schlafen möchtest, wird das Zimmer im Hotel Haus Hubertus in Ennigerloh getauscht. Das haben wir, die Klasse 4c der Mosaikschule Ennigerloh, bei unserem Reportertermin dort erfahren.
Im Haus Hubertus haben alle Zimmer Nummern und keine Namen wie es in anderen Hotels manchmal der Fall ist. Wilhelmine Rosenthal erbaute und eröffnete das Hotel Hubertus 1984. Sie steht bei unserer Ankunft selbst an der Rezeption.
„Das Hotel hat drei Sterne, ist 26 Jahre alt und hat zehn Angestellte“, erzählt uns Hildegard Michelswirth, die als Hotelfachfrau im Haus Hubertus arbeitet. Das Hotel hat 19 Zimmer und 25 Betten und wenn Eltern ein kleines Baby dabei haben, kann ein Babybett mit ins Zimmer gestellt werden. In den gemütlichen Zimmern gibt es einen Fön, Gläser, Handtücher, Seife und ein Bitte-nicht-stören-Schild. Falls du nachts arbeiten musst und deshalb morgens länger schlafen willst, kannst du das Schild vor die Tür hängen. Dann kommt kein Zimmermädchen zum Putzen herein. Außerdem gibt es in jedem Zimmer Gummibärchen zur Begrüßung, einen Fernseher und einen Internetanschluss.
Eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück kostet etwa 74 Euro. Zum Frühstück gibt es ein großes Büfett im Frühstücksraum. Für abends gibt es eine Bar mit Getränken. In der Bar stehen viele Pokale von den Handballern Ennigerloh, denn dort ist ihr Vereinslokal. Das Hotel hat auch eine kleine Küche. Je nachdem, wo mehr los ist, helfen sich die Angestellten vom Restaurant und vom Hotel gegenseitig.
Das Hotel Haus Hubertus hat viele internationale Gäste, zum Beispiel aus Südafrika, Australien, Südamerika und Indien. Die Mitarbeiter sprechen Deutsch und Englisch. Wenn ein Gast diese Sprachen nicht kann, wird mit Händen und Füßen geredet. Es kommen auch sehr bekannte Menschen ins Hotel: Sogar der Komiker Kaya Yanar hat schon hier übernachtet!
Wenn du Kleinigkeiten vergessen hast, kannst du an der Rezeption Batterien, Zahnbürsten, Zahncreme und Einmalrasierer bekommen. Das Hotel hat 365 Tage im Jahr geöffnet, deshalb wird es immer nur Stück für Stück renoviert. Zum Glück hat es hier noch nie gebrannt oder Unfälle gegeben.
Zum Abschluss führt uns Hildegard Michelswirth in den großen Saal des Hotels, in dem Hochzeiten und andere Veranstaltungen gefeiert werden können. Dort feiern wir keine Hochzeit, sondern bekommen Berliner und Sprite. Lecker! Genauso zufrieden wie die Gäste verlassen wir das Hotel Haus Hubertus.
Im Hotel Hubertus kann man nicht nur gut schlafen, sondern auch lecker essen.
Ennigerloh (gl). Im Restaurant Hubertus in Ennigerloh riecht es schon nach leckerem Essen, als wir, die Klasse 4c der Mosaikschule, durch die Tür kommen. Zu unserer Überraschung ist das Restaurant zweistöckig.
Unten liegt die gemütliche Gaststube mit Kamin. Oben, im ersten Stock, sehen wir schon gedeckte Tische mit bequemen Stühlen. An jedem Platz steht ein kleines Tellerchen. Denn als Vorspeise gibt es immer eine kleine Überraschung aus der Küche.
Die Küche liegt auch im ersten Stock und ist mittelgroß. Passend zur mittelgroßen Küche gibt es ein mittelgroßes Kühlhaus.
Wenn unten in der Gaststube Gäste essen wollen, werden die fertigen Speisen mit einem Mini-Fahrstuhl nach unten gebracht. An der Decke des Restaurants sieht man schöne alte Holzbalken. Das Haus darf nämlich nicht verändert werden, weil es unter Denkmalschutz steht. Das Restaurant Hubertus hat montags und sonntags geschlossen und bietet je nach Saison Spezialitätenwochen an.
Wer für später spart, kann sich dann ganz tolle Sachen kaufen - das weiß doch jeder! Wie man aber richtig spart, das haben sich die Schülerreporter der Klasse 4b der Don-Bosco-Schule Ahlen in der Sparkasse in Ahlen erklären lassen.
Ahlen (gl). Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Der Ahlener Sparkassen-Filialleiter Stefan Haurenherm (29) zeigt uns, den Reportern der Klasse 4b, den Tresorraum. Den Tresorraum muss er erst aufschließen und die dicke Tür des Tresors dann mit einem extra Schlüssel und einem Zahlencode öffnen.
Wir sehen im Tresor Geldrollen, Scheine und ganze viele, glänzende Goldbarren liegen. So viel Gold haben wir noch nie gesehen. Stefan Haurenherm sagt: „Jeder von euch darf sich einen Goldbarren nehmen.“ Wir denken: ,Das ist doch wohl ein Witz!‘ Die ersten Kinder, die einen Goldbarren in der Hand halten, stellen aber schnell fest, dass der er mit Schokolade gefüllt ist. Wir müssen lachen. Die Schokolade schmeckt aber allen Reportern gut.
Der Sparkassen-Filialleiter Stefan Haurenherm führt uns in den Archivraum. Dort steht der Hauptcomputer, der alle Daten der Bankkunden speichert. Er ist groß und hat viele Kabel. Unsere Sorge ist: „Wenn der Hauptrechner abstürzt, was ist dann?“ Der Filialleiter meint: „Falls das wirklich passieren sollte, sind alle Daten aber noch mal in der Sparkassen-Zentrale in Münster gespeichert!“
Im Archivraum ist auch ein Computer, auf dem die Bilder der Überwachungskameras gezeigt werden. So kann man genau feststellen, wer in die Bank kommt. Gleich laufen Tim, Dominic, Eda und Lara zum Eingang, stellen sich vor diese Kameras und machen ihre Faxen. Wir anderen Reporter können sie auf dem Computer sehen.
Geld ist ein schwieriges Thema. Umso mehr sollte man darüber wissen...
Ahlen (gl). Wohin mit dem Taschengeld? Wie man es am besten aufbewahrt und ob man es wiederbekommt, wenn man es braucht, das wollten wir, die Klasse 4b der Don-Bosco-Schule vom Ahlener Sparkassen-Filialleiter Stefan Haurenherm (29) wissen.
Klasse 4b:Was sollen wir mit unserem Taschengeld machen, wenn wir nicht alles gleich ausgeben wollen? Sparschwein oder Sparbuch? Haurenherm: Kleine Beträge können ins Sparschwein, größere Beträge sind besser und sicherer auf dem Sparbuch aufgehoben.
Klasse 4b:Ist unser Geld sicher bei der Bank? Haurenherm: Euer Geld ist absolut sicher bei uns. Wir haben einen Tresor, Überwachungskameras und häufig wird das Geld auch zur Zentrale gebracht.
Klasse 4b:Welche Vorteile haben wir, wenn wir unser Geld zur Bank bringen? Haurenherm: Ihr bekommt Zinsen für euer Geld. Das heißt, ihr leiht der Bank euer Geld und werdet dafür bezahlt.
Klasse 4b:Was ist, wenn wir unser Sparbuch verlieren? Haurenherm: Wenn ihr das bemerkt, müsst ihr sofort zur Bank kommen. Euer Sparbuch wird dann gesperrt. Niemand kann dann Geld abholen. Unser Computer hat genau gespeichert, wie viel Geld auf eurem Sparbuch ist. Ihr bekommt dann ein neues Sparbuch.
Klasse 4b:Können wir unser Geld auch bestimmt zu jeder Zeit abholen, wenn wir es brauchen? Haurenherm: Ja, es ist immer genug Geld bei der Bank. Allerdings bitten wir darum, dass große Beträge vorbestellt werden. Zum Beispiel wenn euer Papa ein Auto für mehr als 15 000 Euro kaufen will.
Riesig groß ist der Doppelwalzenlader, den die Schülerreporter der Klasse 4a der Diesterwegschule Ahlen bei ihrem Besuch auf der Zeche Westfalen kennen gelernt haben. Dass er fleißig Kohle aus der Erde raspelt, haben sie sich von Mitgliedern des Bergbau-Traditionsvereins „Zeche Westfalen“ erklären lassen.
Ahlen (gl). In Ahlen haben früher viele Leute bei der Zeche Westfalen gearbeitet. Wir, die Klasse 4a, wollen deshalb wissen, wie das früher so war. Deshalb lassen wir uns von Theodor Janssen (54), Vorsitzender des Bergbau-Traditionsvereins „Zeche Westfalen“, ganz viel erklären.
Als wir in der Zeche ankommen, gucken wir zuerst einen Film. Durch den Film erfahren wir, dass die erste Kohle von einem Schweinezüchter gefunden wurde. Es fing damit an, dass der Schweinezüchter ein Feuer in einer Mulde gemacht hat, die von einem Schwein gewühlt worden war. Das Feuer hat ziemlich lange gebrannt, weil er es auf Kohle gemacht hatte, die dort bis an die Erdoberfläche kommt. So hat er die Kohle gefunden.
Draußen sehen wir einen Doppelwalzenlader. Das ist ein abgefahrenes Gerät! Mit seinem Gewicht von 40 Tonnen und der Länge von 11,51 Metern finden wir ihn besonders interessant. Immerhin ist er so schwer wie 40 Autos und so lang wie ein Reisebus. Das Coole an dem Doppelwalzenlader sind seine zwei Räder. Ein Rad ist 1,80 Meter hoch und wiegt 800 Kilogramm. Das ist so hoch wie ein Mann und so schwer wie vier Blauwale. Die Spitzen an den Rädern heißen „Picken“. Damit raspelt das Gerät die Kohle aus der Erde. Pro Tag brachte der Doppelwalzenlader 8000 Tonnen Kohle aus der Grube. Das ist so viel wie 40 Blauwale wiegen.
Die Zahl der Arbeiter in der Zeche Westfalen in Ahlen war früher sehr hoch: Anfang der 50er-Jahre waren es 5000, in den letzten Jahren noch 2400 Arbeiter. Die Ausrüstung der Arbeiter war sehr interessant: Sie hatten einen Helm, Anzüge, Sicherheitsstiefel, eine Grubenlampe, Gezähe und Selbstretter. Gezähe werden die Werkzeuge der Arbeiter genannt, ein Selbstretter ist ein Filter gegen giftiges Gas. Wir dürfen auch echte Arbeiterhelme aufsetzen. Das ist richtig toll!
In der Zeche Westfalen wurde 1,26 Kilometer tief und 120 Kilometer weit gegraben. 1,2 Kilometer geht man in etwa 15 Minuten. 120 Kilometer sind 100-mal so weit. Der Förderkorb fuhr bis zu 18 Meter pro Sekunde schnell. Das ist so schnell wie ein schneller Radfahrer.
Später bekommen wir echte Kohle aus einer Schatzkiste. Die hat Manfred Gall vom Zechenverein gebaut. Da sind viele verschiedene Steine für Kinder drin.
Die Schülerreporter haben noch weitere Informationen gesammelt.
Wusstest du, dass ...
… die Kohle aus Pflanzen entstanden ist? Die Pflanzen lagen unter Stein und wurden so lange gepresst bis sie Kohle waren.
… die Bergmänner unter Tage, also in den Zechen-Gängen unter der Erde, eine Grubenlampe trugen? Das haben sie gemacht, um zu sehen, was unten war.
… die Arbeiter sich oft verletzt haben? Das passierte, wenn große Steine heruntergefallen sind oder jemand beim Arbeiten an den großen Maschinen nicht aufgepasst hat.
… die 53 Meter hohen Türme an der Zeche Westfalen in Ahlen Fördertürme heißen? Sie sind höher als viele Kirchen. … es unten in der Kohle-Grube sehr warm war? Mit mehr als 40 Grad ist es dort wärmer als im Sommer in Griechenland.
… ein voller Bergwerks-Wagen mit Kohle bis zu sieben Tonnen wiegt? Man nennt diese Wagen auch Lore.