20 Millionen Euro für den Kreis entlasten Kommunen
Vom Land erhält der Kreis Gütersloh voraussichtlich gut 20 Millionen Euro, die 13 Städte und Kommunen erhalten zusammen rund 35 Millionen.

Und das sind gut 12 Millionen Euro mehr als 2017 (8,53 Millionen). Das geht aus von der CDU-FDP-Landesregierung vorgelegten Berechnungen zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2018 hervor. Das Geld ist für Investitionen vorgesehen – zum Beispiel Baumaßnahmen und Ausstattung in den Bereichen Schulen und Sport.

„Das entlastet die Kommunen bei der Kreisumlage“

Kreiskämmerer Ingo Kleinebekel, der zurzeit die Einbringung des Kreishaushaltsentwurfs 2018 im November vorbereitet, sagte der „Glocke“, die Nachricht aus Düsseldorf sei „außerordentlich erfreulich. Es kam nicht ganz unerwartet, aber diese Größenordnung ist eine positive Überraschung“. Und er bestätigte: „Das entlastet die Kommunen bei der Kreisumlage.“ Näheres wollte er mit Verweis auf den noch nicht abschließend fertiggestellten Etatentwurf noch nicht sagen.

Der Geldsegen aus Düsseldorf hat den Hintergrund, dass die Steuerkraft im Kreis Gütersloh im Referenzzeitraum Juli 2015 bis Juni 2016, der den Berechnungen zugrundeliegt, unterhalb des Landesdurchschnitts lag. „Ausnahmsweise“, sagt Ingo Kleinebekel, denn der Kreis Gütersloh ist als wirtschaftsstark bekannt. Wegen der „Delle“ 2015/16 fließen jetzt erheblich höhere Zuweisungen ins Kreishaus. Die für 2018 prognostizierte Summe setzt sich zusammen aus 15,78 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen, 1,66 Millionen Euro Investitionspauschale in den Bereichen Sozial- und Altenhilfe und 3,24 Millionen Euro Bildungspauschale für Aufwendungen im Bereich der Kreis-Schulen.

An die Städte und Gemeinden fließen 35 Millionen Euro

Auch die 13 Städte und Gemeinden erhalten 2018 Geld vom Land: zusammen knapp 35 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen, Bildungs-, Sport- und allgemeiner Investitionspauschale. Das sind 2,84 Millionen Euro oder 7,5 Prozent weniger als im laufenden Jahr, resultierend vor allem aus massiv sinkenden Zuweisungen an die Stadt Gütersloh (von 16,38 Millionen Euro 2017 auf künftig 8,37 Millionen) und steigenden an Versmold (von 1,88 Millionen auf 4,55 Millionen). Die beiden Kommunen sind auch die einzigen, die Schlüsselzuweisungen erhalten.

Gütersloh führt die Liste der Gesamtzuweisungen an. Die Übersicht: Gütersloh: 8,37 Millionen Euro, Versmold: 4,55 Millionen, Rheda-Wiedenbrück: 3,88 Millionen, Rietberg: 2,8 Millionen, Harsewinkel: 2,52 Millionen, Schloß Holte-Stukenbrock: 2,29 Millionen, Verl: 2,28 Millionen, Halle: 1,77 Millionen, Steinhagen: 1,75 Millionen, Herzebrock-Clarholz: 1,6 Millionen, Borgholzhausen: 1,1 Millionen, Werther: 1,03 Millionen, Langenberg: 948 566 Euro.

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