25 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe geleistet
Bild: Bitter
Gründer des Entwicklungshilfe-Vereins im Kolpingbezirksverband Wiedenbrück: (v. l.) Franz Wiedenlübbert, Norbert Brummel, Dietmar Esken, Rita Breimann-Wiedenhaus, Bezirksverbandsvorsitzender Christian Schlingschröder, Entwicklungshilfe-Vorsitzender Heinz Pollmeier, Herbert Rohkämper, Franz-Josef Volkhausen, Beisitzer Dennis Horstmann und Schiftführerin Margret Lüers.
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Sie dienten der Hilfe zur Selbsthilfe mit Schwerpunkt in der beruflichen und schulischen Bildung, weil auch der Gesellenvater Adolph Kolping immer auf Bildung gesetzt habe. Etliche Tonnen fair gehandelten Kaffees wurden verkauft. Bezirksverbandsvorsitzender Christian Schlingschröder aus Rietberg betonte bei seiner Vorstellung der Arbeit, dass 22 Frauen und Männer 1992 nicht geredet, sondern gehandelt hätten – nach dem Grundsatz: „Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen“.

Bürgermeister Marco Diethelm (Herzebrock-Clarholz) wertete den Verein als Blaupause für die Politik mit Blick auf die Flüchtlinge. Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort müsse dazu dienen, dass die Menschen zu Hause bleiben könnten, betonte er. Die Gütersloher stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies überreichte dem Vorsitzenden des Entwicklungshilfe-Vereins, Heinz Pollmeier aus Verl, einen Umschlag mit einem Spendenscheck.

Kolpingbruder André Kuper, Landtagsabgeordneter aus Rietberg, adressierte folgende Worte an den Jubiläums-Verein: „Gäbe es euch nicht, müssten wir heute an die Gründung gehen.“ Auch er forderte, dass den Menschen in den Entwicklungsländern vor Ort eine lebenswerte Zukunft ermöglicht werden müsse.

Der Generalssekretär des internationalen Kolpingwerks mit Sitz in Köln, Dr. Markus Demele, sprach von einer Lotterie der Natur. 800 Millionen Menschen würden unverschuldet mit weniger als 1,9 Dollar pro Tag in absoluter Armut leben, weil „sie dort leben müssen, wo sie schicksalshaft auf die Welt gekommen sind.“ 50 Millionen seien auf Lebensmittelsubventionen angewiesen. Dabei seien ausreichend Ressourcen vorhanden, damit nicht täglich Kinder an Hunger sterben müssten. Der Redner beklagte die Einkommens-Ungleichheit in der Welt und nannte Kolpings Antwort auf diesen Missstand: Solidarität üben in der Praxis und ein neues Denken schaffen, das den Grundrechten aller Menschen entspricht.

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