Amtlich: Zahlenrutscher korrigiert
Bild: Bitter
Aufmerksam am Ende einer langen Reihe von Wahlaktenordnern: (v. l.) Kreisdirektorin Susanne Koch als Kreiswahlleiterin, Referatsleiter Michael Hellweg und seine Kollegin aus dem Büro des Kreistages, Kathrin Birkenhake.  
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Die Differenz in den Bezirken 31 und 82 ist geklärt. Zunächst waren den AD-Demokraten insgesamt 106 Zweitstimmen zugerechnt worden, der AFD hingegen null. Referatsleiter Michael Hellweg erklärt: „Einem erfahrenen Kollegen im Rathaus Gütersloh sind die Zahlen aus der Spalte der AFD fälschlicherweise in die auf dem Stimmzettel genau darüberstehenden von den AD-Demokraten gerutscht. Hellweg: „Die Auszählung selbst war völlig korrekt. Der Fehler ist bei einer telefonischen Schnellmeldung passiert.“

Für die Wahlkreise 95 und 96 gab es einen gemeinsamen Wahlausschuss mit Monika Paskarbies und Peter Wiese (CDU), Liane Fülling und Fritz Spratte (SPD) sowie Birgit Niemann-Hollatz (Grüne). Kreisdirektorin Susanne Koch dankte als Kreiswahlleiterin dem Referatsleiter Michael Hellweg und Kathrin Birkenhake – inzwischen Leiterin der KFZ-Zulassungsstelle –, dass sie als erfahrene Kraft aus dem Büro des Kreistages noch einmal mitgemacht habe. Ebenso den vier Auszubildenden, die bei Unklarheiten eifrig nachgezählt hatten.

Hellweg stellt eine Modeerscheinung fest: „Immer mehr beantragen Briefwahl, gehen dann aber doch ins Wahllokal.“ Ein Rheda-Wiedenbrücker hatte seinen Briefwahlumschlag mit ins Wahllokal gebracht. Den Hinweis, dass er ihn den ganzen Sonntag über noch ins Rathaus bringen könne, gefiel ihm nicht. Er schleuste ihn wirkungslos in eine Wahlurne.

Und sonst? Dornberg ließ lange auf sich warten, bis ein im Bielefelder Rathaus zusammengestellter Vorstand alles kontrolliert hatte. 23 Uhr erfolgte die Siegerehrung für Georg Fortmeier (SPD) im Kreishaus. 1.26 Uhr am Montag ging dort das Erststimmenergebnis ein. 1.40 Uhr erfolgte die Weitermeldung nach Düsseldorf zum Landeswahlleiter. Letztlich entfielen auf Fortmeier 219 Stimmen mehr als auf Birgit Ernst (CDU). Am Wahlabend um 23.11 Uhr war der Unterschied noch 30 Stimmen geringer.

Nicht alle Bürger blieben ruhig. Eine Wählerin, die absolut nicht wollte, dass ihr ungefährer Geburtsjahrgang für statistische Zwecke erfasst werden könnte, zerriss den Stimmzettel und ging. Da lag er bis 18 Uhr und wurde für ungültig erklärt.

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