DRK-Pflegedienst kommt elektrisch daher
Elektro-Autos im Einsatz: Routiniert lädt die DRK-Pflegedienstleiterin Anja Janke einen der beiden Renault Zoe, den (hinten v. l.) Electrify-Prokurist Marc Jünger an DRK-Geschäftsführer Sebastian Mzyk und DRK-Vorstand Günther Göpfert übergeben hat.

Seit kurzem ist der Pflegedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einer Mitteilung zufolge ausschließlich mit E-Mobilen auf den Straßen im Kreis Gütersloh unterwegs. Die zwei Elektroflitzer haben sich schon nach kurzer Zeit zum Liebling der Pflegekräfte gemausert. „Das Fahren macht einfach Spaß“, schwärmt Janke. „Leise Motorengeräusche, kein Kupplung treten, keine Gänge einlegen“, zählt sie die Vorteile auf. Zudem ziehe der Wagen auch bei geringen Geschwindigkeiten gut. Denn der Elektromotor decke stufenlos die Bandbreite bis etwa 130 Stundenkilometer ab.

Gute Erfahrungen gemacht

Die Fahrzeuge gehören zu einem Fuhrpark von 29 Elektroautos, den das DRK Soziale Dienste OWL seit 2012 kontinuierlich ausbaut. „Die Erfahrungen mit den Elektromobilen übertreffen unsere Erwartungen deutlich“, sagt DRK-Geschäftsführer Sebastian Mzyk. Für einen Pflegedienst mit kurzen und planbaren Touren seien E-Autos ideal, so Mzyk weiter.

Deshalb soll, was in Gütersloh jetzt schon umgesetzt wird, künftig für alle 130 Fahrzeuge der Pflegeflotte der DRK Soziale Dienste OWL gelten. Die Umstellung freut auch Marc Jünger, Prokurist der 2016 von Robert Tönnies gegründeten Gesellschaft Electrify. „Mit Partnern wie dem DRK leisten wir einen wertvollen Beitrag, um die Elektromobilität in Ostwestfalen voranzutreiben“, sagt Jünger.

Nachholbedarf bei der Lade-Infrastruktur

Nachholbedarf sieht man beim DRK noch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dank der neuen, leistungsfähigeren 41-Kilowattstunden-Akkus der Renault Zoe müssen die Mitarbeiter aber keine Sorge haben, dass dem E-Auto unterwegs der Saft ausgeht. Die Fahrzeuge können in einer Zeit von unter vier Stunden mit den Schnellladesäulen am neuen DRK-Standort an der Kaiserstraße in Gütersloh vollständig aufgeladen werden. In der Nacht liefert die hauseigene Photovoltaik-Anlage den Strom. „Damit tragen wir zur Schonung unserer Ressourcen sowie zur Reduzierung von Luftverschmutzung und Lärmbelästigung bei“, sagt DRK-Vorstand Günther Göpfert.

„Wirtschaftlicher sind Elektroautos allemal“, rechnet Mzyk vor. Unterhalt und Wartung seien rund 20 bis 30 Prozent günstiger als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Fast noch wichtiger ist die Akzeptanz: „Unsere Mitarbeiter fahren einfach gerne damit“.

SOCIAL BOOKMARKS