Ems-Kolleg macht Klimawandel zum Thema
Bild: Leskovsek
Klimaschutz steht im Ems-Berufskolleg auf dem Stundenplan.
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Damit dokumentierte er eindrucksvoll den Klimawandel als eines der zentralen globalen Probleme des 21. Jahrhunderts. Fliegner richtete sein Augenmerk auf schmelzende Gletscher, auf den Anstieg der Meeresspiegel, auf austrocknende Seen und zunehmende Wetterkapriolen.

Der Referent verstand es, mit den Schülern auf Augenhöhe zu arbeiten, um ihnen nicht einfach nur 90 Minuten etwas erzählen zu müssen. Durch Wortspiele fand er schnell den Zugang zu den Auszubildenden im Groß- und Außenhandel. Die Schüler zeigten ein großes Wissen und beantworteten die nicht immer einfachen Fragen des Umweltpädagogen. „Ich finde es sehr wichtig, den Schülern den Klimawandel zu verdeutlichen, weil wir alle etwas tun müssen. Deshalb lasse ich sie an meinem Vortrag teilhaben“, erklärte Fliegner.

„Es geht schneller voran, als uns lieb ist“.

Martin Fliegner

Wenn man von Klima spreche, meine man das Wetter von 30 Jahren, also einer Generation, erklärte er. Allem Gerede von Jahundertwintern zum Trotz seien die vergangenen beiden Winter ganz normal gewesen, so wie es vor 25 Jahren noch durchaus üblich gewesen sei. Zuletzt seien die Winter einfach nur zu warm gewesen. Während das Thermometer hierzulande minus 12 Grad angezeigt habe, seien es auf Grönland plus 12 Grad. „Das war viel zu warm. Grönland schmilzt und dadurch steigt das Wasser in den Meeren“, so der Experte.

Tipps  für den Klimaschutz im Kleinen

Holland zum Beispiel habe dadurch immer öfter mit erhöhtem Wasserstand zu kämpfen. Auch die Nord-West-Passage, die seit 2008 eisfrei ist, macht dem Umweltforscher große Sorgen. „Es geht schneller voran, als uns lieb ist“, sagte Fliegner. Ihn beunruhige zudem die Tatsache, dass große Schiffe die Passage als Abkürzung nutzten – mit dem Argument, Kohlendioxid einzusparen. Fliegner bangt dabei eher um das sensible Ökosystem dort.

Der Experte gab den Schülern schließlich wertvolle Klimaschutz-Tipps von der Nutzung von Strom über die Abfallvermeidung und den Verzicht aufs Auto bis zum Verzehr von Obst aus der Heimat.

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