Feuerwehr rückt zu 3322 Einsätzen aus
Bild: Eickhoff
Ausgezeichnet: (v. l.) Norbert Cordes, Rudi Hirsch, Jörg Krammenschneider, Landrat Sven-Georg Adenauer, Ulrich Biermann, Hermann Reckordt, Stefan Altebäumer, Harald Horstkötter, Heiner Panreck. Bezirksbrandmeister Michael Kirchhoff und Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper.
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46 Kräfte verletzten sich bei den Einsätzen. Diese Zahlen hatte Geschäftsführer Wolfgang Hildebrandt für den Kreisfeuerwehrverbandstag zusammengetragen, der am Samstag in der Harsewinkeler Mehrzweckhalle stattgefunden hat. Verlesen wurde der Bericht indes vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Udo Huchtmann. Daraus ging weiterhin hervor, dass die 2259 Aktiven zu 599 Brandeinsätzen, 1146 technischen Hilfeleistungen, 476 ABC- und 471 sonstige Einsätzen alarmiert wurden. Nach den extrem hohen Fallzahlen der vergangenen Jahre habe sich die Situation wieder normalisiert, so Huchtmann. Sprich: etwas mehr als neun Einsätze pro Tag. 630 Fehlalarme, vornehmlich ausgelöst durch automatische Brandmeldeanlagen (438), seien – trotz eines Rückgangs um 104 Fälle – nach wie vor zu viele. 175 blinde und 17 böswillige Alarmierungen kamen dazu. Außer den Aktiven gehören 799 den Ehrenabteilungen, 288 der Jugendfeuerwehr und 335 den Musik- und Spielmannszügen an. Die langjährige Hausmeisterin der Kreisfeuerwehrschule, Mechthild Ostkamp, wurde ebenso in den Ruhestand verabschiedet wie die Ausbilder Hubert Glasneck (ABC-Stoffe) und Harald Horstkötter (Sprechfunk).

Investition von 14 Millionen Euro

14 Millionen Euro wurden im Kreis Gütersloh in die Feuerwehr gesteckt, eine kommunale Pflichtaufgabe. 3,1 Millionen Sachkosten, 4,9 Millionen Euro Personalkosten und 6 Millionen Euro Investitionskosten. Harsewinkels Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD): „Die Personalkosten würden auch für die gastgebende Stadt erheblich steigen, wenn sich nicht so viele ehrenamtlich engagieren würden.“ An der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit wurden 31 Lehrgänge angeboten, ferner wurden 18 Fahrsicherheitstrainings absolviert. 637 Feuerwehrleute wurden so für weitere Aufgaben qualifiziert, 623 nahmen an zusätzlichen Seminaren teil. 728 Feuerwehrmänner und -frauen absolvierten den Leistungsnachweis, quasi das Sportabzeichen für Feuerwehrleute. 957 konnten den Nachweis auf der Atemschutzübungsstrecke erbringen, dass sie fit genug sind, diese körperlich anstrengende Arbeit zu leisten. Insgesamt ließen sich 3346 Teilnehmer ausbilden, 327 mehr als im Vorjahr. Am Institut der Feuerwehr in Münster nahmen weitere 89 Führungskräfte an Lehrgängen teil. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) lobte: „Wir sind dankbar, dass wir euch haben!“ Die Großübung im Oktober in Halle sei eine Demonstration der Stärke gewesen. Die Bürger im Kreis vertrauten darauf, dass die Feuerwehr hilft, wenn etwas passiert, so Adenauer. Der neue Landtagspräsident André Kuper dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung in der Harsewinkeler Mehrzweckhalle vom Musikzug des Löschzugs Oesterweg.

Welche Feuerwehrleute geehrt wurden, lesen Sie in der Montagsausgabe der „Glocke“.

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