Der einstige Orchestermanager von Justus Frantz und dessen Philharmonie der Nationen hat 2009 ein Festival aus der Taufe gehoben, dessen Name Programm ist: „Musik-Landschaft Westfalen“. Ziel ist es, klassische Musik auf hohem Niveau an den schönsten Orten Westfalens zu präsentieren – in Kooperation mit heimischen Veranstaltern.
Erstmals macht dieses Festival nun dank des Engagements von „Langenberg kulturell“ am Sonntag, 19. August, Station auf dem Gut Geissel, Jagdweg 215. Ab 11 Uhr ist dort das legendäre Gewandhaus-Quartett zu hören – vom Feuilleton als eines der „weltweit besten“ Streichquartette überhaupt gerühmt. Seit 1808 führt es anspruchsvolle Kammermusik auf. Auf Gut Geissel werden Beethovens Streichquartett B-Dur Nr. 18, „La Milanconia“, Schumanns traurig-trotziges a-Moll-Quartett sowie Puccinis elegisch-sentimentale „Crisantemi“ zu hören sein.
Vor allem zu Letzterem passt die emotionale „Romanze“, die der aus Borken stammende Johannes Thebing 2000 komponierte. Mit typisch westfälischer Bescheidenheit quittiert er die Bereitwilligkeit des Gewandhaus-Quartetts, sein 2004 uraufgeführtes Werk „gern zu spielen“, wie Professor Jürnjakob Timm, Cellist des Ensembles, dem verblüfften Borkener schrieb. Es gibt nämlich nicht viele Gegenwartskünstler, die in das Repertoire der Leipziger aufgenommen werden. Offensichtlich aber gefielen den Musikern sowohl der klassische Aufbau von Thebings Romanze als auch die langsamen, gedehnten Tonfolgen am Anfang und – in Variationen – am Ende, die einen aufgewühlten Mittelteil einrahmen. „Eine Melodik zwischen Schönheit und Schwermut“, kokettiert Thebing, der just an einer neuen Orchester-Sonatine arbeitet, einmal mehr mit dem „typisch
Karten für das Konzert des Leipziger Gewandhaus-Quartetts gibt es im Vorverkauf (39 Euro) bei der Volksbank Langenberg und unter Tel. 02861/7038586, sowie an der Abendkasse (45 Euro).
Weitere Termine und Informationen zum Festival „Musik-Landschaft Westfalen finden sich im Internet unter
www.musiklandschaft-westfalen.de
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Stärken dürfen sich die Gäste sowohl vor als auch nach dem Konzert und in der Pause an regionalen Spezialitäten.
Näheres zum Festival und zum Gewandhaus-Quartett lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ vom 7.Juli.

