„Ich bin gern Kreisbrandmeister“
Bild: Neitemeier
Seit vier Wochen ist Dietmar Holtkemper aus Benteler neuer Kreisbrandmeister im Kreis Gütersloh, nachdem er zuvor schon vier Jahre als Stellvertreter von Rolf Volkmann gewirkt hatte. Der 36-jährige Feuerwehrchef sieht den Brandschutz im Kreis jederzeit als gesichert an.
Bild: Neitemeier

„Die Glocke“: Herr Holtkemper, mit 19 Jahren in die Feuerwehr eingetreten, mit 36 Jahren Kreisbrandmeister – das ist eine steile Karriere. Wie kam es dazu?

Holtkemper: Die Möglichkeiten, Menschen in akuter Not helfen zu können, und die Feuerwehr selbst haben mich schon früh fasziniert. Insofern bin ich seinerzeit mit vier Freunden in den Löschzug Benteler eingetreten. Meine schnelle Karriere hat auch etwas mit der Erkrankung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Karl-Heinz Berenbrinker vor einigen Jahren zu tun. Ich habe damals als Vize und auch jetzt als Kreisbrandmeister Ja gesagt, weil ich bei der Feuerwehr auf viele Menschen mit unterschiedlichen Charakteren treffe. Das reizt mich. Ich mache das gern.

 

„Die Glocke“: Trotz des hohen zeitlichen Aufwands?

Holtkemper: Ja. Für mein neues Amt sind viel Idealismus sowie die Unterstützung durch die Familie und die Kreisverwaltung unumgänglich. Alles das habe ich. Um die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen, gibt es mit Udo Huchtmann aus Borgholzhausen und Uwe Theismann aus Gütersloh jetzt auch zwei statt bisher nur einen Stellvertreter.

„Die Glocke“: Was hat ein Kreisbrandmeister zu tun?

Holtkemper: Einerseits habe ich eine ganze Reihe von repräsentativen Aufgaben hauptsächlich abends und an Wochenenden. Andererseits ist sehr viel Verwaltungsarbeit zu erledigen – von der Mitwirkung bei Brandschutz- und Rettungsdienstbedarfsplänen bis zur Frage, welche Wehren auf Dauer für die neue Autobahn 33 zuständig sind und was für Ausrüstungen sie benötigen. Einsätze spielen bei meiner Arbeit zum Glück nicht die Hauptrolle.

„Die Glocke“: Wie ist das Amt mit Ihrem Beruf als Geschäftsführer der Grauthoff-Immobiliengesellschaft in Mastholte vereinbar?

Holtkemper: Das geht nur mit einer straffen Terminorganisation und einem feuerwehrfreundlichen Arbeitgeber, was bei der Familie Grauthoff seit Jahren der Fall ist.

„Die Glocke“: Haben alle Arbeitgeber im Kreis Verständnis, wenn ein Feuerwehrmann plötzlich alles stehen und liegen lässt, um zum Einsatz zu fahren? Holtkemper: Mir sind keine gravierenden Probleme bekannt. Die Leitstelle versucht, mit viel Fingerspitzengefühl nicht mehr Kräfte als unbedingt nötig zu alarmieren. Zudem beseitigen auch Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe tagsüber schon mal kleinere Ölspuren. Da muss nicht immer die Feuerwehr ausrücken.

Das vollständige Interview lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 17. August.

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