Kandidatenriege der Linken komplett
Die Direktkandidaten der Linken für die Landtagswahl am 13. Mai: (v. l.) Marco Lehmann (nördlicher Wahlkreis), Ludger Klein-Ridder (Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz) und Bernd Bauer (südlicher Wahlkreis).

Für den Wahlkreis 95 (Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz) war Ludger Klein-Ridder einer Mitteilung der Linken zufolge der einzige Kandidat. Der 63-jährige Gütersloher ist Lehrer an der Anne-Frank-Gesamtschule und seit Jahrzehnten politisch aktiv – in der Gewerkschaft Erziehung und Wisssenschaft, in der Friedensbewegung, der Anti-Atomkraft-Bewegung, im Flüchtlingsrat sowie im Gütersloher Bündnis „Vorrang für Soziale Gerechtigkeit“.

Ludger Klein-Ridder einmütig nominiert

Klein-Ridder, der einmütig Johann Roumee (2010: 5,17 Prozent der Erststimmen) als Kandidat ablöste, liegt die Bildungspolitik besonders am Herzen. So fordert er einen Ausbau der Frühförderung und „eine Schule für alle“. Er tritt für höhere Unternehmessteuern ein, wendet sich gegen das „Steuern sparende Stiftung-Konstrukt bei Bertelsmann“ und gegen den Einfluss der Agrarindustrie im Kreis. Unternehmen wie Tönnies seien nach sozialen und ökologischen Kriterien nicht zukunftsfähig, so Klein-Ridder.

Spannend wurde es nach Angaben der Linken bei der Wahl des Kandidaten für den Wahlkreis 96 (Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl), in dem vor zwei Jahren Jutta Granzow angetreten war und 3,96 Prozent der Erststimmen geholt hatte. Fünf Mitglieder wurden als Bewerber vorgeschlagen, vier von ihnen lehnten eine Kandidatur aus persönlichen Gründen ab. Gewählt wurde Bernd Bauer aus Halle.

Bernd Bauer für kostenlose Bildung

Der 62-jährige pensionierte Finanzbeamte beklagte in seiner Vorstellung die ständige Verschlechterung der Lebensverhältnisse durch den wirtschaftlichen Kapitalismus. Bauer fordert kostenlose Bildung, ein Sozialticket und somit Mobilität für alle, höhere Löhne und die Einführung einer Millionärssteuer als Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit.

Bereits am Donnerstag voriger Woche hatten die Kreisverbände Bielefeld und Gütersloh den 25-jährigen Erzieher Marco Lehmann aus Versmold für den nördlichen Wahlkreis nominiert („Die Glocke“ berichtete). Dieser umfasst die Kommunen des Altkreises Halle und zwei Bielefelder Ortsteile.

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