Kollmeyer als Kreislandwirt bestätigt
Bild: Walkusch
Kamen zur konstituierenden Sitzung der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer zusammen: (v. l.) Kammerpräsident Johannes Frizen, Dietmar Gerbaulet, Kreislandwirt Heiner Kollmeyer, Kreisgeschäftsführer Ulrich Bultmann, Marie-Theres Unkrüer, Bernhard Fislake, stellvertretender Kreislandwirt Jörg Düfelsiek und Elmar Schulze Weddeling.
Bild: Walkusch

Am Donnerstag fand die konstituierende Sitzung statt. Im Haus der Landwirtschaft wurde Heiner Kollmeyer aus Gütersloh zum Kreislandwirt gewählt. Es ist bereits seine dritte Amtsperiode. Im Oktober hatten 4786 Landwirte und Gärtner, deren Ehefrauen und mitarbeitende Familienangehörige sowie 276 Arbeitnehmer in diesem Bereich die Mitglieder der Kreisstelle gewählt.

Zum ersten Mal stellte sich auch Jörg Düfelsiek aus Steinhagen zur Wahl – und schaffte auf Anhieb den Einzug. Mehr noch: Bei der konstituierenden Sitzung wurde er zu Kollmeyers Stellvertreter gewählt und beerbt somit Arnold Weßling, der für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand.

Die Kreisstelle besteht aus vier Vertretern von der Gruppe der Betriebsinhaber. Das sind außer dem Kreislandwirt und seinem Stellvertreter Marie-Theres Unkrüer aus Langenberg und Bernhard Fislake aus Marienfeld. Die Gruppe der Arbeitnehmer-Vertreter repräsentieren der wiedergewählte Dietmar Gerbaulet aus Harsewinkel sowie Elmar Schulze Weddeling aus Rheda-Wiedenbrück, der neu in der Kreisstelle ist. Er rückte für Ralf Winkel aus Gütersloh nach, der nach drei Perioden nicht mehr zur Wahl angetreten war. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. Dezember und dauert sechs Jahre. Die Mitglieder der Kreisstelle vertreten den Wahlbezirk Gütersloh in der Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer NRW – des höchsten beschlussfassenden Gremiums der Kammer.

Die erste Sitzung der Mitglieder wurde von Kammerpräsident Johannes Frizen geleitet. Er sprach dabei auch die Herausforderungen an, mit den die Landwirte künftig zu kämpfen hätten. „Fragestellungen für uns gibt es genügend“, sagte er. Es gebe viele politische Aufgaben, die sie bearbeiten müssten. Als Stichworte nannte er zum Beispiel die Diskussion rund um Glyphosat, Massentierhaltung und Grundwasserverseuchung. „Wir sind selbstkritisch genug, bei solchen Themen uns selbst zu hinterfragen“, sagte Frizen. Er bescheinigte dem Kreis Gütersloh außerdem gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft.

Heiner Kollmeyer sprach zudem den Flächenverbrauch an. Allein durch den Bau der Autobahn 33 seien 800 Hektar für die Landwirtschaft verloren gegangen. Seit 1990 habe man einen Verlust von 8000 bis 10 000 Hektar im Kreis Gütersloh verzeichnet. Das liege unter anderem an Baugebieten, die ausgewiesen würden, dem Ausbau von Straßen und an Ausgleichsflächen.

Arnold Weßling hatte 2015 den Vorsitz den Landwirtschaftlichen Kreisverbands abgegeben. Jetzt schied er auch aus der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer aus. Seit 1993 war er stellvertretender Kreislandwirt.

Kammerpräsident Johannes Frizen sprach Weßling bei der Sitzung am Donnerstag seinen persönlichen Dank aus. „Ihr Blick war immer weit nach vorn gerichtet. Mit Ihrem klugen und weisen Engagement haben Sie die Zukunft der Landwirte mitgestaltet.“ Frizen sprach auch Weßlings Tätigkeit im Landwirtschaftlichen Kreisverband an. Eine Konkurrenz der beiden Gremien habe es mit Arnold Weßling nie gegeben.

„Ich habe mir größte Mühe gegeben, über Generationen die Landwirte zu begleiten, sodass wir unseren Aufgaben Rechnung tragen können“, sagte Weßling. Und die Landwirtschaft werde nie an Aktualität verlieren. „Essen kommt nicht aus der Mode“, sagte der ehemalige stellvertretende Kreislandwirt schmunzelnd. Zur Arbeit der Landwirtschaftkammer erklärte er: „Es geht nicht anders als im offenen Austausch.“ Ihm sei dabei das gute Klima in der Kreisstelle zugutegekommen.

Weßling, der nach wie vor politisch aktiv und für die CDU im Borgholzhausener Stadtrat sowie im Kreistag vertreten ist, will der Kammer aber weiter verbunden bleiben. „Der ländliche Raum wird mir immer am Herzen liegen“, sagte er.

SOCIAL BOOKMARKS