Kreis erlaubt die Jagd auf Füchse
Bild: dpa
Auch die Jagd mit dem Hund auf Füchse im Kunstbau erlaubt der Kreis Gütersloh. Als Grund nennt die Behörde die steigende Population der Füchse und der gleichzeitige Rückgang von Fasanen, Feldhasen und Rebhühnern.
Bild: dpa

Dabei sollen sie nicht nur die Jagd an den sogenannten Kunstbauten, sondern auch andere Methoden nutzen, wie die Kreisbehörde erklärt. Die Verwaltung bittet die Jäger zudem, auch anderes Raubwild wie Marder und Waschbären intensiv zu bejagen, um andere, rückläufige Arten zu schützen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Die erteilte Freigabe gehe zurück auf eine Empfehlung der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung in Bonn. Diese hat – rechtzeitig zum Beginn der Herbst- und Winterjagden – die Vorgaben der Jagd auf den Fuchs überarbeitet. Die Forschungsstelle für Jagdkunde rät dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, diese Jagdmethode auf das ganze Land auszuweiten.

Bereits von 2015 bis Anfang 2017 hat man für einen Teil der Flächen in NRW diese Jagdmethode erlaubt. „Nun hat das Land die neuesten Entwicklungen zum Anlass genommen, landesweit gegenzusteuern“, schreibt die Verwaltung des Kreises.

Zur Begründung weist die Forschungsstelle auf den starken Rückgang heimischer Arten wie Feldhase, Fasan und Rebhuhn sowie einem Anstieg der Fuchspopulationen hin. Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, soll auch die Jagd mit dem Hund auf den Fuchs im Kunstbau wieder erlaubt werden.

Ein Kunstbau ist ein in der Regel aus Betonröhren speziell zur Bejagung des Rotfuchses angelegter Tierbau. Im Kreis Gütersloh haben die Revierpächter beziehungsweise Eigenjagdbesitzer zirka insgesamt 340 (Stand Oktober 2016) solcher Bauten geschaffen, wie die Behörde mitteilt. Die Jagd auf Fuchs und Dachs an Naturbauten bleibe nach dem Jagdgesetz weiter verboten, heißt es in der Mitteilung.

SOCIAL BOOKMARKS