Lichtest: Sehen und gesehen werden
Mit Blick auf die Verkehrssicherheit werben (v. l.) der Obermeister der heimischen Kraftfahrzeug-Innung, Reinhard Aschentrup, Dezernent Thomas Kuhlbusch (Kreisverwaltung), Petra Hubrich (Kreishandwerkerschaft) und Nobert Fischer (Verkehrswacht) für den kostenlosen Licht-Test im Monat Oktober in den Autowerkstätten im Kreisgebiet.

Eine Mängelquote von 35 Prozent bei der Vorjahresaktion unterstreicht die Notwendigkeit. „Dabei sind sehen und gesehen werden das A und O im Straßenverkehr“, sagt der Obermeister aus Gütersloh und betont besonders, dass die rund 150 Kraftfahrzeug-Meisterbetriebe ohne Anmeldung kostenlos den 15-minütigen Test durchführen.

Kostenloser Lichttest im Oktober

Darüber hinaus spenden sie pro Test zehn Cent an die seit 1998 bestehende Aktion Lichtblicke für Familien und Kinder in Not. Lediglich notwendige Ersatzteile und umfangreichere Einstellungsarbeiten müssten in der Werkstatt bezahlt werden.

Aschentrup spricht vor allem Fahranfänger an, die sich nur an der Aktion bisher nur schwach beteiligt haben, aber angesichts ihres zumeist niedrigen Bugdets eher ältere Autos fahren. Die Innung wirbt deshalb in den Berufskollegs des Kreises für die Licht-Test-Aktion, weil gerade dort viele junge Führerscheininhaber erreicht werden können.

Geschäftsführer und Verkehrswacht rufen zur Teilnahme auf

Geschäftsführer Norbert Fischer, der die Verkehrswacht als älteste Bürgerinitiative bezeichnet, ist zufrieden damit, dass mit den KFZ-Betrieben Fachleute an die Beleuchtung herangehen. Und der Dezernent für Gesundheit, Ordnung und Recht im Kreishaus, Thomas Kuhlbusch, stellte beim Startschuss für den Lichttest am Freitag im Namen des Schirmherrn Landrat Sven-Georg Adenauer das Interesse der Kreisverwaltung an der Verkehrssicherheit heraus. „Jeder Verkehrsunfall ist einer zu viel“, laute die Devise. Und gerade in der dunklen Jahreszeit spiele das Licht eine große Rolle. Autofahrer sollten den ganzen Tag die Beleuchtung einschalten, meint Kuhlbusch.

25 000 Plaketten liegen bereit

„Einäugige und Blender gehören nicht auf die Straße“, sind sich Aschentrup und Fischer einig. Nach bestandenem Licht-Test, der sowohl der eigenen als auch der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer dient, gibt es eine Plakette für die Windschutzscheibe. Sie signalisiert der Polizei „geprüftes Autolicht“. 25 000 Exemplare hat die Innung bereits an ihre Mitglieder verteilt. 2700 Banner werben bundesweit. Auch an Brücken im Kreis Gütersloh rufen sie die Autofahrer einige Wochen lang auf, an die Lichtanlage ihres Fahrzeugs zu denken und sie überprüfen zu lassen.

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