Parcours soll Nichtraucher unterstützen
Bild: Walkusch
Einmal kräftig Luftholen: Tim pustet den weißen Ball durch die Luft, sodass er im Basketball-Körbchen landet. Für den Nichtraucher eine leichte Übung. Mitarbeiter der Caritas und des Wertkreises begleiten den Parcours der Initiative „Leben ohne Qualm“.
Bild: Walkusch

Der Wertkreis Gütersloh und die Caritas-Fachstelle für Suchtvorbeugung haben die Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ in den Kreis Gütersloh geholt und führen die Präventionsmaßnahme zum ersten Mal inklusiv durch.

Im Förderzentrum zur individuellen Lebensgestaltung und Berufsbildung in Gütersloh waren am Montag fünf Stationen aufgebaut, die vor allem Aufklären sollen. 30 Menschen mit Behinderung zwischen 18 und 55 Jahren hatten sich für das Projekt angemeldet – sowohl Raucher als auch Nichtraucher, wie Lars Riemeier erklärte. „Der Parcours soll einerseits dafür sorgen, dass das Rauchen nicht zu einer festen Gewohnheit wird. Auf der anderen Seite kann er diejenigen unterstützen, die damit aufhören wollen“, sagte er.

An der ersten Station konnten die Teilnehmer einen Blick in die Zukunft werfen. Mit Hilfe einer Tablet-Applikation wurden Fotos der Freiwilligen gemacht. Die Gesichter wurden um 15 Jahre gealtert – einmal als Raucher und einmal normal. „So können die Teilnehmer sehen, was das Rauchen mit der Haut anstellt“, so Riemeier. Mit Vorurteilen rund ums Qualmen wurde an der nächsten Station aufgeräumt. „Wir wollen den Menschen Gegenargumente mit auf den Weg geben.“ Beispielsweise wenn behauptet werde, dass Raucher schlanker seien. „Das kann man mit ein bisschen Sport und gesunder Ernährung auch hinbekommen.“

Einen langen Atem brauchten die Teilnehmer bei der dritten Station. Dort galt es, einen kleinen Ball durch die Luft zu pusten. Damit sollte das Lungenvolumen dargestellt werden, das sich verschlechtere, wenn man regelmäßig zum Glimmstängel greife. Um Entspannung ging es am nächsten Stand. „Tatsächlich ist der Ruhepuls bei Rauchern höher“, sagte der Mitarbeiter der Caritas-Suchtvorbeugung. Welche Inhaltsstoffe in Zigaretten zu finden sind, war Thema an der letzten Station.

„Eigentlich gibt es auch noch ein Wissensquiz. Das haben wir allerdings nicht aufgebaut“, so Riemeier. Auch sonst gebe es einige Veränderungen zu dem üblichen Parcours, der normalerweise an Regelschulen aufgebaut werde. So seien die Gruppen kleiner und mehr Betreuer vor Ort. Elf Mitarbeiter des Wertkreises und der Caritas unterstützten die Teilnehmer an den Stationen dabei, die Aufgaben zu bewältigen.

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