Radfahrer sicherer auf Fahrbahnen
Viele Radler benutzen Radwege, weil sie sich darauf sicherer fühlen. Doch eine Benutzungspflicht für diese Wege besteht oftmals nicht mehr.

Auch in Rheda-Wiedenbrück wird auf einschlägige höchstrichterlicher Rechtsprechung reagiert. Immer mehr blaue Radwegeschilder – die das Benutzen der Radwege vorschreiben – verschwinden. Immer mehr „Radfahrer frei“-Hinweise – die es dem Radler anheim stellen, den Weg zu befahren – werden angebracht. Freyer findet das völlig in Ordnung. „Eine Benutzungspflicht stellt eine Verkehrseinschränkung dar und muss zwingend erforderlich sein“, verweist er auf das Bundesverwaltungsgericht.

Bereits vor acht Jahren, erinnert sich der Radfahrer-Lobbyist, habe ein ADFC-Mitglied, das täglich zwischen Wiedenbrück (Ostring) und Bahnhof Rheda unterwegs gewesen sei, gegen die Radwegenutzungspflicht auf dieser Strecke geklagt. Mit Erfolg: Die Stadt habe bereits vor dem Urteilsspruch gehandelt, nach dem das Gericht deutlich zu erkennen gegeben habe, wie es zu entscheiden gedenke.

Auf der Hauptstraße gibt es die Benutzungspflicht für Radwege nicht mehr. Ohnehin seien dort die abgetrennten Fahrstreifen für Radler „zu schmal und zu schlecht“ gewesen, sagt Thomas Freyer. Die nunmehr ausgewiesene beidseitige Freigabe der Bürgersteige (auch in Gegenrichtung) sieht er allerdings als problematisch an. Gleichwohl sieht er ein, dass kein Radfahrer zweimal die Straße überqueren wird, um zum Beispiel vom Praktiker zur Post zu kommen.

Nonenstraße und Bosfelder Weg in Rheda, Hellweg und Burgweg in Wiedenbrück: Das sind nur wenige Straßenbeispiele, auf denen es Radlern nach Ansicht des ADFC-Manns erlaubt werden müsse, die Fahrbahn mit zu nutzen. Und die Lange Straße solle im Einbahnstraßenbereich zwischen Bielefelder/Mönchstraße und Klingelbrink für Fahrradfahrer auch in Gegenrichtung geöffnet werden, meint Thomas Freyer. Im Begegnungsverkehr mit Bus und Automobil sieht er „kein Problem“.

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  Friedhelm Schmalbrock, Rheda-Wiedenbrück 11.08.2012 13:42:13
Da möchten die einen gerne nach über 20 Jahren (angeblicher) Planung endlich einen Radweg an der B61 haben, da möchten die anderen am liebsten die Radwege wieder abschaffen. Auf der B61 ist auf der Fahrbahn sicher kein sicheres Radfahren möglich. Und wenn dann z.B. auf der langen Straße in Gegenrichtung gefahren werden darf und etwas passiert, dann ist sicher der Autofahrer schuld. Also freie Fahrt für freie Radfahrer!
  Susi Klar, Wiedenbrück 12.08.2012 10:21:02
Bravo und ein dickes Lob an den ADFC. Ich habe mich gerade vom ADAC ab- und beim ADFC angemeldet. Da ich mein vierrädriges Vehikel gerade verschrottet habe, bin ich ein kompletter Zweiradfahrer geworden. Zum Einkaufen im Umland geht es mit dem Fahrrad allemal schneller, einfacher und unkomplizierter. Wenn das möglichst viele in OWL nachmachen, werden die Straßen sicherer, leiser (auch keine rollenden Diskos mehr) und es gibt viel bessere Luft für die geforderten Radlerlungen. Bitte machts mir nach - es ist einfach zu empfehlen. Zur Probe mal 1 Monat auf die Blechkiste verzichten!
  Jörg Schmidt, Gütersloh 12.08.2012 10:55:08
Warum leben die Menschen am Mittelmeer länger als die strebsamen Deutschen? Sie machen Schulden, ärgern sich nicht darüber und kaufen 62,2% weniger Autos! http://www.querschuesse.de/pkw-neuzulassungen-der-sudperipherie-und-irlands-kumuliert-fur-juli/
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