Räderwerkstatt offiziell eröffnet
Bild: Wassum
„Der Fahrradfahrer“ ist mit umgezogen: Auszubildende und Vereinsleitung mit Künstler Monitillo vor der „Räderwerkstatt“. 
Bild: Wassum

Sie hatten den Verdacht geäußert, dass in den Betrieb der Räderwerkstatt des gemeinnützigen Vereins öffentliche Gelder fließen würden.Das wiesen Kaese und ihr Stellvertreter Thorsten Kinner gestern noch einmal zurück: Als „reiner Wirtschaftsbetrieb“ und selbstständig geführte Einheit müsse sich das als Ausbildungswerkstatt konzipierte vormalige „Räderwerk“ (zurzeit ein Ausbilder und fünf Auszubildende) den gleichen Marktbedingungen unterwerfen wie die Konkurrenten. Im Übrigen, wurde kritisch angemerkt, wie viele junge Leute würden denn im heimischen Fahrradhandel zum Fahrradmonteur oder Zweiradmechaniker ausgebildet? „Ich glaube, es ist nur einer“, sagte Thorsten Kinner. Bezirksweit finden in der „Räderwerkstatt“ die Ausbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammer statt.

Platz für bis zu elf Auszubildende

Bis zu elf junge Menschen können in der neuen „Räderwerkstatt“ (der bisherige Name „Räderwerk“ hat sich als geschützt herausgestellt) zwei Jahre lang zum Fahrradmonteur und drei Jahre lang zum Zweiradmechaniker ausgebildet werden. Unter meisterlicher Anleitung von Karl Eppendorf bauen sie nach Kundenwunsch innerhalb von drei Tagen aus Markenkomponenten Fahrräder zusammen oder reparieren sie.

Wartung der Leihräder

Fertige Gefährte namhafter Fahrradhersteller sind nicht im Angebot (bis auf E-Bikes der Firma Malaguti), wohl aber die ganze Palette der Ersatzteile. Auch Ausrüstung vom Helm, Satteltasche bis zur Luftpumpe gehören dazu. Radfahrer-Bekleidung ist in der Regel nicht vorrätig, sie kann aber nach Katalog bestellt werden. Als so genannter „Systempartner“ ist die „Räderwerkstatt“ für die Wartung und Verteilung der Leihräder auf einem Abschnitt des Ems-Radwegs zuständig. 40 der lichtblauen Räder sind an der Ringstraße zusammengesetzt und ausgeliefert worden.  Mit umgezogen vom alten Standort St. Vit an die Ringstraße 139 c ist gestern auch „Der Fahrradfahrer“ des Rietberger Künstlers Angelo Monitillo. Der ziert jetzt den Eingang zur „Räderwerkstatt“ und dem benachbarten Recyclinghof, ebenfalls ein Projekt des Vereins „Pro Arbeit“.

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