Der Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock“ sieht sich am Ziel: Der Obelisk auf dem Soldatenfriedhof in der Senne soll seine ursprüngliche Spitze zurückerhalten. Dabei handelt es sich um eine Glasplastik, die die rote Fahne des Kommunismus symbolisiert. Das orthodoxe Kreuz, das in den 50er-Jahren die Fahne ersetzte, soll abgenommen werden.
Laut „Blumen für Stukenbrock“ wird der Obelisk mit der Glasplastik wieder so hergestellt, „wie ihn die Überlebenden des Stalag 326 im Jahr 1945 erbaut hatten“. Dafür hatte sich der im linken politischen Spektrum angesiedelte Arbeitskreis seit Jahrzehnten eingesetzt. In dem Lager waren Zehntausende Kriegsgefangene vornehmlich aus der Roten Armee inhaftiert. Viele starben.
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Wie der Arbeitskreis-Vorsitzende Hubert Kniesburges am Donnerstag mitteilte, hatte sich sein Verein nach dem Regierungswechsel in Düsseldorf an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gewandt. Die Staatskanzlei habe dem Arbeitskreis mit Schreiben vom 8. März zugesichert, dass die „alsbaldige Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Obelisken“ in die Wege geleitet sei.
Laut Kniesburges soll das Kreuz noch in der ersten Jahreshälfte durch die rote Fahne ersetzt werden. Das Kreuz soll „bis zur Abstimmung zwischen der Bezirksregierung Detmold und der Orthodoxen Kirche über den neuen Standort eingelagert werden“ – so zitiert „Blumen für Stukenbrock“ die Linie der rot-grünen Landesregierung. Kniesburges spricht davon, „dass auch in Stukenbrock eine Handlung aus den Zeit des Kalten Kriegs endlich korrigiert wird.“
Bernd Hedtmann von der Bezirksregierung bestätigte einen entsprechenden Erlass des Bauministeriums. Der persönliche Referent von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP) sieht allerdings noch „deutlichen Gesprächsbedarf“. Nach seiner Ansicht sollte das Kreuz nicht abgenommen werden, bevor in Einklang mit der Orthodoxen Kirche in Deutschland ein neuer Standort feststehe.
Hedtmann machte im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich, dass er die Einlagerung des Kreuzes für keine akzeptable Lösung hält. „Da sind Sensibilitäten zu berücksichtigen“, gab er zu bedenken. Darauf wolle seine Behörde in weiteren Gesprächen mit dem Ministerium hinweisen. Aus Sicht von „Blumen für Stukenbrock“ ist Thomann-Stahl diejenige, die in den vergangenen Jahren die Wiederherstellung der Fahnenplastik verhindert hat.

