SPD-Frauen gründen Arbeitsgemeinschaft
Neugründung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Gütersloh: (v. l.) Hans Feuß, Maria Unger, die ASF-Landesvorsitzende Daniela Jansen, Gudrun Bauer, Susanne Ralenkötter, die Vorsitzende Karin Bettenworth, Marion Herzog und Ute Jost.

Ihre Stellvertreterin Gudrun Bauer aus Rheda-Wiedenbrück sowie die Beisitzerinnen Ute Jost (Gütersloh), Marion Herzog (Schloß Holte-Stukenbrock) und Susanne Ralenkötter (Rheda-Wiedenbrück) blicken auf langjährige Parteierfahrung zurück, wie es in einer Mitteilung heißt.

Maria Unger, die seinerzeit durch die Arbeitsgemeinschaft zur Kandidatur als Bürgermeisterin in Gütersloh ermutigt wurde, eröffnete die Gründungssitzung mit einem Appell an die Notwendigkeit von Engagement: „Wir müssen Frauen aktiv ansprechen und für Kandidaturen und Posten in politischen Gremien ermutigen.“ Noch immer würden Spitzenpositionen und Ämter in Parteien mehrheitlich durch Männer besetzt, weil es ihnen leichter falle, einander zu rekrutieren.

Zur Neukonstituierung der Arbeitsgemeinschaft in der SPD war außer dem SPD-Kreisvorsitzenden Hans Feuß auch Daniela Jansen, die Landesvorsitzende der ASF, gekommen. Sie betonte in ihrem Gastreferat, wie wichtig es jetzt sei, der Landesregierung gerade in Sachen Gleichstellung auf die Finger zu schauen. Darüber hinaus sei aber auch der Blick in die eigene Partei wichtig: „Die Erneuerungsvorhaben der NRW-SPD können nur gelingen, wenn wir weiblicher und jünger werden.“

Daran anknüpfend stellte Karin Bettenworth ihre Beweggründe für ihre Kandidatur vor. Vor allem die die niedrige Beteiligung von Frauen in politischen Prozessen habe sie dazu bewogen, politisch aktiv zu werden. Schließlich würden in der Politik die Rahmenbedingungen für gesellschaftliches und persönliches Leben gestaltet. Die 57-Jährige, die seit 2013 Parteimitglied ist, will frischen Wind in die Vorstandsarbeit bringen: „Wir müssen es schaffen, mehr Frauen für politisches Engagement zu gewinnen, und bei der Erneuerung unserer Parteistrukturen insbesondere darauf achten, dass sie für Frauen attraktiver werden.“ Mit einem Team aus Frauen mit langjähriger Erfahrung und der neuen Vorsitzenden soll nun ein Programm für Frauen und die gesamte Kreis-Partei erstellt werden.

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