Starke Frauen offensiv in die Zukunft
Bild: Poetter
Beim Kreislandfrauentag dabei: (v. l.) André Kuper, Renate Große Wietfeld, Regina Selhorst, Marianne Albrecht, Bärbel Dieckmann und der Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz.
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Durchs Programm führten die Langenbergerin Renate Große Wietfeld als Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Gütersloh und ihre Stellvertreterin Marianne Albrecht aus Halle. Die Besucher, darunter viel Prominenz aus Politik und landwirtschaftlichen Organisationen, wurden von den beiden Vorsitzenden begrüßt. 

Ein besonderes Willkommen galt der Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbands (WLLV) Regina Selhorst, dem frisch gewählten Landtagspräsidenten André Kuper, dem Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz und der Referentin der Veranstaltung, Bärbel Dieckmann. Die ehemalige Bonner Oberbürgermeisterin, heute Präsidentin der deutschen Welthungerhilfe, berichtete in einem informativen, engagiert serviertem Vortrag über die Arbeit ihrer Organisation und stellte dabei die besondere Bedeutung von Frauen bei der Bekämpfung von Hunger, Armut und Mangelernährung in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. „Die Frauen müssen es regeln“, so Dieckmann: „In vielen Ländern sind gerade sie es, die sich kümmern und arbeiten müssen, um die Familie zu ernähren.“

 Der Welthungerhilfe und deren Projekten galt daher auch die Spende in Höhe von 1876,59 Euro, die im Lauf des Nachmittags an den Kaffeetafeln gesammelt wurde. „Wir haben den Betrag auf 1 900 Euro aufgerundet“, so Renate Große-Wietfeld. „Viele Menschen sind in Not oder auf der Flucht“, stellte auch der Landtagspräsident in seinem Grußwort fest. Alle hätten etwas davon, wenn die Welt diesen Menschen eine Bleibeperspektive in deren Land ermögliche, sprach sich Kuper für Hilfe an Ort und Stelle aus.

 „Hier zu sein, das ist Erntedank fürs Ehrenamt“, würdigte Regina Selhorst das Engagement der mehr als 3000 Landfrauen im Kreis Gütersloh. „Starke Frauen mit einer Schwäche für Neues“, lobte die WLLV-Präsidentin das umfangreiche Jahresprogramm mit dessen Informationsveranstaltungen, Kursen, Lehrgängen und Fahrten ebenso wie den Stand der Digitalisierung („Wir verschlafen diese Entwicklungen nicht“) im hiesigen Kreisverband. „Da hat eine neue Geschäftsführerin ein fruchtbares Feld zu bestellen“, erklärte sie mit Blick auf Silvia Plohr (Bild) die seit zwei Wochen im Amt ist.

Kein Landfrauentag ohne Ehrungen: 1967 haben Hildegard Binkhoff aus Greffen und die Herzebrock-Clarholzerin Marlies Große Bockhorn ihre Meisterprüfung bestanden. Anlass für Kreislandwirt Heiner Kollmeyer, den beiden Landfrauen am Samstag mit anerkennenden Worten den goldenen Meisterbrief zu überreichen. Geehrt wurden auch die Höla-Absolventin Andrea Bövingloh und folgende zehn Hauswirtschafterinnen: Magdalena Fröhlich (Harsewinkel), Andrea Colapinto (Mastholte), Ruth Detert (Steinhagen), Irmgard Sprenker (Beckum) Anja Lippert (Steinhagen) Kristina Fleischer (Langenberg), Martina Littler (Paderborn), Karola Müller-Osthus (Rheda-Wiedenbrück), Andrea Wollner-Beermann (Beckum) und Marion Knaup (Varensell).

Eine weitere Nachricht gab es am Ende des Kreislandfrauentags, als die beiden Vorsitzenden unisono erklärten, bei den nächsten Wahlen zum Vorstand nicht mehr kandidieren zu wollen. Während Renate Große-Wietfeld den Vorsitz seit zwölf Jahren ausübt, ist ihre Stellvertreterin Marianne Albrecht seit acht Jahren dabei. Jahre, in denen – da waren sich alle Anwesenden einig – in der Sache viel bewegt und Akzente gesetzt wurden. Deshalb falle ihnen der Abschied auch nicht leicht, erklärte Renate Große-Wietfeld. „Ein Verband lebt je-doch vom Wechsel“, so die Langenbergerin. Neue Gesichter im Vorstand bedeuteten auch frische Ideen und Initiativen.

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