Steinhagener jubelt in „Höhle der Löwen“
Bild: Vox
Erfolg in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ bei Vox: Der Steinhagener Manuel Planella konnte Investorin Dagmar Wöhrl überzeugen, in sein junges Unternehmen „Manplan“ einzusteigen. Planella hat einen Halter für Einstecktücher erfunden.
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Die Unternehmerin ist mit 75 000 Euro in Planellas Start-up eingestiegen. Die gemeinsame Leidenschaft der neuen Geschäftspartner: Jacketts und Einstecktücher.

Entwickelt hat Manuel Planella, der bisher als Autoverkäufer gearbeitet hat, unter dem Markennamen „Manplan“ eine hochwertige und in der Anzugtasche unsichtbare Halterung für Einstecktücher, damit diese nicht immer verrutschen. Ein Problem, das nicht nur Dagmar Wöhrl („Ich trage sehr oft Anzug“), sondern auch die anderen Investoren Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Georg Kofler und Ralf Dümmel kannten. Dementsprechend interessiert zeigten sich die potenziellen Investoren an der Erfindung von Manuel Planella, der eindringlich für seine Idee warb („Ich sehe da einen Riesenmarkt“).

Der Tuchhalter besteht aus einem von Leder ummantelten Federstahl, der sich wie eine Klammer zusammenzieht. Sobald die beiden Enden zusammengedrückt werden, öffnet sich der Halter. Das gefaltete Einstecktuch wird durch die Öffnung gezogen und in der Tasche platziert.

„Sie sind ein Macher“

Aufgezeichnet wurde die Sendung im März, ausgestrahlt am 24. Oktober. Der Steinhagener, elegant im dunkelblauen Anzug, legte einen professionellen und überzeugenden Auftritt hin, für den er am Ende von den fünf „Löwen“ viel Anerkennung erhielt. „Sie sind mir supersympathisch, Sie sind ein Macher“, sagte Ralf Dümmel. Außerdem sei Planella „toll gekleidet“, befand Dümmel, der selbst täglich im Anzug samt Weste und Krawatte seinen Geschäften nachgeht. Ihm und seinen männlichen Kollegen war der Markt, in den Planella einsteigen wollte, indes zu klein.

Dagmar Wöhrl (63) jedoch, die mit ihrer Familie unter anderem an den Modehäusern Wöhrl (30 Standorte), Wormland Herrenbekleidung und Ludwig Beck beteiligt ist, machte dem Jungunternehmer ein Angebot: die von ihm gewünschten 75 000 Euro für 20 Prozent Unternehmensbeteiligung. „Ich habe ein Faible für Einstecktücher“, bekannte Wöhrl. „Aber wenn die aus Seide sind und die Innentasche des Jacketts auch, dann verrutschen die immer. Ich habe sogar schon Tücher verloren“, schilderte sie.

Dagmar Wöhrl steigt mit 20 Prozent bei „Manplan“ ein

Die Marke „Manplan“ müsse nun aufgebaut werden, so die Investorin zu Manuel Planella. „Unsere Familie ist an mehr als 40 Unternehmen beteiligt. Und mit meinem Team und unseren Modehäusern können wir den Halter für Einstecktücher sicherlich gut vermarkten. Ich sehe das im höherwertigen Bereich.“ Planella hatte ursprünglich nur zehn Prozent an einen Investor abgeben wollen, überlegte aber nur kurz und nahm das Angebot dann an.

Alles auf eine Karte gesetzt

Nach seinem Auftritt in der „Höhle der Löwen“ strahlt Manuel Planella über seinen „Deal“, wie es im Sendungs-Jargon heißt, mit Dagmar Wöhrl. „Vielleicht habe ich auch ein bisschen meinen Charme spielen lassen“, sagt er verschmitzt und sichtbar erleichtert. Der Familienvater hat viel riskiert: Seinen Job als Autoverkäufer hatte er gekündigt, überzeugt davon, dass er mit seinem Einstecktuch-Halter alle Anzugträger in Deutschand und darüber hinaus glücklich machen kann. „Ich habe alles auf eine Karte gesetzt“, bestätigt Planella. Zuhause dürfte jedenfalls alles im grünen Bereich sein: „Ich hatte meiner Tochter versprochen, einen Deal mit nach Hause zu bringen.“

Hat geklappt. Der Einstecktuch-Halter ist für knapp 30 Euro bereits im Handel erhältlich. Die Erfindung besteht aus einem von Leder ummantelten Federstahl, der sich wie eine Klammer zusammenzieht. Sobald die beiden Enden zusammengedrückt werden, öffnet sich der Halter. Das Einstecktuch wird durch die Öffnung gezogen und in der Tasche platziert.

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