Synaxon bringt 150 Arbeitsplätze mit
An der Falkenstraße angekommen: Synaxon-Vorstandsvorsitzender Frank Roebers unterhielt die Gäste mit einem kurzweiligen Vortrag über die 20-jährige Unternehmensgeschichte.

Die Mitarbeiter jubeln. Hochgestimmt hat die nach eigenen Angaben größte europäische Verbundgruppe im Computer-Fachhandel ihr neues Hauptquartier an der Falkenstraße in Betrieb genommen.

Synaxon ist aus Bielefeld nach Schloß Holte umgezogen. Das Unternehmen hat sich im ehemaligen Textilbetrieb Balke angesiedelt. Die Immobilie gehört dem heimischen Unternehmer Bruno Fortmeier, der Hauptaktionär bei Synaxon ist. In den Umzug und den Umbau an der Falkenstraße hat der Computerhändler hat nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Euro investiert.

Die Eröffnung der edlen Bürolandschaft feierte Synaxon mit mehr als 300 geladenen Gästen, darunter die Mitarbeiter, Familienangehörige, Nachbarn und Geschäftspartner. Auch die gegenüber angesiedelte Grauthoffschule war mit einer Delegation vertreten. Synaxon spendierte der Grundschule die komplette Ausstattung eines Computerraums mit Rechnern, Bildschirmen, einem Beamer und manchem mehr.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) sagte in seinem Grußwort, mit Schloß Holte-Stukenbrock und Synaxon hätten „zwei Königskinder“ zusammengefunden. Nämlich „ein Standort von besonderer Qualität“ und der Primus seiner Branche. Besonders freute sich der Bürgermeister über 150 neue Arbeitsplätze in der Stadt. Dennoch sei der Pendlersaldo nach wie vor negativ.

Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bielefeld sprach von „einem wirklich beeindruckenden neuen Unternehmensstandort. Hier wird Kommunikation gelebt.“ Lobende Worte fand er auch für Schloß Holte-Stukenbrock: „Man kann nichts falsch machen, wenn man sich dort ansiedelt.“ Für Bielefeld sei der Umzug von Synaxon „ein herber Verlust“.

Synaxon wurde 1991 in Bielefeld gegründet. Groß geworden ist das Unternehmen mit der Marke „PC-Spezialist“. Nach Angaben von Finanzvorstand Mark Schröder hat Synaxon im Vorjahr 23,2 Millionen Euro Umsatz gemacht. 2011 sollen sich die Erlöse auf 29 Millionen Euro belaufen. Das Online-Geschäft soll sich verdoppeln.

Wie groß die Hoffnungen sind, die Synaxon in diese Vertriebsschiene setzt, zeigt eine andere Zahl: Bis 2017 wird laut Vorstandschef Frank Roebers ein Online-Umsatz von 100 Millionen Euro angepeilt. In ähnliche Größenordnungen wolle das Unternehmen ein paar Jahre später auch mit seinem Dienstleistungsangebot vorstoßen – ein noch junger Geschäftszweig, der gegenwärtig stark forciert wird.

Frank Roebers sieht Synaxon bestens aufgestellt: „Unsere Marktposition wird immer stärker. Wir sind extrem krisenfest. Uns bläst es nicht so schnell vom Markt.“

Synaxon ist händeringend auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Derzeit gibt es nach Angaben von Frank Roebers rund 20 offene Stellen, vor allem für Computer- und IT-Spezialisten. Nächstes Jahr will das Unternehmen 10 Ausbildungsplätze besetzen.

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