Dann treffen auch die Traditionsmannschaften von Schalke und Dortmund aufeinander. Gerade werden die Trainerhäuschen am Spielfeldrand festgeschraubt. Der Blick schweift über das satte Grün des Kunstrasens. Auf der gegenüberliegenden Tribünenseite wird damit begonnen, die Montage der Flutlichtmasten vorzubereiten. Spiele bis zur Regionalliga können hier ohne weitere Genehmigung stattfinden. Bei Bedarf könnte man vom DFB voraussichtlich sogar eine Sondergenehmigung für die erste Liga der Frauen erhalten. „Ausbaufähig“, weist Projektleiter und Finanzvorstand Daniel Nottbrock darauf hin, dass Masten und Stromanschluss für eine höhere Belastung ausgelegt sind. Bei Tönnies werden keine halben Sachen gemacht. Insgesamt wurden vier Millionen Euro investiert.
Der Kunstrasen ist einer der modernsten, die es derzeit auf dem Markt gibt. Hochflorig mit einer passenden Unterfütterung aus Granulat verspricht er ein naturnahes Lauferlebnis. Mit einer Sprinkleranlage lässt er sich bei Bedarf wässern. Und auch im Winter wird das Feld in dem gleichen Grün erstrahlen. Die Rasenheizung macht es möglich. „Kostenneutral“, ist der 36-Jährige stolz darauf, hier die Abwärme des Schlachtbetriebs nutzen zu können.“ Hier fällt kein Spiel witterungsbedingt aus“, sagt Nottbrock. Die Abnahme des Rasens hat am vergangenen Donnerstag stattgefunden. In den Katakomben unter den Tribünen werden die letzten Rohre verlegt. Umkleiden, Trainer- und Schiedsrichterkabinen sind hier untergebracht. Abstellräume für Trainingsequipment sind ebenfalls vorhanden. Ideale Voraussetzungen für die Teams, die die Arena als Trainingsgelände nutzen. In einem weiteren Bereich befindet sich der Cateringbereich. Zwischen den Stützträgern werden die Theken eingebaut. Wohlfühlen sollen sich die Zuschauer. 3126 passen auf die Sitzplätze. Sieben Presseplätze mit Internetanschluss sind ebenfalls vorhanden. In der Arena trainierende Mannschaften haben auch die Möglichkeit, den Fitnessbereich im Verwaltungsgebäude zu nutzen. Ein Massageraum ist hier ebenso vorhanden wie ein vom normalen Fitnessbereich abgetrennter Kraftraum. Darüber hinaus gehören eine Sauna und ein Entspannungsraum zu der einrichtung.
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„Ich glaube, wir haben hier etwas geschaffen, wovon alle etwas haben“, sagt Projektleiter Daniel Nottbrock und lässt seinen Blick zufrieden über die fast fertiggestellte Tönnies-Arena in Rheda schweifen. Die Idee dazu ist entstanden, als vor Jahren der Werksverkauf gebaut wurde. Ein Sportplatz für die Mitarbeiter, die in 13 Betriebsmannschaften organisiert sind, sollte es zunächst werden. Schnell wurde aber der Mehrwert des Konzepts klar. In der Arena steckt mehr Potenzial, um am Ende ausschließlich als Trainingsstätte für die Tönnies-Teams und als Austragungsort für die internen Turniere zu gelten. Die Erstliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh nutzen die Arena bereits für ihre Trainings und als Spielstätte für ihre Heimspiele. Ebenso trainiert die E-, C- und D-Jugend des FSC Rheda in dem neuen Stadion. „Wir sind aber auch für die Spiele der Jungs offen“, sagt Nottbrock. „Wir hoffen, dass sich die Arena zu einem Anlaufpunkt für Fußball-Interessierte entwickelt“, denkt Nottbrock aber noch weiter. Freundschaftsspiele der Jugendmannschaften von Profivereinen und Amateurvereinen, Turniere, Trainingslager – die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß. Die Arena steht, jetzt muss sie mit Leben gefüllt werden.

