Tönnies stellt Strafanzeige gegen Ultras
Bild: Steinecke
Das Management der Tönnies-Arena hat Strafanzeige gegen die Randalierer vom Wochenende gestellt.
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„Selbst wenn diese Besucher Trikots des BVB getragen haben, sind es für mich keine Fußballfans. Das hat mit sportlicher Rivalität und Fankultur nichts zu tun. Wir werden deshalb heute Strafanzeige gegen die Rädelsführer stellen“, sagt Daniel Nottbrock, Verantwortlicher der Tönnies-Arena.

200 Besucher randalierten

Nach Schätzungen des Managements nutzten am Samstag rund 200 Besucher, die sich als Fans des BVB ausgaben, das Testspiel gegen den SC Verl (4. Liga) als Plattform für , anzünden von Böllern, Nebelraketen und bengalischen Feuern, und beschädigten die Arena zum Teil schwer. Neben zerstörten Sitzplätzen wurden auch Toiletten und Heizungsanlagen beschädigt.

Der Ausrichter des Testspiels, der SC Verl, habe richtig reagiert. „Die Verler haben sich einwandfrei benommen. Der Vorstand hat sich sogar bei uns entschuldigt, obwohl er überhaupt nichts für die Vorfälle kann. Unsere Zusammenarbeit läuft ganz sicher weiter wie geplant“, sagte Nottbruck. Zwischen dem SC Verl und der Tönnies-Arena besteht seit einigen Wochen eine Kooperation. Diese stehe auch nach dem Vorfall nicht zur Diskussion, so der Verantwortliche.

„Vereine müssen frühzeitig gegensteuern“

„Der SC Verl war als Ausrichter gut auf das Spiel vorbereitet und hat sofort die Polizei herbeigerufen“, beschreibt Nottbruck. Die Polizei habe richtigerweise deeskalierend eingegriffen und die Situation beobachtet. Nottbruck: „Der SC Verl hatte nur mit einer Hand voll Dortmunder Fans gerechnet.“

Nottbruck fordert: „Die Vereine, der DFB und die DFL müssen auch hier frühzeitig gegensteuern, sonst war das in unserer Arena erst der Anfang.“

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