Vergewaltigung an Weiberkarneval
In Stukenbrock kam es im Rahmen der Weiberfastnachts-Feierlichkeiten zu einerr Vergewaltigung, weiteren sexuellen Übergriffen und eine Reihe anderer Delikte und Festnahmen.

Vor allem in Schloß Holte-Stukenbrock und Rietberg mussten die Beamten mehrfach einschreiten, Anzeigen aufnehmen und Ermittlungen einleiten.  In Rheda-Wiedenbrück und Harsewinkel wurde dagegen weitgehend friedlich gefeiert. In der Mähdrescher-Stadt wurde lediglich eine Körperverletzung registriert. Vermutlich wegen des schlechten Wetters waren nach Einschätzung der Polizei beim Straßenkarneval weniger Menschen auf den Beinen als in den Vorjahren.

Zahlreiche Delikte und Festnahmen in Schloß Holte-Stukenbrock

Schloß Holte-Stukenbrock: Gegen 20.30 Uhr meldete sich eine 24-jährige Frau bei der Polizei und erklärte, sie sei vergewaltigt worden. Die Beamten leiteten umfangreiche Ermittlungen ein und konnten – trotz nur bruchstückhafter Hinweise – gegen 22.15 Uhr einen Tatverdächtigen festnehmen. Dabei handelte es sich um einen 29-Jährigen aus Nigeria, der in einer Asylbewerberunterkunft in Schloß Holte-Stukenbrock lebt. Am Freitag wurde der 29-jährige Asylbewerber aus Nigeria auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld dem zuständigen Haftrichter in Bielefeld vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann.

Verfassungsfeindliche Symbole und Parolen

Außer wegen dieser Vergewaltigung wurden zwei weitere Strafanzeigen wegen Sexualdelikten gefertigt: Zwei 42 und 45 Jahre alten Frauen wurden durch einen 25-jährigen Zuwanderer aus Syrien auf sexueller Grundlage beleidigt und am Gesäß berührt. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.  Eine Frau aus dem Kreis Paderborn erstattete bei der Polizei in Hövelhof Strafanzeige, nachdem sie von zwei mit „Schweinenasen“ maskierten Männern unsittlich berührt worden war.

Weiter schritt die Polizei gegen zwei 26 und 28 Jahre alte Männer aus Bielefeld und einen 26-jähriger russischen Staatsangehörigen aus Augustdorf ein, nachdem diese verfassungsfeindliche Symbole gezeigt und ebensolche Parolen gerufen hatten. Der Staatsschutz wurde informiert und übernahm die weitere Bearbeitung.

Darüber hinaus sprachen die Beamten in Schloß Holte-Stukenbrock gegen zwölf überwiegend stark alkoholisierte Personen Platzverweise aus. Da nicht alle Folge leisteten, kamen vier Narren zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Drei Männer wurden vorläufig festgenommen. Zudem gab es neun Strafanzeigen, davon eine wegen einer Sachbeschädigung, zwei wegen Körperverletzungsdelikten und drei wegen Taschendiebstählen.

Sexuelle Übergriffe auch in Rietberg

Rietberg: Auch in der Landesgartenschaustadt wurden am Altweiber-Tag Sexualdelikte angezeigt: Gegen 21.20 Uhr wurden zwei 16 und 17 Jahre alte Mädchen von einem 24-jährigen Zuwanderer aus Algerien durch Berührungen am Gesäß sexuell belästigt. Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen.

Gegen 22.55 Uhr umzingelten fünf Männer eine 21 Jahre alte Frau und hielten sie fest. Nach Angaben der Polizei wurde die 21-Jährige dabei nicht nur unsittlich berührt, die Männer rissen ihr auch ihre Armbanduhr vom Handgelenk. Nach Angaben der Frau handelte es sich um drei Schwarzafrikaner sowie zwei Männer in einem Fuchskostüm. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Polizei spricht Platzverweise aus

Insgesamt wurden in Rietberg acht Personen in Gewahrsam genommen, gegen 16 Karnevalisten erteilten die Beamten Platzverweise. Vier Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten wurden eingeleitet. Zudem mussten viele betrunkene hilflose Personen betreut werden. Einige Karnevalisten mit kleineren Verletzungen konnten vor Ort behandelt werden. Alle Zelte und auch die Straßengastronomie hielten sich an die vereinbarten Sperrzeiten. Das führte zu einem konsequenten Abwandern der Veranstaltungsteilnehmer, so dass es deutlich weniger polizeiliche Anschlusseinsätze zu verzeichnen gab als früher.

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