Verletzte nach Ammoniak-Leck bei Tönnies
Bild: Eickhoff
80 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Samstagabend beim Ammoniak-Vorfall in Rheda vor Ort.
Bild: Eickhoff

Neun Tönnies-Mitarbeiter mussten in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden, sieben konnten auf dem Werksgelände in einem Zelt behandelt werden.

Gegen 22.20 Uhr war der Rheda-Wiedenbrücker Feuerwehrleitstelle der Vorfall gemeldet worden. Zunächst wurden zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zu dem Fleischwerk unweit der Gütersloher Straße geschickt.

16 Mitarbeiter klagen über Atemwegsreizungen

Als die erste Rettungswagenbesatzung eintraf, meldeten sich plötzlich immer mehr Patienten mit Atemwegsbeschwerden, so dass der Leitende Notarzt sowie das Soforthilfe-Modul herbeigerufen wurden, weil die Möglichkeit eines Massenanfalls von Verletzten nicht ausgeschlossen werden konnte.

In einem Zelt untersuchten Notärzte alle Arbeiter, die über Atemwegsreizungen klagten. Während sieben später wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten, wurden neun in umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt kümmerten sich etwa 25 Rettungsdienstmitarbeiter um die Verletzten.

80 Feuerwehrleute vor Ort

Für den gesamten Stadtverband der Freiwilligen Feuerwehr wurde Großalarm ausgelöst. Die fünf Löschzüge rückten mit 80 Einsatzkräften aus.

Produktion kann schnell weitergehen

„Offenbar hatte es an einer Armatur ein Leck gegeben“, erläutert Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker im Gespräch mit der „Glocke“. Dadurch hätten „minimale Mengen“ des Kältemittels in die Umgebungsluft gelangen können. Die Feuerwehrleute hätten den betroffenen Bereich des Fleischwerks Tönnies daraufhin geräumt, berichtete Einsatzleiter Strecker.

Mitarbeiter des Unternehmens konnten mit Hilfe von Atemschutzmasken die notwendigen Reparaturarbeiten erledigen, so dass die Fleischproduktion nach einer intensiven Lüftung weiter gehen konnte. Nach rund zwei Stunden verließen die letzten Einsatzkräfte das Firmenareal an der Straße „In der Mark“.

Vierter Großeinsatz seit Juni 2011 im Fleischwerk

Bereits im Juni 2011 und im April dieses Jahres hatte es ähnlich gelagerte Großeinsätze in der Rhedaer Fleischfabrik gegeben. Jedes Mal eilte ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten und Rettungsdienstmitarbeitern zum Fleischwerk Tönnies.

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  Alex S., Rheda-wiedenbrück 05.08.2012 13:32:49
dem sollte man mal eine safftige!!! geldstrafe in millionenhöhe aufbrummen. das dritte mal in binnen 12 monate. Aber sich ein eigenes stadion dahin bauen lassen
  Rufio, 05.08.2012 14:28:35
Genau Axel, das Stadion hat auch etwas damit zu tun, wenn wie beim letzen Mal ein qualifizierter Techniker ein Ventil/einen Schieber falsch stehen gelassen hat. Oder ist da wer neidisch? Trollen sie doch woanders...
  Alexander Bonet, 33378 Rheda-Wd 05.08.2012 16:19:56
Das Stadion hat zwar nichts damit zu tun,trotzdem müssen hier Konsequenzen gezogen werden.Drei mal in 12 Monaten ist nicht normal.Gar nicht auszudenken wenn sowas mal passiert wenn das Stadion mal fertig ist und über 3000 Personen da sitzen.
  Frank St, E-loh 05.08.2012 20:36:11
Ich mag die " Geschäftsgebaren" der Fa Tönnies auch nicht. Aber ohne die Gewerbe, Umsatz und Einkommenssteuer. ohne die Einnahmen aus den Fleischbeschau Gebühren währe rheda-Wiedenbrück finanziel ein ganzes Stück ärmer. Mann kann im Leben nicht alles haben.
  J w, Rh-Wd. 06.08.2012 11:41:47
Glücklich können wir uns schätzen das der Stadtverband ein so gut funktionierende Freiwillige Feuerwehr besitzt. Aber die vielen kleinen Leckschäden in den letzten 12-Monaten bei Tönnies lassen aufhorchen.Wurde an dem Kühlsystem eventuell Fusch betrieben. Jedenfalls bin ich der Meinung,das Tönnies eine Millionenhöhe Geldstrafe aufgebrummt bekommen muss, damit er sein Kühlsystem in den Griff bekommt. Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.
  Joern Becker, 06.08.2012 18:44:57
na, es ist ja wohl nicht nur die Freiwillige Feuerwehr die bei solchen und anderen Einsätzen funktioniert!!!
Kommentar nicht in Ordnung? Mitteilung an die Redaktion.