Atemberaubendes Morgenstern-Trio
Bild: Gans
Das Morgenstern-Trio brillierte im Gütersloher Meisterkonzert.
Bild: Gans

Oder nach einer Saal-Bestuhlung, die den ohnehin schwachen Besuch nicht noch optisch verstärkt. Einzig das an der Folkwang-Hochschule in Essen gegründete Morgenstern-Trio ließ keine Wünsche offen.

Wann je hat man Kammermusik als solch uneitlen und doch so befähigten wie inspirierten Dienst an der Kunst erfahren? Der große Saal arbeitet Kammermusik-Ensembles nicht eben entgegen. Dass es Pianistin Catherine Klipfel, Geiger Stefan Hempel und Cellist Emanuel Wehse dennoch gelungen ist, das intime Erlebnis im unadäquat großen Rahmen ermöglicht zu haben, gehört zu den Mirakeln dieses Abends. Ein anderes ist, den romantisch zerrissenen Geist von Robert Schumanns Musik in den zwei vorgestellten Klaviertrios mit nachtwandlerischer Sicherheit getroffen zu haben. Die Zwiegesichtigkeit seiner Musik – im nach der Pause gespielten dritten Trio in g-Moll op.110 noch schärfer ausgeprägt als im populären ersten in d-Moll op. 63 – das düstere Moment seiner Leidenschaft und das fast krankhaft Überschwängliche seiner heiteren Sätze bekommt man selten in dieser interpretatorischen Dichte und instrumentalen Brillanz zu hören.

Die komplette Kritik lesen Sie in der Freitagsausgabe der Gütersloher „Glocke“.

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