Aufzüge im Bahnhof ein Weihnachtsbonbon
Uwe Lippert bei den Arbeiten am Aufzug.

 „Wir wollen nächste Woche fertig sein“, sagte Lippert jetzt.Trotzdem müssen sich die Fahrgäste noch ein bisschen gedulden, bis sie die Aufzüge benutzen können. „Wenn es keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten gibt, streben wir an, dass es Weihnachten läuft“, sagte Martin Nowosad, Bahnhofsmanager aus Bielefeld, der „Glocke“. Er sei optimistisch. Vorher aber müssten noch die Sicherheitseinrichtungen eingebaut werden. Außerdem werden Sachverständige vom TÜV und der Deutschen Bahn zusammen mit Thyssen-Krupp die Anlage abnehmen. Aus leidvoller Erfahrung sind Nowosad und seine Kollegen mit Prognosen vorsichtig. Eigentlich sollten die Fahrstühle im Gütersloher Bahnhof längst betriebsbereit sein. „Bahnsteigaufzüge sind im Allgemeinen komplizierter, weil die Bahn mehr fordert“, gibt der Mann vor Ort, Uwe Lippert, zu bedenken.

 Fahrbereite Aufzüge wünschen sich auch die Service-Mitarbeiter der Bahn und ihre Kollegen von der DB-Sicherheit. Denn bisher mussten sie von Bielefeld aus aktiv werden, wenn ein Rollstuhlfahrer in Gütersloh aus- oder zusteigen wollte. „Etwa zwei, drei Rollibenutzer rufen täglich an“, erläuterte Sicherheitsmitarbeiter Thomas Langkamp in der Nähe des Lastenaufzugs. Mit ihm befördert er mit Hilfe eines speziellen Schlüssels die behinderten Fahrgäste, bis die neuen Fahrstühle betriebsbereit sind. „Wir streben an, dass bis zum Frühjahr alle Arbeiten im Gütersloher Hauptbahnhof abgeschlossen sind“, sagte ein Bahnsprecher aus Düsseldorf auf Anfrage der „Glocke“ und schränkte ein: „Falls uns ein strenger Winter keinen Strich durch die Rechnung macht.“ Jedenfalls sehe der Bauablaufplan der ausführenden Firma den März als Abschlussmonat vor.

Nach so viel Verzögerungen im Rahmen der Modernisierungsoffensive zwei der Bahn möchte Martin Nowosad nicht dauernd den Schwarzen Peter zugesteckt bekommen. „Wir haben viele Sachen mehr gemacht, als überhaupt geplant waren“, sagte der Bahnhofsmanager. Beispielsweise habe es von Kunden sehr positive Rückmeldungen gegeben, was die auch nach oben strahlenden Lampen in der Halle angehe. Und vielleicht gebe es von der Bahn sogar noch ein „Bonbon zu Weihnachten“.

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