Bei BfGT schrillen die Alarmglocken
Bild: Dinkels
Die Fraktionsspitze: (v. l.) Der Vorsitzende Nobby Morkes, seine Stellvertreterin Sylvia Mörs und Andreas Müller, auf dem Bild vor der Geschäftsstelle, sprechen für die BfGT.
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Das sagte der gerade wiedergewählte Fraktionsvorsitzende Nobby Morkes am Donnerstag in einem Pressegespräch.

Der „Haushalt der Rekorde“ weise 52 Millionen Euro an Investitionen aus. „Das gab es noch nie“, so Morkes. Von der einmal beschlossenen Deckelung sei keine Rede mehr. Geplant werde mit einem Defizit im laufenden Haushalt von 6,83 Millionen Euro und mit 28 Millionen Euro an neuen Krediten. 49 zusätzliche Stellen seien vorgesehen.

„Seit Henning Schulz Bürgermeister ist, sind 100 Stellen neu geschaffen worden, und das hat definitiv nichts mit Flüchtlingen zu tun“, sagte Morkes. Die Personalkosten seien von 64 Millionen auf 75 Millionen Euro gestiegen. Der Schuldenstand werde nach Auskunft der Verwaltung von rund 80 Millionen Euro Ende des Jahres auf 195 Millionen Ende 2021 steigen. Morkes: „Da schrillen bei uns die Alarmglocken. Das ist eine Verschuldung, wie Gütersloh sie noch nie gesehen hat.“

Die BfGT würden sich in Kürze in ihrer Haushaltsklausur besonders mit den Investitionen beschäftigen. Fünf Millionen Euro für die energetische Sanierung der Stadthalle seien ebenso verzichtbar wie 700 000 Euro fürs Theater unter anderem für einen neuen Anstrich. Die Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes stellen die BfGT ebenso zur Disposition wie die des Bahnhofsvorplatzes. Und: „Wenn kein Geld in der Kasse ist, brauchen wir den ZOB auch nicht umzulegen“, sagte Morkes.

Bei den Personalkosten würden die BfGT die neuen Stellen für die Kindertagesstätten natürlich nicht in Frage stellen („Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren“).

Fraktionsvorstand wiedergewählt

Die BfGT-Fraktion hat kürzlich ihren Fraktionsvorstand wiedergewählt. An der Spitze steht weiter der Veranstaltungsmanager Nobby Morkes (66). Als Stellvertreterin wurde Sylvia Mörs (55) bestätigt. Zum erweiterten Vorstand gehört Andreas Müller (48). Der Verein hat gegenwärtig 107 Mitglieder.

Zu den Themen, denen sich die Fraktion in der zweite zweiten Hälfte der Wahlperiode widmen will, gehören die Konversionsflächen. An der Verler Straße auf dem Gelände der Mansergh Barracks wollen die BfGT den Standort der Fachhochschule ansiedeln. Der Standort sei mit der vorhandenen Infrastruktur optimal, erklärten Mörs und Morkes unisono. „Das ist kein Nachteil für die Innenstadt, dort kann man keine Hemden kaufen.“

Weitere Baustellen sind aus Sicht der BfGT die verkehrliche Erschließung des Gewerbegebiets am Hüttenbrink, die Digitalisierung der Verwaltungsarbeit, bezahlbares Wohnen und die Preise im ÖPNV.

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