Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps   
Bild: Hein

Stabsfeldwebel Michael Arnemann überzeugte beim Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps Münster mit einem Sinatra-Potpourri. 

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Das 50-köpfige Orchester, von Hauptmann Alexander Kalweit geführt, wagt sich auch an hochkomplexe moderne Werke heran. Dazu zählen die preisgekrönten und unter Blasmusikern berüchtigten „Dance Movements“ des britischen Komponisten Philip Sparke. Diese Suite ermöglicht Holz- und Blechbläsern sowie der imposanten Schlagwerkbatterie weite Ausflüge in ihre musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten. Der Klang wird im ersten Teil des Konzerts von einem gestrichenen Kontrabass unterlegt. Zwar stets im Hintergrund, besänftigt er das tiefe Blech aus Tuben und Posaunen und schmeichelt sich in die Melodiebögen hinein. Als Brassband präsentiert sie sinfonische Musik ohne Schnickschnack und Zugeständnisse an moderne Hörgewohnheiten.

Das ändert sich nach der Pause. Als Showband zeigt sie ihr zweites Gesicht. Jetzt kommen E-Piano, Elektrogitarre und ein verstärkter Bass zum Einsatz. Als einer der Solisten glänzt Sopransaxofonist Hauptfeldwebel Lucas Knappe in „Grace“, einer Komposition von Jeremy Lubbock und Quincy Jones. Als Sänger steht ihm Stabsfeldwebel Michael Arnemann bei einem Potpourri mit Frank-Sinatra-Interpretationen nicht nach. Einzig das Whiskyglas fehlt in seiner Hand.

Das Korps überzeugt derweil im Stil einer Bigband – und erfüllt damit bravourös seinen Auftrag, neugierig auf die Vielfalt der Bundeswehr zu machen.

Seit mehr als 50 Jahren betreibt dieses Orchester erfolgreich Imagewerbung, ist als musikalischer Botschafter der Luftwaffe unterwegs. Als hochprofessionelles sinfonisches Blasorchester aufgebaut, sorgt es mit seinen studierten Musikern innerhalb und außerhalb der Bundeswehr für den guten Ton.

Lions-Club-Präsident Dr. Ernst Krämer äußerte sich dementsprechend zufrieden über die musikalische Leistung, aber auch über die große Resonanz unter den Gästen, die damit für eine erkleckliche Einnahme gesorgt haben dürften. „Ziel unserer Benefizkonzerte ist es, mit dem Erlös soziale Projekte zu unterstützen,“ so Krämer. „In diesem Jahr sollen Jugendprojekte gefördert werden, bei denen junge Menschen, die nicht auf der Sonnenseite unser Gesellschaft stehen, Unterstützung und Hilfe erhalten.“ Voraussichtlich werde ein Zuschuss in die Aktion „Streetsoccer bei Nacht“ fließen, fügt Fördervereinsvorsitzender Gerhard Verch hinzu.

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