Bertelsmann feiert mit 1200 Pensionären
Bild: Dinkels
Das Show-Programm unter der Regie von Liz Mohns Büroleiter Frank Kleintopf (Mitte) kreiste um Hits des Entertainers Udo Jürgens, der dem Haus Bertelsmann zeitlebens sehr verbunden war.
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Aber zunächst ging es am Dienstagnachmittag in der Stadthalle bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen um die mehr als 1200 Rentner, die zur Feier gekommen waren, darunter drei 94-Jährige. „Ohne die Tatkraft, die Motivation und die Ideen, die Sie in ihrer aktiven Zeit an den Tag gelegt haben, wäre Bertelsmann heute nicht so erfolgreich“, sagte Gastgeberin Liz Mohn. Und jenen aktiven Mitarbeitern, die sich womöglich fragten, ob ihr Arbeitsplatz bald von einem Roboter übernommen werde, sagte die Sprecherin der Eigentümerfamilie: „Technik muss den Menschen dienen.“ Im Kreis Gütersloh gibt es 3423 Bertelsmann-Betriebsrentner. Fast jeder Dritte kam damit zur Feier.

Vorstandschef Dr. Thomas Rabe kündigte für Donnerstag die Quartalszahlen an und hielt sich deshalb noch bedeckt. Aber immerhin konnte er verkünden: „Wir stehen finanziell gut da. Wir wachsen aus eigener Kraft. Wir sind so profitabel wie nie. Und wir sind solide finanziert.“ Mit Blick auf die Internet-Giganten wie Facebook, Amazon und Google warnte er: „Wir müssen wachsam sein. Das Wettbewerbsumfeld ändert sich.“ Bertelsmann sei allerdings gewappnet.

Personalvorstand Dr. Immanuel Hermreck gratulierte Jochen Werner zu seinen 78. Geburtstag, den der langjährige Konzernbetriebsratsvorsitzende am Dienstag beging. Ihm und den anderen Rentnern sagte Hermreck: „Ohne Sie wäre der Konzern nicht, was er heute ist. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource.“ Der Personalchef präsentierte auch Ergebnisse der jüngsten Mitarbeiterbefragung, an der sich 89 Prozent der weltweit 116 434 Mitarbeiter (Ende 2016) beteiligt hatten.

Anschließend moderierte Hermreck das obligatorische Quiz mit drei Kandidaten aus dem Publikum und Fragen zum Konzern. Die meisten Punkte sammelte Beate Hartmann-Ewerszumrode vor Siegfried Bussieweke und Günter Gulitz.

Bei der Show vor einer Videowand mit 27 Millionen LEDs wirkten unter der Regie von Liz Mohns Büroleiter Frank Kleintopf und nach einer Choreographie von Larissa Millan mit der Showtanzgruppe „Moments“ des Gütersloher Turnvereins zahlreiche Akteure mit. Dazu zählten der Knabenchor, die Choralsingschule Gütersloh unter der Leitung von Benjamin Reichert, Charlotte Antony aus der Jugendkantorei Gütersloh sowie die 19-jährige Quendresa Rexhaj, die bereits zweimal einen ersten Platz beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ belegt hat.

Szenen aus dem Musical „Ich war noch niemals in New York“ und Hits wie „Mercie Cherie“ und „Aber bitte mit Sahne“ wurden intoniert, getanzt und beklatscht.

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