Bürgerversammlung zur Stadthalle geplant
Bild: Dinkels
Die Sanierung der Stadthalle ist so gut wie beschlossen. Jetzt geht es um die Frage: Wie weitgehend soll sie sein?
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In der Debatte wurde deutlich, dass die Fraktionen unterschiedliche Erwartungen an eine solche Versammlung haben. Das letzte Wort hat der Stadtrat am Freitag, 29. Juni.

CDU und SPD bekräftigten ihre Absicht, dem Verwaltungsvorschlag mit einer Sanierung in drei Abschnitten für bis zu zehn Millionen Euro folgen zu wollen. „Das ist der praktikabelste Vorschlag“, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Ostermann. „Diese Stadthalle ist ein echter Standortfaktor.“

Wilko Wiesner, kulturpolitischer Sprecher der CDU, betonte noch einmal, der Eigenanteil der Stadt von neun Millionen Euro (950 000 Euro werden als Zuschuss erwartet) sei für die Union das Maximum und könne sich während der Bauplanung durchaus verringern. „Wenn wir mit der letzten Million im energetischen Bereich nicht wirklich etwas einsparen, kann man darüber nachdenken, es zu lassen.“ Zuvor hatte Stadtbaurat Josef E. Löhr den Kostenanteil für die energetische Sanierung mit insgesamt 4,03 Millionen Euro erläutert und die jährliche Energiekosteneinsparung auf 40 000 Euro beziffert.

UWG-Ratsherr Norbert Bohlmann reichte die Datenlage nach wie vor nicht aus. Er kritisierte die Festlegung der großen Fraktionen: „Wir brauchen keine neue Sitzung, wenn das Ergebnis feststeht. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.“ Für die Grünen kritisierte Marianne Kalumenos eine „manipulative“ Wortwahl in der Verwaltungsvorlage („Pinsellösung“) und zweifelte die Glaubwürdigkeit der Zahlen etwa für die Küchensanierung an.

BfGT-Chef Nobby Morkes und Ludger Klein-Ridder (Linke) forderten eine stärkere Bürgerbeteiligung auch in der Frage, wo die Stadt Prioritäten setzen solle (Stadthalle oder Feuerwache). Wiesner hingegen erklärte, es gehe in der Bürgerversammlung nicht mehr um die Grundsatzentscheidung, sondern um die Einbindung in den weiteren Planungsprozess.

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