Dampfkleinbahn will ihre Hallen erweitern
Bild: Hövelmann
Hallenerweiterung bei der Dampfkleinbahn Mühlenstroth: Vorstandsmitglied Jochen Wiegelmann hofft auf Fördermittel.
Bild: Hövelmann

Deshalb soll nun eine neue Ausstellungs- und Museumshalle her. 350000 Euro sind dafür veranschlagt. Viel Geld für den ehrenamtlich betriebenen Verein. „Wir rechnen damit, etwa ein Drittel der Kosten durch Eigenmittel und Eigenleistung erbringen zu können“, sagt Jochen Wiegelmann vom Vorstandsteam.

Spenden und Fördermittel

Ohne das Engagement der Mitglieder werde es nicht gehen. Der Rest müsse über Spenden sowie Fördermittel finanziert werden. „Die Anträge dafür laufen“, betont der 52-Jährige. Zusagen zum Beispiel von der NRW-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege seien bisher ausgeblieben. Trotzdem gebe er die Hoffnung auf eine Zusage nicht auf.

Mehr Platz im Neubau

Denn Werkstatt, Lokschuppen und eine 300 Quadratmeter große Wagenhalle sind für die umfassende Sammlung des Vereins längst zu klein geworden. Die Halle war vor circa 15 Jahren auf dem Gelände am Postdamm errichtet worden. Der Neubau soll nun noch einmal doppelt soviel Platz bieten.

Zunächst wird Platz geschaffen

Bis es soweit ist, gibt es viel zu erledigen. Zunächst steht die Räumung des Geländes an. Denn nicht nur ein Teil der Bahnsteiggleise, auch das Fahrkartenhäuschen muss weichen. Erst dann kann mit dem Neubau begonnen werden. „Realistisch ist ein Baubeginn in diesem Jahr nicht mehr“, sagt Wiegelmann. 2018 soll es losgehen. In zwei bis drei Jahren soll der Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein.

Schutz vor der Witterung

Je schneller desto besser. Denn: Es sind die überdachten Abstellflächen, die nicht mehr ausreichen, um alle Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen zu schützen. Ein Teil von ihnen musste deshalb verliehen werden. Vier betriebsfähige Loks befinden sich noch auf dem Gelände im Norden Güterslohs. „Ein erheblicher Teil der Wagen steht draußen“, verdeutlicht Wiegelmann.

Sammlung soll zusammengeführt werden

Der Elektriker ist seit 1984 im Verein aktiv. In dieser Zeit habe er einige von ihnen zwei- bis dreimal aufarbeiten müssen. Die Instandsetzung sei nicht nur teuer. „Die Wagen büßen jedes Mal an Originalität und Historizität ein“, sagt er. Sobald die Halle fertiggestellt ist, soll die Sammlung aus historischen und teils denkmalgeschützten Maschinen in Gütersloh zusammengeführt werden. „Dann können wir sie geschützt in einem entsprechenden Rahmen präsentieren“, stellt der 52-Jährige in Aussicht. Zudem wird die vielfältige Geschichte der Klein- und Privatbahnen Westfalens zu sehen sein.

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