Die Schönheit von Alt-Gütersloh erblüht
Bild: Dünhölter
Miniaturwelt: Norbert Jebramcik hat seine Bauarbeiten an den historischen Gebäuden der Kökerstraße nach vier Jahren abgeschlossen und schließt nun die Gestaltung des umliegenden Geländes ab.
Bild: Dünhölter

Seit fast 20 Jahren bastelt der hauptberufliche Mediengestalter in seiner Freizeit komplette Gütersloher Straßenzüge aus der Zeit um 1900 in der Modellgröße 1:87 nach. Nach der Kirchstraße mit Kirchplatz und Apostelkirche, der Blessenstätte sowie der Martin-Luther-Kirche samt Umgebung steht in diesen Tagen mit der Kökerstraße ein weiteres historisches Kleinod kurz vor der Vollendung. Rund 50 Häuser mit Giebeln, Erkern, Hinterhöfen und wunderschönen Fassaden wie von der Kaiserliche Post (heute das Hochhaus am Stohlmannplatz), der Villa Marten (heute Hotel Stadt Gütersloh), der Villa Hahn mit dem angrenzenden Haus Erholung (beides heute Klingenthal) hat der bastelnde Stadthistoriker in schönen dreidimensionalen Ansichten bereits rekonstruiert.

Modelle verschlingen Platz

In den kommenden drei bis vier Monaten geht es „nur“ noch um die Gestaltung des Dioramas, also des umliegenden Geländes mit Kopfsteinpflaster, Wegen und Pflanzen. „Wenn ich jemanden finde, der den Straßenzug nimmt, mach’ ich sofort weiter“, beklagt der Bertelsmann-Mitarbeiter den Platzmangel. Mit dem Abschluss der vierjährigen Kökerstraßen-Bauarbeiten (jeweils zwei Jahre für Recherchen und Vorplanung, zwei für den Bau) vollzieht der Tüftler und Bastler die Ergänzung eines viel beachteten und bestaunten anderen Projekts.

Gut ein Drittel der Kökerstraße von 1900 (ab der heutigen Gaststätte Fasan) samt dem Alten Rathaus und der Martin-Luther-Kirche steht als Modell im Rahmen einer Dauerausstellung in der Martin-Luther-Kirche. Mit dem Rest der Kökerstraße wächst die nach dem Vorbild von vor 115 Jahren geschaffene Miniaturwelt um ein weiteres beachtliches Stückchen.

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