Die Stadt stellt das Stadion, mehr nicht
Bild: Inderlied
Gespräch auf der Tribüne im Heidewald: Die CDU-Fraktionsmitglieder Wolfgang Harbaum (verdeckt), Monika Paskarbies, Heiner Kollmeyer und Wilhelm Kottmann, Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur und Sport, verfolgten am Sonntag das Spiel (v. l.).
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Auf mehr darf sich der FCG wohl keine Hoffnungen machen. Das signalisierten die Fraktionschefs von CDU und SPD im Gespräch mit der „Glocke“.

Die Entscheidung zur Modernisierung des Stadions vor fast zwei Jahren hält Heiner Kollmeyer (CDU) auch im Nachhinein für richtig. Zwar sei die Oberliga-Mannschaft des FCG die Hauptnutzerin, aber der Erhalt sei auch für andere wie die Schulen und Veranstaltungen wie zuletzt das Testspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Porto beschlossen worden. Die Abtretung der Namensrechte sei eine gute Sache, sagte Kollmeyer. Dass es darüber hinaus mehrheitlich eine Bereitschaft gebe, städtisches Geld in den laufenden Spielbetrieb zu stecken, sehe er nicht.

Hoffnungen knüpft Kollmeyer insbesondere an den Vorsitzenden Andre Niermann. Für seine „transparente und anerkennenswerte Arbeit verdient er mehr Unterstützung“, sagte der Christdemokrat, früher selbst aktiver Fußballer bei der SVA und noch heute Vereinsmitglied.

SPD-Fraktionschef Thomas Ostermann sagte, seine Fraktion habe damals schon Wert darauf gelegt, dass am Stadion in Etappen nur gemacht werde, was notwendig sei. Ein weitergehendes finanzielles Engagement der Stadt könne er sich „nur schwer vorstellen“ auch vor den Hintergrund der finanziellen Lage der Kommune. „Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt, dass die Mannschaft abgemeldet wird“, sagte Ostermann. Am Ende sei es aber ein Verein und die Mitglieder seien gefordert. Es sei gut dass die jüngste Sitzung des Sportausschusses auf Januar verlegt worden sein. Dann werde man sich die Situation ansehen.

Nach Angaben von Stadt-Sprecherin Susanne Zimmermann sind die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen im Bereich Brandschutz und Fluchtwege umgesetzt oder beauftragt worden. Dafür seien 2014/15 Ausgaben in Höhe von rund 65 000 Euro getätigt worden. 2016 sollen die Maßnahmen fortgeführt werden. Zimmermann: „Die Durchführung der beschlossenen baulichen Anpassungsmaßnahmen sichert den Bestand des Stadions und steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der aktuellen Situation des FC Gütersloh.“ Die Stehränge seien überprüft worden. Kleine Schäden seien unmittelbar behoben worden. Es gebe aktuell keinen Bedarf für eine großflächige Sanierung der Stehränge.

Nach Kenntnis der Verwaltung gebe es noch keine Interessenten für die Namensrechte am Heidewald-Stadion, so Zimmermann. Die Rahmenbedingungen und die rechtliche Ausgestaltung für eine Übernahme der Namensrechte müssten dann im konkreten Fall geprüft werden.

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