Emil vom Aufwind gewinnt Boxer-Meisterschaft
Bild: Dünhölter
Frieda vom Lankwitzer Orden kam mit ihrer Hundeführerin Kirsten Heisterkamp aus Marl zur Deutschen Boxer-Meisterschaft nach Gütersloh.
Bild: Dünhölter

Erstmals wurde in der Dalkestadt die Deutsche Meisterschaft der Boxer ausgetragen. In 18 Landesgruppen hatten sich die Tiere und ihre Hundeführer für den alljährlichen Elite-Wettbewerb qualifiziert. In den drei Kategorien Fährtensuche, Unterordnung und Schutzdienst mussten die Boxer auf den Punkt fit sein. Jeder Fehler brachte Abzüge in den mit maximal 100 Punkten bewertbaren Übungen.

Am Sonntagnachmittag stand der Sieger fest:  Emil vom Aufwind, geführt von Eberhard Scholz aus Bayreuth. Stolze 283 sammelten Hund und Herrchen bei den Übungen. Auf Platz zwei folgt mit 278 Punkten Ascan vom Liliencron mit seiner Besitzerin Regina Ziegler aus Bruchköbel. Rang drei belegt punktgleich Dagur von der Kahlquelle. Der Boxer gehört Thorsten Kuper aus Peine.

 Die Anspannung war bei Herrchen, Frauchen und Hund nur wenig größer als bei den vielen Zuschauern auf der voll besetzten Heidewald-Tribüne, die gespannt das vielfältige Geschehen auf dem Rasenplatz beobachteten. Auf rund 3000 schätzte Bernhard Heidmeier, der als Vorsitzender des Gütersloher Boxer-Klubs die Meisterschaft an die Dalke geholt hatte, die Zahl der Besucher aus ganz Deutschland. Sie beobachteten fachkundig die Disziplinen Unterordnung (Fuß, Sitz, Platz) Hürden- und Schrägwandsprünge oder hielten sich an den diversen Ständen auf, um sich mit T-Shirts, Bildern und Ausrüstung für ihre geliebten Vierbeiner einzudecken.

 „Boxer sind gesellig, pflegeleicht, kinderfreundlich, wachsam, familiengerecht und nie böse. Mit anderen Worten: der ideale Familienhunde“, betonte Heidmeier. Dass die Vierbeiner zudem äußerst gelehrig sind, aufs Kommando gehorchen, und dass sie diszipliniert und leistungsfähig sind, das bewiesen sie bei den Prüfungen im Heidewald. Die Fährtensuche fand auf Äckern in Kattenstroth und Pavenstädt statt. Das saubere Ablaufen der jeweils 600 Meter langen Fährten, wo das Anzeigen von Holz-, Filz- und Ledergegenstand gefordert war, gelang auch dem einzigen qualifizierten Hund der Gütersloher Ortsgruppe nahezu perfekt: Fredo vom Buldergeist mit Frauchen Kornelia Thal (68) erzielte 97 von 100 möglichen Punkten.  Während die Pensionärin das Resultat als „ganz gut“ einstufte, freute sich Bernhard Heidmeier über das „vorzügliche Ergebnis“. Immerhin feierte der vierjährige Fredo seine Premiere bei einer Deutschen Meisterschaft.

Deshalb wollte die erst kürzlich von Bielefeld nach Ibbenbüren umgesiedelte Hundebesitzerin die Latte auch nicht zu hoch legen. „Wir freuen uns, an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können, wollen das Ganze genießen und noch viel lernen“, sagte Thal. Denn: „Fredo ist noch ein junger Hund, der erst noch seine Erfahrungen sammeln muss. Es fällt es ihm total schwer, hier auf das Spielen zu verzichten“. Und seiner Unerfahrenheit mag es auch geschuldet sein, dass Fredo  an einer Schutzdienst-Übung scheiterte. Weil er den Gehorsam verweigerte, musste er ausscheiden.

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