Gewerbepark Flugplatz Gütersloh befürwortet
Bild: Dinkels
Das war einmal der Tower auf dem Fugplatz.
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Der Hauptausschuss hat ihr Montagabend einhellig zugestimmt. Am Freitag entscheidet der Rat. Wie berichtet, soll Gütersloh 70 Prozent, Harsewinkel 20 und Herzebrock-Clarholz 10 Prozent an der zu gründenden Gesellschaft halten. Dieses Verhältnis soll auch bei der Besetzung der Gremien und bei der Verteilung der Kosten greifen.

Im Ausschuss sagte die Erste Beigeordnete Christine Lang, die erheblichen Rückbau- und Abrisskosten würde dazu führen, dass es wohl bei „erheblichen Bezuschussungen der teilnehmenden Kommunen bleiben“ werde. „Alles muss weg“, sagte Lang – davon sei derzeit auszugehen. Ob man auch die Freiflächen erwerben müsse, sei eine offene Frage.

Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) sagte, bei der Entwicklung des Areals dürfe man nicht auf die Änderung des Regionalplans warten, das könne Jahre dauern. Die Entwicklung müsse früher erfolgen. Außerdem sollten die Gremien der Gesellschaft so organisiert werden, dass eine Öffentlichkeitsbeteiligung möglich sei. Wichtig sei, dass die anderen Kommunen auf die Rückgabe von Flächen verzichteten. Das ist Teil der Absichtserklärung.

Almuth Wessel (Linke) kündigte für den Rat den Antrag an, den Namen in Gesellschaft zur Umnutzung des Flugplatzes Gütersloh zu ändern. Gewerbepark sei eine Einschränkung und ein Vorgriff auf die künftige Nutzung, und um einen Park im wörtlichen Sinne handele es sich auch nicht.

Susanne Kohlmeyer (SPD) sagte: „Es hat lange genug gedauert, bis die Absichtserklärung zustandegekommen ist.“ Das weitere Vorgehen müsse „auf Augenhöhe“ mit den anderen Kommunen erfolgen.

Peter Kalley (UWG) hoffte, dass sie auch zustimmen. Nobby Morkes (BfGT) unterstrich, es handele sich um eine Absichtserklärung. Die Verträge kämen noch. Hans-Peter Rosenthal (Grüne) mahnte, „das Risiko nicht allzu leicht“ zu nehmen.

Stadtbaurätin Nina Herrling teilte unterdessen mit, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben habe informiert, „dass eine militärische Anschlussnutzung nicht erwartet wird“. Am morgigen Mittwoch beschäftigen sich die Räte in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz mit dem Flugplatz. Der Haupt- und Finanzausschuss in Herzebrock-Clarholz hatte vorige Woche in nichtöffentlicher Sitzung schon einhellig zugestimmt.

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