Knabenchor feiert sein Zehnjähriges
Auf Hochtouren laufen die Proben für die Matinee zum zehnjährigen Bestehen des Knabenchors am Sonntag, 24. September, 11.30 Uhr im Theater Gütersloh.

 Keine Frage, die Wogen gehen hoch bei dieser Probe des Knabenchors Gütersloh. Gut so. Denn am Sonntag, 24. September, bei der festlichen Matinee zum zehnjährigen Bestehen des Knabenchors ab 11.30 Uhr im Theater Gütersloh, muss alles perfekt sein.

Karten: Tickets (15 und 10 Euro bzw. 12 und 8 Euro) für die festliche Matinee des Knabenchors am Sonntag, 24. September, gibt es noch bei Gütersloh Marketing, Tel. 05241/2113636, und an der Theaterkasse.

Chor-Fest: Nach der Matinee wird auf dem Theaterplatz gefeiert. Dort steht eine Hüpfburg. Es gibt etwas zu essen und zu trinken. Und die Gäste sind - wie sich das für einen Chor-Geburtstag gehört - zum fröhlichen Rudelsingen eingeladen.

Auch und gerade Benjamin Brittens szenische Ballade „The Golden Vanity“, eine bitterböse Abrechnung mit der menschlichen Gier, der ein taffer Schiffsjunge zum Opfer fällt. Orpheus Jeremia Bothmann singt den Part. Henri Flöttmann gibt den hinterhältigen Kapitän. Der restliche Chor teilt sich in die habgierige britische Crew und eine ebensolche türkische Seeräuberbande.

Der Berliner Regisseur Michael Hoffmann, der mit dem Chor früher schon Henzes „Pollicino“ und Hindemiths „Wir bauen eine Stadt“ einstudiert hat, navigiert die konzentrierten Knaben mit vielen Tipps durch mimische und gestische Untiefen. „Die Jungs haben einen Heidenspaß“, versichert Chorleiter Sigmund Bothmann. Und man weiß nicht so genau, ob damit „nur“ das dramatische Nordsee-ist-Mordsee-Szenarium gemeint ist oder das gesamte Programm.

Das jedenfalls liefert von der Bach-Motette „Lobet den Herren, alle Heiden“– stimmtechnisch eine der schwierigsten überhaupt – über zwei geistliche Chorlieder von Rossini bis hin zu Mozarts beschwingten Praterkanons und „feschen Volksliedern“. Ein Höhepunkt dürfte zudem die Stippvisite in Mozarts „Zauberflöte“ sein. Drei Szenen mit je drei wechselnden Solisten des Knabenchors sind zu erleben, wobei die jungen Sänger von der Bielefelder Sopranistin Cornelie Isenbürger und dem Pianisten Fred Oldenburg vom Ensemble „L’arte del mondo“ begleitetet werden. Anspruchsvolles trifft auf Unterhaltsames.

„Vom Barock bis zur Moderne, von der Opernarie bis zum einfachen Lied, das Spektrum ist schon sehr breit“, sagt Bothmann zufrieden. Und wenn der Knabenchor Bachs Genie in originaler und Mozarts ganz besondere Musik in reinster Klangkultur präsentiert, dann sei „das schon toll“. Er weiß, dass sich die jungen Sänger unter seiner Leitung und der von Ernst Leopold Schmid in jedem Genre so überzeugend wie selbstbewusst behaupten werden.

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