Konditormeisterin belebt süßes Handwerk
Bild: Borgelt
Tanja Kathöfer eröffnet an der Hohenzollernstraße am 7. November das Konditoreigeschäft „Süßes Handwerk“.
Bild: Borgelt

Die 44-jährige Konditormeisterin lädt zur Eröffnung ab 10 Uhr mit einem Glas Prosecco, einer Tasse Kaffee und feinen Leckereien ein.

Bis September vorigen Jahres führte sie in dem historischen Gebäude an der Hohenzollernstraße das Stadtcafé. Damals wünschte sie sich mehr Familienzeit, für Ehemann Volker (49) und die Söhne Philipp (13) und Maximilian (11). Unter neuem Namen möchte sie jetzt das Ladengeschäft wieder betreiben. Das ehemalige Café bleibt geschlossen. Die Öffnungszeiten sind familienfreundlich: dienstags, mittwochs und samstags von 10 bis 14 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

Kathöfer bietet ausschließlich selbst hergestellte Produkte an. Im Angebot sind etwa 70 Sorten Pralinen, 40 Sorten Weihnachtsgebäck und mehr. „Meine große Leidenschaft ist das Arbeiten mit Schokolade“, sagt sie. Auf Bestellung habe sie auch den Gütersloher Wasserturm aus Schokolade hergestellt.

Zu Hochzeiten arbeiteten zwölf Angestellte im Stadtcafé, heute mus eine Aushilfe reichen. Das Ladengeschäft, etwa 60 bis 70 Quadratmeter groß, wurde zur Neueröffnung frisch gestrichen und bekam neue Regale. Ein Tisch mit vier Stühlen lädt zum Verweilen ein. Der Durchgang zum ehemaligen Café wurde geschlossen. Dort wird ein Bild aus den Anfangsjahren angebracht.

„Damals hieß die Hohenzollernstraße noch Neue Reihe“, sagt Tanja Kathöfer. Das Gebäude sei seit etwa 1890 im Familienbesitz, erst als Bäckerei mit Kolonialwarengeschäft. Etwa 1910/1911 wurde daraus die Bäckerei Viertmann mit Kolonialwarengeschäft. Großvater Walter Ridder betrieb dann die Konditorei mit Café. Walter Müller, ihr Vater, eröffnete 1970 das Café. Tanja Kathöfer übernahm das Stadtcafé 2002.

„Die Schließung war eine ganz schwere Entscheidung“, sagt die 44-Jährige. Jetzt einen Teilbereich wieder zu öffnen, sei ein schleichender Prozess gewesen. Sie probiere gerne Rezepte aus. Für die Räume des ehemaligen Cafés suchen ihre Eltern, die Hauseigentümer Erika (74) und Walter Müller (79), noch Mieter. Ihr Wunsch: eine Nutzung als Büroräume oder Lagerflächen – aber keine Gastronomie.

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