Kreis Gütersloh ist Westfalens Bio-Hochburg
Im Kreis Gütersloh ist die Dichte an Reformhäusern, Bio-Märkten und Hofläden besonders hoch.

Laut einer jetzt veröffentlichten Untersuchung der Geographischen Kommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist der Kreis Gütersloh mit etwa elf Bio-Vertriebsstätten je 100.000 Einwohnern Westfalens "Bio-Hochburg". Auf ähnlich hohe Werte kommt auch der benachbarte Kreis Paderborn. "Grund dafür ist vor allem der große Anteil an Bio-Höfen, welche zumeist ihre Waren unmittelbar über den Direktverkauf auf städtischen Märkten oder ihrem eigenen Grundstück vertreiben", teilt die Geographische Kommission mit. Auch die Stadt Münster sticht mit vielen Reformhäusern, Bio-Metzgereien und Naturkostläden aus der Statistik heraus, was laut Untersuchung auf die hohe Anzahl von Gutverdienenden und das ländlich geprägte Umfeld zurückzuführen ist.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich in einigen Teilen des Ruhrgebietes, wo Bioprodukte vor dem Hintergrund der schwächer ausgeprägten Landwirtschaft sowie aufgrund von sozialökonomischen Faktoren eine weniger große Rolle spielen. So kommen in Hamm, Gelsenkirchen und Herne statistisch weniger als zwei Bio-Vertriebe auf 100.000 Einwohner.

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