Miele baut Werk in Nähe von Lodz
Bild: Dinkels
Miele baut in Polen ein zweites Waschmaschinenwerk.
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„Die Region bietet eine langjährige industrielle Tradition, mit erfahrenen Fachkräften und einem reichen Netzwerk an potenziellen Zulieferern und Kooperationspartnern“, erklärte Technik-Geschäftsführer Dr. Stefan Breit am Freitag in der Mitteilung. Hinzu komme eine gute logistische Anbindung, etwa durch die Autobahn 2 Berlin-Warschau und einen der größten und modernsten Güterbahnhöfe.

Nach erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen über den Kauf eines Grundstücks stehe dem Baubeginn im ersten Halbjahr 2018 nichts im Wege. Ebenso bleibe es beim Produktionsstart in 2020 mit 350 Beschäftigten im Drei-Schicht-Betrieb und einer Kapazität von 250 000 Frontladern im Jahr. Zum Vergleich: In Gütersloh waren im Geschäftsjahr 2016/17 rund 910 000 Waschmaschinen gefertigt worden.

An Investitionsmitteln für die erste Ausbaustufe seien mehr als 50 Millionen Euro veranschlagt, heißt es in der Mitteilung. Das erworbene Grundstück umfasst insgesamt 29 Hektar. Es bietet also genügend Raum für eine zweite Ausbaustufe, sollte das Wachstum des Hausgeräteherstellers dies erfordern. Damit war auch der Gang nach Polen begründet worden.

Es sei aber auch perspektivisch nicht geplant, das Gelände in Gänze zu Produktionszwecken zu nutzen, hieß es am Freitag auf Nachfrage. Denkbar seien ergänzende Nutzungen etwa für Logistik. Miele verfügt schon über je ein Werk in Österreich, Tschechien, China und Rumänien. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2016/17 gut 3,93 Milliarden Euro.

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