Miele weiter kräftig auf Wachstumskurs
Bild: dpa
Die Miele Gruppe aus Gütersloh hat am Donnerstag starke Zahlen vorgestellt.
Bild: dpa

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass das Familienunternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 218 Millionen Euro mehr Umsatz gemacht hat. Vor allem die Einbaugeräte und die Staubsauger haben überproportional hinzugewonnen, hat das Unternehmen am Donnerstagmittag berichtet.

Das aktuelle Umsatzplus stuft die Geschäftsleitung der Miele Gruppe in der Mitteilung als "sehr zufriedenstellend" ein. Zum dritten Mal in Folge sei man deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre gewachsen, und dies trotz erschwerter Bedingungen in wichtigen Märkten wie Russland, der Türkei oder (währungsbedingt) Großbritannien. Zudem habe der Preisdruck in nahezu allen relevanten Produktgruppen und Märkten weiter zugenommen.

Miele setzt auf Qualität

Dem preisaggressiven Marktauftritt anderer Hersteller setzt der Gütersloher Traditionskonzern weiterhin seinen Anspruch auf die Qualitäts- und Innovationsführerschaft der Branche entgegen. Verknüpft ist dies mit dem steten Ausbau des weltweiten Markenauftritts, online wie stationär, was dem Geschäft in immer mehr Märkten zusätzlichen Schub verleiht.

Demgemäß rechnet die Miele-Geschäftsleitung für das neue Geschäftsjahr mit einer spürbaren weiteren Steigerung von Umsatz und Stückzahlen. Diese Erwartung stütze sich unter anderem auf die überwiegend positiven Marktprognosen für Deutschland, Europa und die Welt.

In Deutschland hat Miele 1,18 Milliarden Euro Umsatz erzielt, was einem Plus von 6,8 Prozent entspricht. Hier ist Miele der größte Marktanteilsgewinner der vergangenen Jahre - und bei den großen Hausgeräten die Fachhandelsmarke Nummer eins. Außerhalb Deutschlands sind die USA, Australien, Kanada, Österreich und eine Reihe asiatischer Märkte hervorzuheben.

Geschäft in Großbritannien leidet nicht direkt unter Brexit

Auch in Großbritannien konnte Miele - in Landeswährung - sein Geschäft erheblich ausbauen, was durch die Brexit-bedingten Währungseffekte aber mehr als aufgezehrt worden ist. In Südeuropa hingegen haben sich Italien und Spanien eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Anteil des außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzes ist mit 70,0 Prozent praktisch konstant (Vorjahr: 70,1 Prozent).

Zahl der Mitarbeiter sowie Investitionen steigen

Zum Stichtag 30. Juni 2017 arbeiteten 19.465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Miele. Das sind 1.095 Beschäftigte oder sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland arbeiteten am Stichtag 10.888 Menschen für Miele, das entspricht einem Zuwachs um 562 Personen oder 5,4 Prozent. Hier wurde an sämtlichen Produktionsstandorten, in der Zentrale sowie in der Vertriebsgesellschaft Deutschland das Personal aufgestockt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Miele Gruppe insgesamt 225 Millionen Euro investiert, heißt es vonseiten des Unternehmens weiter. Das sind 41 Millionen Euro oder 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Knapp zwei Drittel des Gesamtbetrags entfielen auf die Standorte in Deutschland, wovon wiederum rund 60 Prozent in die Entwicklung neuer Geräte sowie in Ausbau, Umrüstung und Modernisierung der Produktion investiert wurden. Auch der Verwaltungs-, Vertriebs- und Logistikstandort Gütersloh wurde weiter modernisiert und ausgebaut.

Wechsel in der Geschäftsleitung vollzogen

Planmäßig vollzogen wurde der Wechsel in der Geschäftsleitung der Miele Gruppe: Zum Ende des Jahres 2016 trat Dr. Eduard Sailer nach 19 Jahren als Geschäftsführer Technik in den Ruhestand. Nachfolger in dieser Funktion ist Dr. Stefan Breit, zuletzt Leiter Werk Gerätefertigung in Gütersloh. Im Sinne einer sorgfältigen Übergabe war Breit bereits seit April 2016 zum - vorübergehend sechsten - Geschäftsführer berufen worden.

 

SOCIAL BOOKMARKS