Mirko Tabbert erlöst Sebastianus-Schützen
Bild: Martinschledde
Glückwünsche an den neuen König: Mit dem 123. Schuss fegte Mirko Tabbert (41, Mitte) die letzten Reste des Holzadlers um 17.58 Uhr aus dem Kugelfang am Anemonenweg.
Bild: Martinschledde

Aber auch das klappte: Mit dem 123. Schuss fegte der 41-Jährige die letzten Reste des ehemals stolzen Holzadlers um Punkt 17.58 Uhr aus dem Kugelfang und machte sich damit zum neuen König der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Avenwedde.

Es dauerte allerdings etwas, bis der bekennende Dortmund-Fan richtig mitmischte und am Ende das „Federvieh“ im Alleingang zerlegte. „Wenn einer den BVB erledigen muss, dann mach ich das lieber selbst“, sagte Tabbert lachend, denn auf der Brust des Adlers prangte – dem originellen Vogelbauer sei Dank – das Wappen des Bundesligisten. Die Erste, die ihm nach vollbrachter Tat in die Arme sprang, war seine Frau Natascha (40), mit der er nun für ein Jahr die Sebastianer regieren wird. Gleich darauf folgten seine Kinder Neela (10) und Jano (8), die mächtig stolz auf ihren Vater waren.

Übung haben die neuen Regenten auf jeden Fall genug. Vor zwei Jahren waren die beiden nicht nur das Bierkönigspaar der Bruderschaft, sondern saßen auch auf dem Thron des neuen Brudermeisters Matthias Kampe und dessen Frau Christiane. Außerdem ist er der stellvertretende Oberst des Vereins.

Bevor es soweit war und die zwei die Königskette und Krone von ihren Vorgängern Helmut und Monika Lückemeyer erhielten, musste der Greif auf dem gut besuchten Festplatz noch seine Insignien abgeben. Die gingen an den ehemaligen Brudermeister Günter Bastubbe (Krone, 16. Schuss), Kalle Pohlmann (Apfel, 23.) und Stefan Sunder (Zepter, 53.).

Nach dem furiosen Auftakt am Freitag mit dem Rock ‘n’ Roll-Konzert von „Jorge & the Rock It’s“ brauchte es am Samstag nach dem Großen Zapfenstreich deutlich mehr Munition, um den neuen Bierkönig zu ermitteln. Erst um 21.40 Uhr setzte sich Marc Schüttforth mit dem 271. Schuss die Kaiserkrone auf. 2011 war ihm das schon einmal gelungen.

Natürlich war die 91. Auflage des Sebastianer-Fests auch der Rahmen, um Dank zu sagen für ehrenamtliches Engagement. Den Verdienstorden des Vereins erhielten Michael Brockmann und Andreas Nagel. Zwei besondere Auszeichnungen hatte Bezirksbundesmeister Heinz Heitjohann am Sonntag im Gepäck. Sebastianer-Vizechef Andre Möser bekam das Silberne Verdienstkreuz und Manfred Tabbert den Hohen Bruderschaftsorden.

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